Krieg in Nahost

Der Iran führt nach Angaben von Außenminister Abbas Araktschi derzeit Gespräche über einen Fahrplan zur Beendigung des Krieges mit den USA und Israel und einer Öffnung der Straße von Hormus. Die Regierung in Teheran gebe „der Diplomatie weiterhin eine Chance“ und sei „in engem und andauerndem Kontakt mit den Vermittlern“, schrieb Araktschi gestern auf der Plattform X.

Die US-Nachrichtenseite Axios berichtete unterdessen, regionale Vermittler unter Führung Katars drängten auf „eine diplomatische Vereinbarung“, um die ins Stocken geratenen Gespräche zwischen den USA und dem Iran wieder in Gang zu bringen und ein Wiederaufflammen des Krieges nach den US-Zwischenwahlen am 3. November zu verhindern.

Im Bemühen um eine diplomatische Lösung habe eine Delegation aus Katar am Sonntag Gespräche in Teheran geführt, hieß es in Teheran. Dem Axios-Bericht zufolge versuchen die Katarer derzeit, Teheran dazu zu bewegen, Inspektionen seiner bombardierten Atomanlagen zuzulassen.

Ausland

Nach der Parlamentswahl in Israel hat UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk heute einen Kurswechsel beim Völkerrecht von einer neuen Regierung gefordert. „Die Botschaft lautet: Setzen Sie den derzeitigen Kriegskurs nicht fort, bei dem Sie glauben, über dem Völkerrecht zu stehen – denn meiner Meinung nach erleben wir gerade genau das“, sagte der Österreicher in New York.

Er hoffe, dass eine neue Regierung ihren Kurs „grundlegend“ ändere. Israel müsse seine völkerrechtlichen Verpflichtungen erfüllen, so Türk weiter.

Im Anschluss an einen israelischen Militäreinsatz in Hebron im besetzten Westjordanland hatte der Menschenrechtskommissar schon Anfang der Woche vor „ethnischen Säuberungen“ durch die israelischen Sicherheitskräfte gewarnt. „Kollektivstrafen“ seien ein schwerwiegender Verstoß gegen das Völkerrecht.

Am Freitag hatten zwei Palästinenser nahe Hebron zwei israelische Soldaten erschossen. Daraufhin befahl der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu einen großangelegten Militäreinsatz im Westjordanland. In der Folge wurden Tausende Palästinenser aus ihren Häusern vertrieben, darunter viele Kleinkinder.

Vor den US-Kongresswahlen sollen die Demokraten mit einem bizarren Trick im Bundesstaat Alaska Verwirrung gestiftet haben. Um die Wiederwahl des amtierenden republikanischen Senators Dan S. Sullivan zu verhindern, hätten sie einen Gegenkandidaten namens Dan J. Sullivan aufgestellt, berichtete die „New York Times“ („NYT“) gestern.

Dieser sollte als Unabhängiger antreten und dem „echten“ Sullivan Wählerstimmen streitig machen. Hinter dem Verwirrspiel stehe die Demokratin Mary Peltola, die selbst den Senatsposten des Republikaners Sullivan erobern wolle, berichtete die „NYT“ weiter.

„So viele Leute mit dem Namen Dan Sullivan wie möglich“

Der Auftrag an ihr Wahlkampfteam habe gelautet: „Findet in Alaska so viele Leute mit dem Namen Dan Sullivan wie möglich.“ In einem abgelegenen Fischerdorf seien Peltolas Mitarbeiter schließlich fündig geworden und hätten den pensionierten Lehrer Dan J. Sullivan zu einer Kandidatur bewegt.

Die „New York Times“ berief sich auf die frühere Kampagnenleiterin der Demokratin, Elisa Rios, sowie interne Textnachrichten und andere Quellen. „Die Wähler in Alaska müssen Bescheid wissen“, sagte Rios der Zeitung. Sie selbst habe sich an den Machenschaften nicht beteiligt, wisse aber davon.

Peltola vor beiden Sullivans

Umfragen zufolge liegt die Demokratin Peltola bisher deutlich vor den beiden Sullivans. Das Team der 53-Jährigen hat den Vorwurf der Wählertäuschung zurückgewiesen.

Die Republikaner gehen unterdessen juristisch gegen den Trick vor: US-Präsident Donald Trump sagte am Freitag, das Justizministerium habe in seinem Auftrag Klage eingereicht, damit der mögliche Wahlsieg Peltolas nicht offiziell bestätigt werde.

Nun forderte Trump den Ausschluss von Dan J. Sullivan – und auch den der Demokratin Peltola. Beide müssten von den Stimmzetteln in Alaska gestrichen werden, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Nach der Parlamentswahl in Serbien ist gestern die Intendantin des staatlichen Fernsehsenders RTS, Manja Grcic, zurückgetreten. Sie habe die letzten Tage ihr Amt ausgeübt, um einen ordnungsgemäßen Übergang zu sichern, schrieb sie in ihrem Rücktrittsbrief, den RTS auf ihrer Website veröffentlichte.

„Mir ist jedoch bewusst, dass ein Teil der Öffentlichkeit selbst meinen vorübergehenden Verbleib im Amt als Hindernis für Veränderungen wahrnimmt“, so Grcic weiter.

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl am Sonntag siegte die Liste der oppositionellen Studentenbewegung. Damit beendete sie die Ära des bisherigen Präsidenten Aleksandar Vucic, der 14 Jahre lang die Politik des Balkan-Landes bestimmt hatte.

Oppositionelle Stimmen unterrepräsentiert

In wechselnden Funktionen – so etwa als Ministerpräsident und als Staatspräsident – hatte er die Demokratie abgebaut und die Medienfreiheit eingeschränkt. RTS diente weitgehend den Machtinteressen von Vucic und seinem Umfeld.

Formal ist der Sender als öffentlich-rechtliche Anstalt etabliert, doch oppositionelle und regierungskritische Stimmen blieben unterrepräsentiert. Grcic, die zuvor als Managerin bei regierungsnahen Medien tätig gewesen war, wurde im Februar dieses Jahres zur Intendantin von RTS ernannt.

Nach einem heftigen Wortgefecht bei den Vereinten Nationen haben die USA gestern einen kubanischen Diplomaten ausgewiesen. Der Mann sei Mitglied der Delegation bei den Vereinten Nationen gewesen, so eine kubanische Diplomatin, die die Ausweisung bestätigte.

Der Schritt markiert eine weitere Eskalation im ohnehin angespannten Verhältnis zwischen Washington und Havanna. Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, hatte zuvor in einem Interview gesagt, Außenminister Marco Rubio habe die Ausweisung eines Mannes unterzeichnet, der einen US-Diplomaten „geschubst“ und versucht habe, ihn anzugreifen.

Sitzung anlässlich von Resolution gegen US-Embargo

In der Sitzung anlässlich einer alljährlichen Resolution gegen das seit Jahrzehnten geltende US-Embargo gegen Kuba hatten Vertreter des Inselstaates lautstark gegen die Rede von Waltz protestiert und ihn unterbrochen.

Auf Videos war zu sehen, wie der nun ausgewiesene Diplomat dem Anschein nach versucht, eine Person daran zu hindern, ihn zu filmen. Die kubanische Seite schilderte die Situation in einem Brief an UNO-Generalsekretär Antonio Guterres, dass der Diplomat von einem US-Vertreter bedrängt worden sei.

Jährliche Abstimmung seit 1992

Die UNO-Generalversammlung stimmt seit 1992 jährlich über eine Resolution zur Beendigung des seit mehr als 60 Jahren bestehenden US-Embargos ab. Die USA hatten vor der diesjährigen Abstimmung vehement bei Staaten gegen die Resolution geworben.

Sie wurde auch in diesem Jahr von der Mehrheit der Staaten angenommen – allerdings mit so wenig Unterstützung wie seit 1995 nicht mehr. Die Resolution hat keine bindende, aber eine symbolische Wirkung.

Inland

Smart Glasses, also Brillen mit eingebauter Kamera, Mikrofon und KI-Funktionen, kommen immer häufiger zum Einsatz. Der Umgang damit ist in Österreich allerdings bisher nach Auffassung von Staatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) nicht ausreichend geregelt. Er legte daher gestern ein Stufenmodell zum Umgang damit vor.

Dass eine Regelung des Umgangs mit Smart Glasses drängt, zeigt unter anderem der Fall eines Wiener Schülers, der suspendiert wurde, weil er eine „smarte“ Brille im Klassenzimmer benutzt hatte. Seine Familie ging dagegen vor Gericht vor und bekam diesen Sommer vom Bundesverwaltungsgericht (BVwG) recht.

Keine Nutzung in sensiblen Bereichen

Smart Glasses würden viele Vorteile bieten, „aber es gibt Schattenseiten“, sagte Pröll. „Wir stehen hier an einem Kipppunkt, der unsere Entscheidung fordert. Daher haben wir ein Dreistufenmodell entwickelt. Einerseits wollen wir technologischen Fortschritt ermöglichen, andererseits darf niemand heimlich gefilmt werden.“

Grundlage des Modells ist dem Digitalstaatssekretär zufolge eine Einschätzung des Verfassungsdiensts im Bundeskanzleramt. Das Modell sieht vor, dass es keine Nutzung in besonders sensiblen Bereichen wie Umkleidekabinen, Toiletten, Bädern, Schulen und Kindergärten sowie Gerichten, Justizanstalten, Polizei- und Militäreinrichtungen geben darf.

Ebenso würden Aufnahmen in geschützten Bereichen wie Kinos, Theatern und bei Aufführungen untersagt. Schließlich soll es eine Erkennbarkeitspflicht im öffentlichen Raum geben: Jede Aufnahme muss für andere klar wahrnehmbar sein, etwa durch ein gut sichtbares Aufnahmelicht, das sich nicht abschalten lässt.

Ukraine-Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit Blick auf einen geplanten Dreiergipfel der Präsidenten Chinas, Russlands und der USA zum Ukraine-Krieg gestern vor einer „Neuaufteilung der Einflusssphären“ gewarnt.

Bisher sei „noch nicht klar definiert“, worüber US-Präsident Donald Trump, Kreml-Chef Wladimir Putin und der chinesische Staatschef Xi Jinping bei einem solchen Treffen sprechen könnten, sagte Selenskyj.

Putin hatte den Dreiergipfel vorgeschlagen und erklärt, er solle Mitte November am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in China stattfinden. Trump zeigte sich offen für das Treffen.

Aus der Ukraine kam scharfe Kritik, da Selenskyj nicht eingeladen ist. „Russland will dieses Treffen mehr als jeder andere“, sagte Selenskyj und warnte davor, Moskau einen „weiteren großen diplomatischen Vorteil“ zu verschaffen.

Wirtschaft

Nach der ersten Zinserhöhung seit Jahren Mitte September behält die US-Notenbank den Leitzins bei. Die Zinsspanne bleibt damit bei 3,75 bis 4,00 Prozent, wie der Zentralbankrat der Federal Reserve (Fed) in Washington gestern mitteilte.

Bereits zuvor hatte eine große Mehrheit von Volkswirten eine Zinspause erwartet. Spannend wird nun, ob es beim letzten Entscheid in diesem Jahr im Dezember tatsächlich wie auf den Märkten vorausgesagt zu einer weiteren Straffung der Geldpolitik kommt.

Mehrheit in Fed für weitere Zinsanhebung

Innerhalb der Fed hatte eine überwältigende Mehrheit Bereitschaft für eine weitere Zinsanhebung in diesem Jahr signalisiert: Angesichts der aktuellen Inflation erwarteten 16 der 18 befragten Fed-Mitglieder mindestens eine Erhöhung um einen Schritt (25 Basispunkte). Unter diesen können sich vier eine noch weitreichendere Straffung vorstellen.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich für 2027 ab: 14 Mitglieder erwarteten mit Stand September für das Jahr mindestens einen Leitzins von 4,00 bis 4,25 Prozent, eine knappe Mehrheit davon rechnet mit 4,25 bis 4,5 Prozent. Neue Projektionen werden mit der Dezember-Sitzung veröffentlicht.

Entscheidung auch in Europa

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) dürfte heute bei ihrer Sitzung in Frankfurt trotz der gestiegenen Inflation die Zinsen nicht anheben. Volkswirtinnen und -wirte rechnen damit, dass die EZB den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins bei 2,5 Prozent belassen wird.

Nach dem Aus für das deutsch-französische FCAS-Projekts hat Airbus-Chef Guillaume Faury gestern eine Beteiligung am Kampfjetprojekt GCAP mit Großbritannien, Japan und Italien in Aussicht gestellt.

Ein Einstieg in das Programm sei eine „mögliche“ Lösung, sagte Faury bei einer Telefonkonferenz. Es gebe aber auch andere Optionen.

„Wir bei Airbus glauben weiterhin an die Notwendigkeit eines Kampfjets der sechsten Generation in Europa als Kooperationsprojekt. Und wir wollen Teil dieser Lösung für Europa sein“, sagte Faury. Airbus arbeite eng mit der deutschen und der spanischen Regierung zusammen. Die Entscheidung über neue Partnerschaften liege bei den Regierungen und solle „idealerweise nicht in allzu ferner Zukunft“ fallen.

GCAP (Global Combat Air Programme) ist ein Projekt für einen neuen Tarnkappenkampfjet, der bis 2035 einsatzbereit sein soll. Großbritannien, Japan und Italien haben dafür bereits mehr als 5,5 Milliarden Dollar (rund 4,9 Milliarden Euro) vorgesehen. Kanada beteiligt sich als Beobachter.

Googles Mutterkonzern Alphabet hat im vergangenen Quartal mit seinem Umsatz die Wall-Street-Erwartungen verfehlt. Die Aktie fiel in einer ersten Reaktion im nachbörslichen Handel gestern um neun Prozent.

Alphabet steigerte den Umsatz im Jahresvergleich um 25 Prozent auf 127,6 Mrd. Dollar (rund 114 Mrd Euro). Der Gewinn sank unterdessen um ebenfalls rund ein Viertel auf knapp 26,2 Mrd. Dollar.

Die Gewinnentwicklung bei Alphabet hängt inzwischen stark an Schwankungen bei der Bewertung von Investitionen etwa in die Weltraumfirma SpaceX ab.

Die Werbeerlöse rund um die Google-Suche – eine zentrale Geldquelle des Konzerns – wuchsen im Jahresvergleich um rund zwölf Prozent auf 63,35 Mrd. Dollar. Das lag unter den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt eher mit rund 65 Mrd. Dollar gerechnet hatten.

Bau von Rechenzentren kostete viel Geld

Der Umsatz mit Cloud-Diensten, auf den die Börse traditionell stark achtet, wurde mit 30,7 Mrd. Dollar etwas mehr als verdoppelt. Im vorangegangenen Quartal war er um knapp 82 Prozent gewachsen.

Wegen der hohen Kosten für den Ausbau der KI-Infrastruktur verbuchte Alphabet aber einen negativen Free Cash Flow von rund neun Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich mit einem Minus von nur 36 Millionen Dollar gerechnet.

IT

Der iPhone-Hersteller Apple galt seit jeher als großer Gegner von Laptops mit Touchscreens – gestern hat der US-Konzern dennoch eine neue Version des MacBook Pro mit einem solchen Bildschirm vorgestellt.

Das neue MacBook sei für professionelle Nutzerinnen und Nutzer gedacht, die etwa 3-D-Modelle mit den Fingern drehen und Musikinstrumente auf dem Display spielen wollen, hieß es von Apple. Der Preis für ein Macbook Pro mit Touchscreen fängt in Österreich bei 3.299 Euro an.

In den vergangenen Jahren hatten Konkurrenten verschiedene Modelle von Notebooks mit dem Windows-Betriebssystem mit Touchscreens ausgestattet. Apple dagegen hielt an einer strikten Trennung fest: Macs hatten herkömmliche Bildschirme, und große Touchscreens blieben den iPad-Tablets vorbehalten.

Noch 2021 hatte der heutige Apple-Chef John Ternus dem „Wall Street Journal“ gesagt, das iPad sei auf Touchscreen-Eingabe optimiert und die Macs auf Maus und Tastatur, und man habe bisher keinen Grund gefunden, das zu ändern. In den späteren Jahren wurden Antworten auf die Frage nach einem Touchscreen-Mac aber ausweichender.

Chronik

Nach dem Tod eines Mitglieds der Fürstenfamilie von Monaco ist ein Mann der fahrlässigen Tötung und der unterlassenen Hilfeleistung angeklagt worden. Der Verdächtige ukrainischer Herkunft befinde sich in Untersuchungshaft, teilte die Generalstaatsanwaltschaft gestern mit.

Ein Untersuchungsrichter habe die Ermittlungen übernommen. Die Todesursache sei vermutlich ein Sturz aus 13 Meter Höhe in den Hinterhof eines Gebäudes.

Taumelnd Lokal verlassen

Der 29 Jahre alte Antoine de Massy war am Sonntag tot auf einem Platz des Fürstentums aufgefunden worden. Er war ein Cousin zweiten Grades von Fürst Albert II. Die Familie hatte ihn zuvor als vermisst gemeldet. Augenzeugen hatten beobachtet, wie er in der Nacht auf Sonntag taumelnd und auf einen Mann gestützt eine Diskothek verlassen hatte.

Die Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht näher, was dem 42 Jahre alten Beschuldigten vorgeworfen wird. Dieser lebe seit 30 Jahren in Monaco. Er habe während seines Polizeigewahrsams seine Verantwortung bestritten, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Fürst Albert II. und Fürstin Charlene hatten sich bestürzt über den Tod des jungen Mannes geäußert. Antoine de Massy war der Enkel von Prinzessin Antoinette, der älteren Schwester von Fürst Rainier III., dem Vater von Fürst Albert.

Einen Solosechser zu 2.219.426,80 Euro hat die gestrige Ziehung von Lotto „6 aus 45“ gebracht.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

9 12 14 26 33 35 / Zusatzzahl: 42

Die aktuellen LottoPlus-Zahlen:

2 4 13 15 26 45

Zweite Ziehung:

7 15 25 28 38 43

Die aktuelle Joker-Zahl:

0 6 8 0 4 0

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Kultur

Vor drei Monaten hat Elon Musk angekündigt, nach Christopher Nolans Kinohit „Die Odyssee“ eine eigene KI-Version des antiken Epos zu erstellen. Nun gab Grok Imagine auf der Plattform X Einblicke in die Entstehung. Kurz zuvor hatte der Bild- und Videogenerator von Musks Unternehmen xAI eine erste Episode des Projekts veröffentlicht.

Forbes: „Einfach furchtbar“

Gut angekommen ist sie nicht: Der britische „Guardian“ titelte etwa, die Interpretation sei die „langweiligste und sinnloseste“ Antwort, die man sich auf Nolans Epos vorstellen könne. Ein Autor des „Forbes“-Magazins schrieb, das Video sei „einfach furchtbar. Es ist fast schon lächerlich unangenehm, mit gestelzten Dialogen und leblosen Figuren.“ Auch andere Kommentare fielen überwiegend negativ aus.

In den rund sieben Minuten der Folge ist zu sehen, wie Odysseus anfangs vorgibt, verrückt zu sein, um nicht im Trojanischen Krieg zu kämpfen. Die Täuschung fliegt aber auf, und er willigt ein, nach Troja aufzubrechen.

Auf X veröffentlichte Grok Imagine jetzt eine Art Anleitung, wie die Szenen und die Dialoge in Zusammenarbeit mit dem Produktionsstudio Wonder Studios und Regisseur Dev Walker entstanden sind. Ein kleines Team aus drei bis fünf Kreativen produziere die Episoden.

Eigentlich hatte Musk im Juli einen Film und keine einzelnen Folgen angekündigt. Damals schrieb der Tech-Milliardär auf X: „Noch vor Ende des Jahres wird Grok Imagine einen abendfüllenden Film über die Odyssee machen, der historisch korrekt ist und Homers Werk gerecht wird.“