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Georges Lemmen

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Selbstporträt, 1890

Georges Lemmen (* 25. November 1865 in Schaerbeek/Schaarbeek; † 5. Juli 1916 in Uccle/Ukkel) war ein belgischer Maler.

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Fabrikgebäude an der Themse, 1892/1894 im Stil des Pointillismus
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Junges Mädchen in einem Interieur, 1904

Georges Lemmen studierte an der Académie des beaux-arts de Saint-Josse-ten-Noode. In den frühen 1880er Jahren wurde er von Edgar Degas und Henri de Toulouse-Lautrec beeinflusst. Unter den Belgiern, die ihn prägten, sticht Fernand Khnopff hervor, auch die britische Schule der Präraffaeliten ließ er auf sich wirken. 1888 wurde er Mitglied der „Les XX“.[1] Er war auch Gründungsmitglied von „La Libre Esthétique“.

Er arbeitete als Kritiker für die Kunstzeitschrift L'Art Moderne. Unter dem Einfluss von James Ensor und James McNeill Whistler wurde er um 1890 Anhänger des Pointillismus. Durch Théo van Rysselberghe fand er darauf zum Neoimpressionismus. Damit löste er sich zunehmend von der Konturierung (siehe Abb. 3).[1]

In den Jahren 1892 und 1894 besuchte er zweimal London. Das Arts and Crafts Movement warb für die dekorative Kunst, der er sich 1894 zuwandte. Er schuf eine Reihe von Plakaten, Teppichen, Tapeten und Keramiken. Um 1900 beschloss er, sich ausschließlich der Malerei zu widmen. Sein Stil wurde unter dem Eindruck von Nabis zunehmend eigenständig. 1904 trat er dem Verein „Vie et Lumière“ bei.[1]

Um 1910 besuchte er Südfrankreich, wo er sich für die Kunst Pierre-Auguste Renoirs begeisterte, worauf er einige weibliche Badende malte. Seine Bilder wurden in dieser Zeit am Salon des Indépendants und bei der Galerie Druet in Paris gezeigt. Im Juli 1915 zog er nach Uccle, wo er im nächsten Jahr starb. Drei Jahre später richtete ihm die Galerie Georges Giroux in Brüssel eine erste postume Ausstellung aus.[1]

  • Lemmen, Georges in: Dictionnaire des peintres belges (Online)
Commons: Georges Lemmen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Dario Cimorelli, Giacomo Merli, Chiara Golasseni (Hrsg.): L’art belge entre rêves et réalités : Collection du Musée d’Ixelles, Bruxelles. Silvana Editoriale, Cinisello Balsamo (Milano) 2014, ISBN 978-88-366-2818-6, S. 162 f.