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Kammerherrentaler

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Friedrich Wilhelm III., Kammerherrentaler von 1816
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Friedrich Wilhelm III., Kammerherrentaler von 1816, Rückseite

Kammerherrentaler ist die Bezeichnung für preußische Taler, die 1816 und 1817 geprägt wurden und auf der Vorderseite die stark abgekürzte Legende FR. WILH. III – K. V. PREUSS. aufweisen.

Der sogenannte Kammerherrentaler wurde in den Jahren 1816 und 1817 geprägt und erhielt seinen Namen, weil der König von Preußen, Friedrich Wilhelm III. (1797–1840) beim Anblick der Taler gesagt haben soll, dass er nicht der Kammerherr von Preuss sei, und die Stücke ablehnte.[1] Daraufhin stellte der preußische Staat die Prägung ein und ließ die Ausgabe der korrigierten Stücke ohne Abkürzungen prägen.[2][3] Dazu war es erforderlich, das Brustbild des Königs zu verkleinern um Platz für die Umschrift zu schaffen.[4]

Die geänderten Münzen der Königlichen Münze Berlin wurden mit den Jahreszahlen 1816 bis 1822 geprägt. Das hat zur Folge, dass die Kammerherrentaler und die korrigierten Taler mit identischen Jahreszahlen vorkommen.[5]

Münzbeschreibung

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Der sehr seltene silberne Kammerherrentaler hatte einen Wert von 42 Groschen, besteht aus Silber und wiegt 22,272 g bei einem Feingewicht von 16,704 g und einen Feingehalt von 750 0⁄00. Der Durchmesser beträgt 34 mm.[6]

Die Vorderseite des Kammerherrentalers mit der stark abgekürzten Umschrift FR. WILH. III – K. V. PREUSS. zeigt das Brustbild Friedrich Wilhelms III. in Uniform und Hermelinmantel nach links.[7]

Die Rückseite mit der Inschrift EIN THALER zeigt den bekrönten preußischen Adler über einem Kanonenrohr mit Pauken und Fahnen. Unten im Abschnitt befindet sich das Prägejahr 1816 und darunter das Münzzeichen A für die Münzstätte Berlin.

Die Randschrift des Talers GOTT MIT UNS ist zwischen Ranken und Kreuzen angegeben.[8]

  • Paul Arnold, Harald Küthmann, Dirk Steinhilber: Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute. Augsburg 1997.
  • Helmut Kahnt: Das große Münzlexikon von A bis Z. Regenstauf 2005.
  • Heinz Fengler, Gerd Gierow, Willy Unger: transpress Lexikon Numismatik. Berlin 1976.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Paul Arnold, Harald Küthmann, Dirk Steinhilber: Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute., 1997, S. 223, Nr. 12.
  2. ↑ Helmut Kahnt: Das große Münzlexikon von A bis Z, 2005, S. 215.
  3. ↑ Heinz Fengler, … : transpress Lexikon Numismatik, 1976, S. 166.
  4. ↑ Paul Arnold, Harald Küthmann, Dirk Steinhilber: Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute., 1997, S. 224, Nr. 13 mit kleinerem Brustbild
  5. ↑ Paul Arnold, Harald Küthmann, Dirk Steinhilber: Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute., 1997, S. 224, Nr. 13: Jahreszahlen
  6. ↑ Paul Arnold, Harald Küthmann, Dirk Steinhilber: Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute., 1997, S. 221.
  7. ↑ Paul Arnold, Harald Küthmann, Dirk Steinhilber: Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute., 1997, S. 223, Nr. 12: Vorderseite
  8. ↑ Paul Arnold, Harald Küthmann, Dirk Steinhilber: Großer deutscher Münzkatalog von 1800 bis heute., 1997, S. 223, Nr. 12: Rückseite