Heinrich Strack (der Jüngere)

Heinrich Strack der Jüngere, vollständiger Name Heinrich Conrad Wilhelm Peter Strack (* 4. Juni 1841 in Oldenburg; † 17. Februar 1912 in Berlin-Grunewald), war ein deutscher Architekt und Dozent.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Heinrich Strack wurde als Sohn des Architekten Heinrich Strack d. Ä. (1801–1880) und dessen Ehefrau Susanne, geb. Tischbein (1812–1906),[1][2] einer Tochter des Malers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751–1829), des Goethe-Tischbein, in Oldenburg geboren. Er erhielt bei seinem Onkel, dem Architekten Johann Heinrich Strack (1805–1880) und an der Bauakademie in Berlin eine Ausbildung. 1872 wurde er Hilfslehrer, 1876 Lehrer an der Bauakademie, ab 1879 an der Königlichen Technischen Hochschule in Charlottenburg, zuerst als nicht etatmäßiger und ab 1891 als etatmäßiger Professor. In den Studienjahren 1892/1893 und 1901/02 war er Vorsteher (Dekan) der Abteilung I für Architektur. Von 1876 bis 1894 war er auch Lehrer an der Königlichen Kunstschule Berlin, ab 1885 als Professor.[3] 1894–1896 war er Mitglied des Senats der Technischen Hochschule in Charlottenburg und wurde 1911 Dr. Ing. e. h. an der Technischen Hochschule in Danzig. Er wurde mit dem Titel Geheimer Regierungsrat ausgezeichnet. Er war wenig praktisch tätig, sondern vorwiegend Lehrer und Fachschriftsteller.
Bauten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1875–1879 Joachimsthalsches Gymnasium in Berlin-Wilmersdorf (mit L. Giersberg)
- 1881/82 Grabmal für Johann Heinrich Strack auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin (nach einem Vorentwurf von Johann Heinrich Strack, unter Mitwirkung von Ludwig Persius und Julius Emmerich, mit einer marmornen Bildnisbüste auf dem Postament von Alexander Calandrelli)[4]
Schriften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1882 Die Zentral- und Kuppelbauten der Renaissance in Italien
- 1889 Ziegelbauwerke des Mittelalters und der Renaissance in Italien
- 1891 Baudenkmäler des alten Rom
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Heinrich Strack. In: Catalogus Professorum der TU Berlin
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Uwe Kieling: Berliner Baubeamte und Staatsarchitekten im 19. Jahrhundert, Berlin, 1986, S. 87
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Evangelische Kirche Eutin, Taufregister 1798–1832, Seitennr. 14/15. In: Ancestry.com. Schleswig-Holstein, Dänemark, und Schleswig-Holstein, Preußen, Deutschland, evangelische Kirchenbücher, 1597–1959 [Datenbank online]
- ↑ Standesamt Grunewald, Sterberegister1901–1906, Urkunde Nr. 1. In: Ancestry.com. Berlin, Deutschland, Sterberegister, 1874–1986 [Datenbank online]
- ↑ Antje Kalcher, Dietmar Schenk: Vor der UdK. 1. Auflage. Universität der Künste Berlin, 2024, S. 82 (kobv.de [PDF]).
- ↑ Grabdenkmal für Heinrich Strack. In: Centralblatt der Bauverwaltung. Nr. 20, 1882, S. 176 (zlb.de – Einweihungs- und Gedenkfeier am 13. Mai 1882).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Strack, Heinrich |
| ALTERNATIVNAMEN | Strack, Heinrich der Jüngere; Strack, Heinrich Conrad Wilhelm Peter (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt und Dozent |
| GEBURTSDATUM | 4. Juni 1841 |
| GEBURTSORT | Oldenburg |
| STERBEDATUM | 17. Februar 1912 |
| STERBEORT | Berlin-Grunewald |