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Bresse

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Bresse
Lage in Frankreich
Lage in Frankreich
Lage in Frankreich
Regionen Bourgogne-Franche-Comté, Auvergne-Rhône-Alpes
Départements Saône-et-Loire, Ain, Jura
Fläche in km² ~4000
Regionalstädte Louhans, Bourg-en-Bresse, Bletterans
Geologie Lehmebene
Relief von 180 bis 220 m
Hauptproduktion Geflügel, Mais, Landwirtschaft
Nachbarregionen Revermont, Dombes, Bugey, Mâconnais, Chalonnais
Arrondissements Louhans, Bourg-en-Bresse, Lons-le-Saunier

Die Bresse ist eine Landschaft und ehemalige Provinz in Ostfrankreich von fast 4000 km2, die sich von den Dombes im Süden bis zum Fluss Doubs im Norden und von der Saône im Westen bis zum Jura im Osten erstreckt. Sie hat in Nord-Süd-Richtung eine Ausdehnung von rund 100 km und in Ost-West-Richtung von etwa 40 km. Die Bewohner der Landschaft werden Bressans genannt (beziehungsweise die weiblichen Bewohner Bressanes).

Image
Umgebung von Montpont-en-Bresse

Im Wesentlichen ist die Bresse eine Ebene etwa 180 bis 220 m über dem Meeresspiegel mit einer leichten Neigung nach Westen. Die wichtigsten Flüsse, alles Nebenflüsse der Saône, sind die Veyle, die Reyssouze und die Seille.

Die Grenzen des Gebiets sind

  • im Norden der Unterlauf des Doubs, von der Einmündung des Orain bis zur Mündung in die Saône,
  • im Osten die westlichen Ausläufer des Juragebirges,
  • im Westen die Saône zwischen den Mündungen von Doubs und Chalaronne,
  • im Süden ein fließender Übergang in die Dombes, wobei die Mündung der Chalaronne in die Saône und der Weiler Vavre in Saint-Martin-du-Mont als Eckpunkte gelten.

Im Zusammenhang mit der kontrollierten Herkunftsbezeichnung für die Bressehühner wurden die genauen Grenzen der Bresse durch ein Gerichtsurteil des Zivilgerichtes Bourg-en-Bresse vom 22. Dezember 1936 festgelegt.[1]

Untergliederung

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Der geografische Begriff Bresse umfasst drei Teile:

Die Bresse de l'Ain fiel 1272 an das Haus Savoyen, Bâgé-le-Châtel war Hauptstadt und das wirtschaftliche Zentrum. Das Gebiet weckte immer wieder die Begehrlichkeiten der französischen Könige, die ihr Gebiet ausweiten wollten. So führte die Lage Bâgés, dicht an der Grenze zum französischen Königreich, zum Erstarken von Bourg-en-Bresse, das zu Beginn des 15. Jahrhunderts zum Provinzhauptort wurde.

Die Bresse bourguignonne gehörte zum Herzogtum Burgund, war aber auch Grenzgebiet zur Freigrafschaft Burgund. Die Gegend litt unter den kriegerischen Auseinandersetzungen und blieb eine arme Region mit kleinbäuerlicher Bevölkerung. Lediglich Louhans brachte es als Freistadt zu einigem Wohlstand.

Am 17. Januar 1601 wurde das Gebiet, das wegen der flachen Topografie nur schwer zu verteidigen war, im Vertrag von Lyon an Frankreich abgetreten, worauf es zusammen mit der Provinz Bugey ein separates Verwaltungsgebiet bildete. Heute ist die Landschaft Bresse zur Hauptsache Bestandteil der Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Die Bresse liegt im Bereich des Bressegrabens, einer tektonischen Senke zwischen dem Juragebirge im Osten und den westlichen Randgebieten des Zentralmassivs. Die geologische und geomorphologische Entwicklung des Bressegrabens wird im Hauptartikel Bressegraben beschrieben.

Der Schwerpunkt der Erwerbstätigkeit in der Bresse liegt in der Landwirtschaft und den damit verbundenen Produktionsformen (Mühlen, Futtermittelbetriebe etc.). Ein besonderer Schwerpunkt bilden die Bressehühner, jährlich werden von rund 300 Züchtern 1,2 Millionen Stück Freilandgeflügel aufgezogen und gemästet. Rund 4000 weitere Unternehmen sind in der Bresse erfolgreich tätig. Sie konzentrieren sich vorwiegend auf die Bereiche Nahrungsmittel, Metallurgie, Metallbau, Mechanik, Transport und Gesundheit. Schwerindustrie und Kernkraftwerke finden sich in der Bresse nicht, aber auch die touristische Infrastruktur ist schwach ausgebildet.

Gesellschaft und Kultur

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Die Bresse ist eine stark landwirtschaftlich geprägte Region. Die Höfe liegen teilweise weit von den eher kleinen Dörfern entfernt, die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln im Osten und der weiten Saôneebene im Westen, durchzogen von Weihern, Kleinseen, Gehölzen und Auen. Dementsprechend ist die Bevölkerung eher traditionell veranlagt, hängt an den alten Werten und pflegt auf der kommunalen Ebene die direktdemokratischen Instrumente.

Die Bressans wurden von ihren Nachbarn als „Gelbbäuche“ bezeichnet, wohl deswegen, weil die arme Bevölkerung schon früh Mais anstelle von Getreide aß. Die Gaudes (geröstetes Maismehl aus ungeschältem Mais, angerührt mit Milch) galten als eigentliches Nationalgericht der Einheimischen. Der Maisanbau war und ist ein wichtiger landwirtschaftlicher Zweig, da Mais für die Fütterung der Bressehühner unerlässlich ist.

Orte und Sehenswürdigkeiten

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Commons: Bresse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Poulet de Bresse auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité.