Kernenergie nach Ländern
Stand April 2026 betrieben 30 Staaten weltweit 415 Kernreaktoren mit einer gesamten elektrischen Nettoleistung von 379,5 Gigawatt.[1][2] Der Anteil der Kernenergie an der globalen Stromerzeugung ging von 16,6 % im Jahr 2000 auf 8,9 % im Jahr 2025 zurück.[3]
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Geschichte
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Leistung aller neu installierten Kernkraftwerke [durchgezogener Rahmen] bzw. aller zerstörten oder permanent stillgelegten Kernkraftwerke [gepunkteter Rahmen] – aufgeschlüsselt nach Jahren und Staaten. Die Legende gibt die ISO-3166-1-Kodes der Staaten an. Quelle: International Atomic Energy Agency[4]
Mit der zivilen Nutzung der Kernenergie in Kernkraftwerken begann man Mitte der 1950er Jahre. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Nutzung der Kernenergie gesellschaftlich höchst umstritten und wurde mit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki assoziiert. US-Präsident Dwight D. Eisenhower skizzierte 1953 seine Vision einer friedlichen Nutzung der Kernenergie in der Rede Atoms for Peace vor den Vereinten Nationen.[5] Erste kommerzielle Kernkraftwerke waren 1956 die Magnox-Reaktoren des Kernkraftwerk Calder Hall und 1957 der Druckwasserreaktor Kernkraftwerk Shippingport, der von den U-Boot-Reaktoren entlehnt war und die Zukunft der friedlichen Nutzung der Kernenergie bis heute prägt.
1957 wurde zu diesem Zweck die Internationale Atomenergieorganisation (IAEA) gegründet. In den folgenden Jahrzehnten wurden in vielen Industriestaaten Kernkraftwerke gebaut; deren Leistung pro Reaktor wuchs schnell an.
In den 1970er Jahren wurde die Atom-Euphorie von zwei Ölkrisen befeuert, obwohl damals noch wenige Einsatzbereiche von Öl durch elektrische Energie ersetzt werden konnten. In Deutschland wurden elektrische Nachtspeicherheizungen propagiert. Seit den 1970er Jahren gewannen auch Anti-Atomkraft-Bewegungen an Bedeutung, die die zivile Nutzung von Kernenergie (und teilweise auch von Kernwaffen) ablehnten. 1978 beschloss Österreich nach einer Volksabstimmung, das bereits fertiggestellte Kernkraftwerk Zwentendorf nicht in Betrieb zu nehmen; das Land blieb damit atomkraftfrei. Die partielle Kernschmelze im Kernkraftwerk Three Mile Island 1979 verstärkte die Wahrnehmung der Risiken von Kernkraftwerken im öffentlichen Bewusstsein.
1980 beschloss Schweden – als erster Staat – einen Atomausstieg. Er sollte bis zum Jahr 2000 realisiert werden und wurde später revidiert. Italien stieg nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl unmittelbar aus der Atomkraft aus und ersetzte die wegfallende Leistung weitgehend durch Importe. Weitere Staaten haben die Stilllegung von Kernkraftwerken beschlossen und/oder Neubauten verboten („Moratorium“). In manchen Staaten wurden derartige Beschlüsse verzögert umgesetzt oder revidiert (Ausstieg aus dem Ausstieg, Laufzeitverlängerung).
Ab den 1990er Jahren verlangsamte sich der Ausbau der Atomkraft deutlich. Während zuvor in manchen Jahren über 30 AKW in Betrieb gingen, waren es nach 1990 selten mehr als sechs[6] und 2008 erstmals seit den 1960er Jahren Null.[7] So stieg die installierte Leistung zwischen 1990 und 2005 von 328 GW auf 369 GW an.[8] Infolge der nur niedrigen Zubaurate sowie der Außerbetriebnahme von Reaktoren, insbesondere nach den Kernschmelzen im japanischen Fukushima, betrug 2011 die weltweit installierte Leistung 366 GW.[1]
Zu Beginn der 2000er Jahre wurde unter dem Schlagwort einer „nuklearen Renaissance“ mit einem umfangreichen weltweiten Ausbau der Kernenergie gerechnet. Der erwartete Aufschwung blieb jedoch insbesondere in den traditionell industrialisierten Staaten aus. Während in Ländern wie China, Russland, Indien, Brasilien und den Vereinigten Arabischen Emiraten die Kernenergiekapazitäten weiter ausgebaut wurden, stagnierte der Neubau in vielen anderen Ländern; zugleich wurden bestehende Kernkraftwerke stillgelegt. Zu den Ursachen zählten unter anderem die Folgen der Reaktorunfälle von Tschernobyl und Fukushima, die zu strengeren Sicherheitsanforderungen und teilweise längeren Genehmigungsverfahren führten, sowie der starke Anstieg der Förderung unkonventioneller Öl- und Gasvorkommen, insbesondere durch Fracking in den USA, wodurch kostengünstige fossile Energieträger verfügbar wurden. Hinzu kamen hohe Investitionskosten und Verzögerungen bei großen Neubauprojekten, die das Vertrauen in deren Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit beeinträchtigten.[9]
Seit der Jahrtausendwende hat sich die Nutzung der Kernenergie weltweit regional unterschiedlich entwickelt. Mehr als 100 Reaktoren wurden dauerhaft stillgelegt, insbesondere in Europa, Japan und den Vereinigten Staaten; gleichzeitig gingen rund 120 neue Reaktoren in Betrieb. Die weltweite Zahl der betriebenen Reaktoren blieb dadurch insgesamt relativ konstant. Der Schwerpunkt des Neubaus verlagerte sich dabei zunehmend nach Asien. Insbesondere China verfolgt ein umfangreiches Ausbauprogramm. Auch Indien, Südkorea und Russland bauen ihre Kernenergiekapazitäten aus. In den westlichen Industriestaaten wurden dagegen nur wenige neue Reaktoren fertiggestellt, vielfach mit erheblichen Verzögerungen. Der relative Anteil der Kernenergie an der weltweiten Stromproduktion ist seit den 1990er Jahren rückläufig.[10]
Seit den 2020er Jahren ist weltweit ein erneutes Interesse an der Kernenergie zu beobachten. Hintergrund sind insbesondere die klimapolitischen Ziele vieler Staaten und die zunehmende Anerkennung der Kernenergie als CO2-arme Ergänzung zu erneuerbaren Energien. Mehrere Länder haben daher ihre Ausbauziele für die Kernenergie bis 2050 ausgeweitet; in einigen Regionen erleichtert zudem die Einordnung der Kernenergie in nachhaltige Finanzierungssysteme die Finanzierung neuer Projekte. Parallel dazu werden neue Reaktorkonzepte entwickelt. Insbesondere Small Modular Reactors (SMR) sollen durch eine modulare Bauweise eine flexiblere und teilweise kostengünstigere Errichtung ermöglichen. Reaktoren der Generation IV zielen unter anderem auf eine bessere Brennstoffausnutzung, höhere Sicherheit und eine Verringerung radioaktiver Abfälle. Daneben wurden bestehende Kernkraftwerke technisch verbessert und ihre Betriebszeiten in zahlreichen Ländern auf 60 bis 80 Jahre verlängert. Auch Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Robotik und additive Fertigungsverfahren gewinnen für Betrieb und Instandhaltung an Bedeutung. China entwickelte sich zum Standort mit den meisten wissenschaftlichen Publikationen zur Kernenergie, während Forschung aus den USA und Europa aber insgesamt einflussreicher ist.[11]
Die Europäische Kommission unterstützt die wirtschaftliche Nutzung der Kernenergie. Sie hat Pläne für eine grundlegende Überarbeitung des EU-Energiemarktes vorgestellt und hält seit 2007 Kernenergie für eine der Triebkräfte, die Europa mittels einer „dritten industriellen Revolution“ in ein kohlenstoffarmes Zeitalter führen können.[12]
Dem erneuten Ausbau stehen weiterhin hohe Investitions- und Finanzierungskosten, die Konkurrenz durch zunehmend kostengünstige erneuerbare Energien sowie gesellschaftliche und technische Fragen der Entsorgung radioaktiver Abfälle gegenüber.[11]
Entwicklung der Kernkraftwerkskapazität im Überblick
| Jahr | Reaktoren | Leistung (GW) |
|---|---|---|
| 1960 | 15 | 1 |
| 1965 | 48 | 6 |
| 1970 | 84 | 18 |
| 1975 | 169 | 70 |
| 1980 | 245 | 133 |
| 1985 | 363 | 246 |
| 1990 | 416 | 318 |
| 1995 | 434 | 341 |
| 2000 | 435 | 350 |
| 2001 | 438 | 353 |
| 2002 | 439 | 357 |
| 2003 | 437 | 360 |
| 2004 | 438 | 365 |
| 2005 | 441 | 368 |
| 2006 | 435 | 370 |
| 2007 | 439 | 372 |
| 2008 | 438 | 371 |
| 2009 | 437 | 371 |
| 2010 | 441 | 375 |
| 2011 | 435* | 369 |
| 2012 | 437* | 372 |
| 2013 | 437* | 372 |
| 2014 | 438* | 379 |
| 2015 | 441 | 383 |
| 2016 | 447 | 390 |
| 2017 | 448 | 392 |
| 2018 | 450 | 396 |
| 2019 | 443 | 391 |
| 2020 | 442 | 392 |
| 2021 | 442 | 394 |
| 2022 | 439 (422)** | 394 (378)** |
| 2023 | 412 | 370 |
| 2024 | 417 | 377 |
| 2025 | 413 | 377 |
- Nach dem GAU in Fukushima am 11. März 2011, bei dem vier Reaktoren zerstört wurden, waren zwischenzeitlich alle übrigen 50 japanischen Reaktoren vom Netz gegangen. Von 2015 bis 2019 gingen 8 Reaktoren wieder ans Netz, 21 wurden endgültig abgeschaltet und 25 waren inaktiv. Stand 2022 arbeitete die japanische Regierung daran, möglichst viele davon wieder ans Netz zu bringen.
- Seit 2022 trennt das Power Reactor Information System (PRIS) die aktiven Reaktoren und deren Leistung von denen, die im Langzeitstillstand sind. Die erste Zahl gibt die Reaktoren inkl. der im Langzeitstillstand befindlichen Reaktoren an, damit sie mit den vorherigen Jahren vergleichbar sind. Die Zahl in der Klammer gibt Reaktoren ohne die im Langzeitstillstand befindlichen Reaktoren an.
Übersicht
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weltweit nutzen 31 von 195 Staaten Kernenergie.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über alle Staaten, die Kernenergie nutzen, genutzt haben, nutzen wollen oder ein Atomprogramm begonnen und wieder abgebrochen haben (Stand: 17. Januar 2025).[1][13]
| Staat | Stromerzeugung (2024)[13] |
Reaktoren (Mai 2025)[1][13] |
Status | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TWh | Anteil | in Betrieb [Definition 1] |
abgeschaltet [Definition 2] |
im Bau [Definition 3] |
in Planung [Definition 4] |
vorgeschlagen [Definition 5] | ||
| 10,4 | 7,4 % | 3 | 0 | 1 | 1 | 1 | Bau neuer Reaktoren | |
| 14,9 | 2,3 % | 2 | 0 | 1 | 0 | 8 | Bau neuer Reaktoren | |
| 49,9 | 3,3 % | 24[14] | 0 | 7 | 12 | 28 | Bau neuer Reaktoren | |
| 6,4 | 1,7 % | 1 | 0 | 1 | 2 | 6 | Bau neuer Reaktoren | |
| 84,9 | 8,0 % | 33[15] | 27 | 2[16] | 1 | 8 | Bau neuer Reaktoren | |
| 22,8 | 16,7 % | 6 | 1 | 1 | 0 | 0 | Bau neuer Reaktoren | |
| 202,1 | 17,8 % | 36 | 11 | 4 | 14 | 36 | Bau neuer Reaktoren | |
| 17,0 | 60,6 % | 5 | 3 | 1[17] | 0 | 1 | Bau neuer Reaktoren | |
| 179,4 | 31,7 % | 26 | 2 | 2 | 2 | 0 | Bau neuer Reaktoren | |
| 49,9 | 52,0 % | 15 | 4 | 2 | 2 | 7 | Bau neuer Reaktoren | |
| 37,3 | 12,3 % | 9 | 36 | 2 | 2 | 2 | Bau neuer Reaktoren | |
| 417,5 | 4,7 % | 57 | 0 | 28 | 36 | 158 | Bau neuer Reaktoren | |
| 15,1 | 41,6 % | 2 | 4 | 0 | 2 | 0 | Planung neuer Reaktoren | |
| 81,2 | 13,4 % | 17 | 8 | 0 | 2 | 9 | Planung neuer Reaktoren | |
| 10,0 | 19,8 % | 2 | 0 | 0 | 2 | 6 | Planung neuer Reaktoren | |
| 48,7 | 29,1 % | 6 | 7 | 0 | 2 | 0 | Planung neuer Reaktoren | |
| 28,0 | 40,2 % | 6 | 0 | 0 | 1 | 3 | Planung neuer Reaktoren | |
| 15,2 | 47,1 % | 4 | 0 | 0 | 2 | 0 | Planung neuer Reaktoren | |
| 0 | 0 % | 0 | 0 | 4 | 0 | 0 | Bau erster Reaktoren | |
| 0 | 0 % | 0 | 0 | 2 | 0 | 2 | Bau erster Reaktoren | |
| 0 | 0 % | 0 | 0 | 4 | 0 | 8 | Bau erster Reaktoren | |
| 0 | 0 % | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | Planung erster Reaktoren | |
| 0 | 0 % | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | Planung erster Reaktoren | |
| 0 | 0 % | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 | Planung erster Reaktoren | |
| 0 | 0 % | 0 | 0 | 0 | 3 | 26 | Planung erster Reaktoren | |
| 0 | 0 % | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 | Planung erster Reaktoren | |
| 0 | 0 % | 0 | 0 | 0 | 2 | 2 | Planung erster Reaktoren | |
| 2,6 | 30,8 % | 1 | 1 | 0 | 0 | 1 | Betreibt Reaktoren, stabil | |
| 14,7 | 36,3 % | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 | Betreibt Reaktoren, stabil | |
| 29,7 | 41,5 % | 5 | 3 | 0 | 0 | 0 | Betreibt Reaktoren, stabil | |
| 31,1 | 39,1 % | 5 | 0 | 0 | 0 | 0 | Betreibt Reaktoren, stabil | |
| 364,4 | 67,3 % | 57 | 14 | 0 | 0 | 6 | Betreibt Reaktoren, stabil | |
| 12,0 | 4,8 % | 2 | 0 | 0 | 0 | 2 | Betreibt Reaktoren, stabil | |
| 3,4 | 2,8 % | 1 | 1 | 0 | 0 | 2 | Betreibt Reaktoren, stabil | |
| 5,6 | 35,0 % | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 | Betreibt Reaktoren, stabil | |
| 7,8 | 3,9 % | 2 | 0 | 0 | 0 | 2 | Betreibt Reaktoren, stabil | |
| 36,5 | 21,8 % | 4 | 0 | 0 | 0 | 2 | Betreibt Reaktoren, stabil | |
| 781,9 | 18,2 % | 94 | 41 | 0 | 0 | 13 | Betreibt Reaktoren, stabil | |
| 23,0 | 28,6 % | 4 | 2 | 0 | 0 | 0 | Atomausstieg geplant[18] | |
| 52,1 | 19,9 % | 7 | 3 | 0 | 0 | 0 | Atomausstieg voraussichtlich 2035[19] | |
| 0 | 0 % | 0 | 33 | 0 | 0 | 0 | Atomausstieg 2023, betreibt Forschungsreaktoren | |
| 0 | 0 % | 0 | 4 | 0 | 0 | 0 | Atomausstieg 1990, plant Wiedereinstieg[20] | |
| 0 | 0 % | 0 | 1 | 0 | 0 | 1 | Keine Kernenergienutzung seit 1999, Bau neuer Reaktoren wird erwogen | |
| 0 | 0 % | 0 | 2 | 0 | 0 | 2 | Keine Kernenergienutzung seit 2009, Bau neuer Reaktoren wird erwogen | |
| 11,7 | 4,6 % | 0 | 6 | 0 | 0 | 0 | Atomausstieg 2025, Regierung schließt Wiedereinstieg explizit nicht aus | |
| 0 | 0 % | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | Anlagenbau abgebrochen | |
| 0 | 0 % | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | Anlagenbau abgebrochen | |
| 0 | 0 % | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | Kernkraftwerk Zwentendorf betriebsbereit errichtet, nach Volksentscheid jedoch nicht in Betrieb genommen | |
| 0 | 0 % | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | Anlagenbau abgebrochen, Regierung beabsichtigt Wiedereinstieg[21] | |
| 2667 | 9 % | 439 | 215 | 62 | 88 | 349 | ||
- Definitionen
- ↑ Der Reaktor ist am Stromnetz angeschlossen.
- ↑ Der Reaktor wurde nicht in Betrieb genommen, endgültig abgeschaltet oder stillgelegt.
- ↑ Es wurde mindestens der erste Beton für den Reaktor gegossen oder es werden größere Renovierungsarbeiten am Reaktor unternommen.
- ↑ Freigabe, Finanzierung oder größere Verpflichtungen für den Reaktor wurden abgeschlossen, oder die Konstruktion des Reaktors ist zwar weit fortgeschritten, aber für unbestimmte Zeit eingestellt. Der Betrieb wird meist innerhalb von 8 bis 10 Jahren erwartet, sofern es nicht zu Verzögerungen kommt.
- ↑ Es gibt konkrete Pläne für ein Programm oder einen Standort. Es ist ungewiss, ob und wann eine Realisierung erfolgt.
| Farblegende: Die unterschiedlichen Hintergrundfarben stehen für unterschiedliche Situationen im jeweiligen Land: | |
Ägypten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mitte November 2015 unterzeichneten der Direktor der russischen Atomenergiebehörde Rosatom, Sergej Kirienko, sowie der amtierende ägyptische Energieminister Mohammad Schaker in Kairo einen Vertrag zum Bau von vier 1200-Megawatt-Reaktoren am Mittelmeer in der Region El Dabaa im Norden des Landes.[22] Ein zweiter Vertrag wurde über einen Kredit mit 35 Jahren Laufzeit für die Finanzierung des Kraftwerk-Baus geschlossen.[23] Seit 2022 befindet sich Block 1 des Kraftwerks El Dabaa im Bau, der Baubeginn der anderen drei erfolgte im Zeitraum bis Januar 2024.[24][25]
Argentinien
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Argentinien bezieht etwa sechs Prozent seiner Elektrizität aus insgesamt drei Kernkraftwerksblöcken – Atucha 1 (seit 1974), Atucha 2 (seit Juni 2014) und Embalse (seit 1983). Im September 2014 unterzeichneten Vertreter der argentinischen und chinesischen Regierung einen Rahmenvertrag für den Bau eines vierten Reaktorblocks am Standort Atucha.[26] Das Land besitzt außerdem noch einige Forschungsreaktoren und exportiert Kerntechnik.
Armenien
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In Armenien gibt es einen aktiven Druckwasserreaktor vom sowjetischen Typ WWER-440/270 im Kernkraftwerk Mezamor. 2021 wurde der Reaktor modernisiert, damit er 10 Jahre länger als ursprünglich geplant bis 2026 laufen kann.[27] Es bestehen Planungen für einen Neubau, der im Frühjahr 2009 international ausgeschrieben wurde. Hierzu wurden 2010 und 2020 Verträge mit Russland unterschrieben, jedoch bis April 2026 noch nicht mit dem Bau begonnen.[28][29]
Australien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Australien verfügt über etwa 40 % der weltweiten Reserven von Uranerz und ist einer der größten Exporteure von Uranerz.
Der Staat betrieb von 1958 bis 2007 einen Forschungsreaktor High Flux Australian Reactor (HIFAR) mit 10 MW thermischer Leistung, als Nachfolger arbeitet seit 2006 der Open Pool Australian Lightwater Reactor (OPAL) mit 20 MW.
Als erstes und bisher einziges war das kommerzielle Kernkraftwerk Jervis Bay mit einer elektrischen Leistung von 500 bis 600 MW geplant; es wurde jedoch nicht gebaut. In den amtlichen Meldungen der IAEA sind keine Angaben zu Kernkraftwerken in Australien zu finden (Stand Juni 2011).[1]
Der 2007 abgewählte konservative Ministerpräsident John Howard befürwortete die Nutzung der Kernenergie, um die Produktion von Treibhausgasen zu reduzieren, allerdings hatte Australien unter Howard nicht das Kyoto-Protokoll ratifiziert, dies war eine der ersten Amtshandlungen seines Nachfolgers. Die damalige Regierung hatte vorgeschlagen, 25 Kernreaktoren zu bauen. Die nachfolgende Labor-Regierung unter Ministerpräsident Kevin Rudd lehnte den Bau von Kernkraftwerken im eigenen Land ab.[30]
Bangladesch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bau eines Kernkraftwerks im Westen von Bangladesch wurde bereits 1961 vorgeschlagen.[31] Im Dezember 2015 unterzeichnete Bangladesch einen Vertrag mit Russland zum Bau des Kernkraftwerks Ruppur mit zwei 1200 MW Reaktoren. Der Bau begann im November 2017 und war Anfang 2024 weit fortgeschritten. Der erste Reaktor sollte nach erfolgreichen Druckprüfungen Anfang 2025 zeitnah in Betrieb gehen. Dieser Termin hat sich verzögert, im Juli 2026 waren beide Reaktoren laut PRIS noch im Bau.[32][33] Am 29. Mai 2013 erklärte der Premierminister von Bangladesch, dass ein zweites 2-GW-Kraftwerk im Süden des Landes gebaut werden solle. Im Jahr 2019 standen noch mehrere Standorte in der Küstenregion am Golf von Bengalen zur Auswahl.[31]
Belarus
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Belarus betreibt das Kernkraftwerk Belarus mit zwei Blöcken von jeweils 1.200 MW an der Grenze zu Litauen. Mit dem KKW-Bau sollte ursprünglich 2009 begonnen werden, der Vertrag wurde jedoch erst am 18. Juli 2012 unterschrieben. Am 3. Oktober 2014 hat die russische Regierung dafür Belarus einen Kredit in Höhe von bis zu zehn Milliarden Euro gewährt.
Der russische Kernkraftwerkbauer Atomstroyexport errichtete zwei Reaktoren mit einer Leistung von etwa 1.100 Megawatt Nettoleistung. Block 1 ging am 10. Juni 2021 und Block 2 am 1. November 2023 in den kommerziellen Betrieb. Die Anlage könnte den kompletten Strombedarf des Staates decken. Es existieren Pläne für einen dritten Reaktor, durch den Belarus dann auch erstmals Strom ins Ausland exportieren könnte. Der Staatspräsident Aljaksandr Lukaschenka erklärte er wolle ein weiteres Kernkraftwerk im Osten des Staates bauen lassen.[34]
Belgien
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Stand Dezember 2025 werden in Belgien an zwei Standorten insgesamt zwei Reaktorblöcke mit einer installierten Nettogesamtleistung von 2076 MW betrieben, sechs Reaktoren wurden stillgelegt.[35][36] Ein Atomausstiegsbeschluss aus dem Jahr 2003 wurde im Mai 2025 aufgehoben und eine Verlängerung der Laufzeit von 2035 auf 2045 beschlossen.[37][38][39] Im April 2026 einigten sich Regierung und der Betreiber auf einen Stopp des Rückbaus der Reaktoren und Verhandlungen über eine staatliche Übernahme.[40] Zusätzlich plant die Regierung den Bau neuer Reaktoren.[37]
Brasilien
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Brasilien hat zwei aktive Kernreaktoren im Kernkraftwerk Angra. Dort werden etwa vier Prozent des inländischen Stromes – pro Jahr etwa 13.000 Gigawattstunden – produziert. Seit 1984 ist ein dritter Reaktor am gleichen Standort im Bau, zwischen 1986 und 2010 waren die Arbeiten pausiert. Der kommerzielle Betrieb war zwischenzeitlich für 2016 vorgesehen, aber im September 2014 wurde der Bau erneut pausiert. Die Regierung kündigte 2021 den Bau eines vierten Reaktors bis 2031 an.[41][42] Im November 2021 verschob sie die Fertigstellung von Reaktor 3 auf 2026–27. Im Februar 2022 beschloss das Konsortium, das den Reaktor fertig bauen will, den Betriebsstart für das Jahr 2026.[43]
Bulgarien
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Bulgarien betreibt zwei von ursprünglich sechs aktiven Kernreaktoren am Standort Kosloduj. Vier Blöcke wurden als Bedingung für den EU-Beitritt abgeschaltet. Bereits 1984 wurde mit dem Bau des Kernkraftwerks Belene begonnen, der Bau nach der Wende aber abgebrochen. Zwischenzeitlich sollten die Reaktorblöcke durch RWE und russische Investoren fertiggestellt werden. Am 3. September 2008 fand der erste Spatenstich zum 2000-Megawatt-Kraftwerk Belene statt. Das neue bulgarische Kernkraftwerk sollte zwei WWER-1000/446B Reaktoren der dritten Generation nach russischer Bauart umfassen.[44] Nach der Parlamentswahl am 5. Juli 2009 und dem damit verbundenen Regierungswechsel stoppte die neue, konservative Regierung den Bau von Belene. Hintergrund war, dass Bulgarien in der Energiepolitik nicht von Russland abhängig werden solle und das Kernkraftwerk aus eigenen Mitteln nicht finanzieren könne und wolle.[45][46][47] Im Jahr 2022 wurde bekannt, dass Bulgarien den Bau neuer Reaktoren am Standort Kosloduj plant.[48] Bulgarien setzt dabei auf die USA, bleibt aber weiter auf Ersatzteile aus Russland angewiesen.[49]
China
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China hat seine Kernenergiekapazitäten seit Beginn des 21. Jahrhunderts schneller ausgebaut als jedes andere Land. Anfang des dritten Quartals 2024 waren 58,1 GW Kernkraftleistung in Betrieb, womit China nach den Vereinigten Staaten und Frankreich über die drittgrößte installierte Kernkraftkapazität verfügte. Aufgrund des sehr hohen gesamten Stromverbrauchs und der weiterhin dominierenden Kohleverstromung trug die Kernenergie 2023 allerdings nur rund 5 % zur chinesischen Stromerzeugung bei.[50]
Der Ausbau soll weiter beschleunigt werden. Die Regierung verfolgt damit unter anderem das Ziel, den weiter steigenden Strombedarf zu decken, die Abhängigkeit von Kohle zu verringern und den CO2-Ausstoß bis spätestens 2030 zu stabilisieren sowie bis 2060 CO2-Neutralität zu erreichen.[50]
China entwickelt dabei zunehmend eigene Reaktortechnologien. Neben dem Einsatz von Generation-III-Reaktoren wie dem Hualong One ging Ende 2023 mit dem HTR-PM der weltweit erste kommerziell betriebene Reaktor der Generation IV ans Netz, der als kleiner modularer Hochtemperaturreaktor konzipiert ist.[50] Das Land weist weltweit die höchste Zahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen zu Kernenergie und kernenergiebezogenen Strategien auf und hat sich damit zu einem führenden Forschungsstandort in diesem Bereich entwickelt. Hinsichtlich der wissenschaftlichen Rezeption seiner Veröffentlichungen liegen jedoch andere Länder, wie das Vereinigte Königreich oder Malaysia, vor China.[11]
Der Ausbau ist allerdings nicht uneingeschränkt. Der Staat plante bis 2020 Kernkraftwerke mit einer installierten Leistung von 58 GW zu bauen. Aufgrund von Problemen mit den komplexen Reaktortypen EPR und AP1000, wurde mit ca. 46,5 GW Nettoleistung im Dezember 2020 dieses Ziel deutlich verfehlt.[51] Nach der Katastrophe von Fukushima wurde der Bau neuer Kernkraftwerke im Landesinneren ausgesetzt und der Schwerpunkt auf Küstenstandorte verlagert. Infolgedessen wurden zahlreiche geplante Projekte aufgegeben; die stillgelegte oder nicht weiterverfolgte Kernkraftkapazität betrug rund 200 GW. Gleichzeitig entstehen in China rund zwei Drittel der weltweit im Bau befindlichen großen Solar- und Windkraftkapazitäten. Deren weiterer Ausbau und Fortschritte bei Batterie-Speicherkraftwerken könnten den Bedarf an zusätzlichen Kernkraftwerken künftig begrenzen.[50]
Dänemark
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Dänemark entschied sich 1985 mit einem Parlamentsbeschluss[52] gegen die Nutzung der Kernenergie. Auseinandersetzungen gab es um ein Endlager für den nuklearen Abfall aus drei kleinen, stillgelegten Versuchsreaktoren[53] im Laboratorium Risø, die zwischen 1957 und 1960 in Betrieb gingen und 2002 bis 2003 stillgelegt wurden.[54] 2026 stammten etwa 90 Prozent des im Land erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien, der Rest aus dem Einsatz von Gas und Kohle.[55]
2025 kündigte Energieminister Lars Aagaard an, dass sich die Regierung mit modularen Atomkraftwerken befassen werde. Unterstützt wurde er durch den ehemaligen Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmussen, der das Atomkraftverbot aus den 1980ern als „lächerlich“ bezeichnete. Aufgrund der Volatilität von Wind- und Sonnenergie solle man Kernkraft als nicht-fossile als Lösung für die Abdeckung der Grundlast nicht ausschließen.[56] 2026 bestätigte Minister Aagaard, dass Kernkraft ein Mittel zur Loslösung der Abhängigkeit Europas von Öl- und Gaslieferungen Russlands und anderer Länder sei.[57]
Deutschland
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Der Anteil der Kernenergie am Strommix in Deutschland lag in den 1990er-Jahren noch bei rund 30 %. Nachdem die damalige Bundesregierung im Jahr 2011 endgültig den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen hatte, der von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen wurde,[58] ging die Stromerzeugung aus Kernenergie kontinuierlich zurück und lag 2022 bei nur noch 6,5 %. Am 15. April 2023 wurden mit Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim 2 die letzten deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet. Im Juni 1961 hatte das Versuchsatomkraftwerk Kahl erstmals Strom aus Kernenergie in das westdeutsche Verbundnetz eingespeist; fünf Jahre später folgte mit dem Kernkraftwerk Rheinsberg das erste wirtschaftlich genutzte Kernkraftwerk der DDR. Insgesamt wurden 37 Reaktoren kommerziell betrieben, der überwiegende Teil davon waren Druck- und Siedewasserreaktoren. Die sechs Jahrzehnte der Kernkraftnutzung waren dabei zunächst von Euphorie, später zunehmend von Skepsis und Ablehnung geprägt.[59]
Die westdeutschen Anlagen und die dort etablierte Sicherheitskultur genossen international hohes Ansehen. Meldepflichtige Ereignisse mit erheblicher sicherheitstechnischer Bedeutung waren vergleichsweise selten; keines wurde auf der INES-Skala als Stufe 3 oder höher eingestuft. Auch die drei zuletzt betriebenen Konvoi-Anlagen erreichten mit deutlich über 90 % eine hohe Verfügbarkeit gegenüber einem internationalen langjährigen Durchschnitt von etwa 80 bis 85 %. Reaktoren deutschen Designs wurden in Argentinien und Brasilien sowie in der Schweiz, Spanien und den Niederlanden errichtet.[59]
Estland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Estland wollte sich mit den anderen baltischen Staaten sowie Polen am Kernkraftwerk Visaginas an der belarussisch-litauischen Grenze beteiligen. Im Februar 2021 gab die estnische Firma Fermi Energia Pläne zum Bau eines modularen Kernreaktors mit unter 300 MW Leistung etwa 100 Kilometer östlich von Tallinn bekannt.[60] Im Juni 2024 verabschiedete das estnische Parlament eine Resolution für eine gesetzliche Regelung der Nutzung und Sicherheit von Kernenergie. Zudem soll eine Behörde zur Überwachung des sicheren Betriebs von Anlagen geschaffen werden. Als Ziel wurde eine kostengünstige und klimaneutrale Energieversorgung genannt.[61]
Finnland
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In Finnland werden fünf Reaktoren an zwei Standorten betrieben.[62] Der neueste Reaktor nahm am 16. April 2023 den Betrieb auf.[63] Seitdem erzeugt Finnland rund 47 % seines Stroms (3,9 GW von 8,2 GW) aus Kernenergie.
Frankreich
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Frankreich verfügt mit 57 Kernkraftwerksblöcken über eine der weltweit größten Kernenergiekapazitäten. 2024 stammten mehr als 65 % der französischen Stromerzeugung aus Kernenergie, womit Frankreich den weltweit höchsten Anteil der Kernenergie am Strommix aufwies.[64] Der hohe Kernenergieanteil trägt zu einer vergleichsweise niedrigen CO2-Intensität der Stromerzeugung bei. Die lebenszyklusbezogenen Treibhausgasemissionen der französischen Stromerzeugung liegen bei weniger als einem Zehntel des weltweiten Durchschnitts.[65] Frankreich ist zudem seit 1980[66] mit Ausnahme des Jahres 2022 Nettoexporteur von Strom und der größte Stromexporteur Europas.[67]
Die französische Energiepolitik setzt weiterhin auf die Kernenergie zur Dekarbonisierung der Stromversorgung. Die ursprünglich geplante Reduzierung ihres Anteils auf unter 50 % wurde 2023 aufgegeben. Stattdessen soll die Kernkraftkapazität deutlich ausgebaut werden. Vorgesehen sind unter anderem sechs EPR-2-Reaktoren an den Standorten Penly, Gravelines und Bugey; weitere Reaktoren sind als Option vorgesehen. Am Standort Flamanville ging Ende 2024 mit Flamanville 3 erstmals seit langer Zeit wieder ein neuer französischer Leistungsreaktor ans Netz. Der Bau war allerdings von erheblichen Verzögerungen und Kostensteigerungen geprägt. Auch bei der Laufzeit bestehender Anlagen wird auf eine weitere Nutzung gesetzt; eine gesetzlich festgelegte maximale Betriebsdauer besteht nicht, vielmehr werden die Reaktoren regelmäßig sicherheitstechnisch überprüft.[64]
Daneben entwickelt Frankreich Small Modular Reactors (SMR). Das ursprünglich als NUWARD bezeichnete Konzept wurde 2024 grundlegend überarbeitet und soll nun stärker auf bewährten Technologien der dritten Generation basieren und rund 400 MW leisten.[64]
Die Verfügbarkeit der französischen Kernkraftwerke lag über längere Zeit vergleichsweise niedrig. Nach dem historischen Tief der Stromerzeugung 2022 erholte sie sich wieder. Ursachen für die zeitweisen Ausfälle waren insbesondere umfangreiche Wartungs- und Modernisierungsarbeiten, zusätzliche Sicherheitsanforderungen nach Fukushima, pandemiebedingte Verzögerungen sowie ab 2021 festgestellte Spannungsrisskorrosion.[68] Im Sommer wird die Erzeugung zudem durch hohe Kühlwassertemperaturen und Umweltauflagen teilweise eingeschränkt.[69]
Kritiker argumentieren, dass Frankreichs umfangreiches Kernenergieprogramm Überkapazitäten geschaffen habe, wodurch Stromüberschüsse exportiert oder etwa durch elektrische Heizsysteme im Inland genutzt werden müssen. Dies gilt als wirtschaftlich ineffizient und ökologisch nachteilig, da Kernkraftwerke nur begrenzt zur Deckung von Spitzenlasten geeignet sind. Zugleich hat die Kernenergie zu vergleichsweise niedrigen Strompreisen beigetragen, was Verbrauchern zugutekommt, aber auch einen höheren Stromverbrauch begünstigen kann. Frankreich weist international einen relativ hohen Pro-Kopf-Stromverbrauch auf.[70]
Ghana
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ghana deckt zurzeit 65 Prozent des Elektrizitätsbedarfs mittels Wasserkraft. Nach einer Dürre kam es von 2006 bis 2007 zu einem schwerwiegenden Elektrizitäts-Versorgungsengpass. Vor dem Hintergrund hoher Ölpreise, Verzögerungen beim Gas-Pipelinebau zur Nutzung nigerianischen Erdgases und Zweifeln an der Zuverlässigkeit Nigerias als Gaslieferant wurde 2007 vom ghanaischen Kabinett der Bau eines Reaktors angekündigt. Im Jahr 2022 beschloss die Regierung die Errichtung eines Kernkraftwerks mit 1 GW Leistung, der Vertrag sollte 2024–26 unterzeichnet werden.[71]
Griechenland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ende 1976 beschloss das griechische Parlament die Errichtung eines Kernkraftwerks und bewilligte Mittel zur Planung um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. 1983 wurden die Planungen eingestellt, nachdem keine zufriedenstellenden Antworten auf die Frage der Sicherheit bei See- und Erdbeben gegeben werden konnten. Der Forschungsreaktor auf dem Gelände des NCSR Demokritos wurde heruntergefahren.
Indien
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Indien betreibt (Stand: März 2025) 21 Reaktoren mit zusammen 7.550 MWel, sechs Kernreaktoren sind im Bau.[72][13] Zukünftig sollen auch Flüssigsalzreaktoren (liquid fluoride thorium reactor) gebaut werden.
Indonesien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Indonesien kündigte 2021 an, nach 2025 mit dem Bau eines Kernkraftwerks zu beginnen.[veraltet][73] Im Vorfeld hatte die nationale Kernenergiebehörde BATAN zu Forschungszwecken Versuchsreaktoren in den Städten Bandung, Serpong und Yogyakarta betrieben.[74]
Iran
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das iranische Atomprogramm reicht zurück bis in die 1950er Jahre. Mehrere kerntechnische Anlagen sind im Betrieb. Der erste Reaktor des Kernkraftwerk Buschehr ging im August 2010 in Betrieb.[75] Iran wird von westlichen Staaten mit Sanktionen belegt, weil es begleitend zur friedlichen Nutzung der Kernenergie in der Atomanlage Natanz Uran im industriellen Maßstab anreichert (was der damalige Präsident Mahmud Ahmadineschad am 9. April 2007 verkündete), offenbar für Atomwaffen (siehe auch Atommacht).
Irland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Irland wurde seit 1968 das erste Kernkraftwerk geplant; es sollte in Carnsore Point im County Wexford gebaut werden. Zunächst war lediglich ein Reaktor geplant, später vier. Den Plan gab man nach starken Protesten irischer Atomkraftgegner Ende der 1970er Jahre auf. Irland hat seitdem keine Kernkraftwerke betrieben. Um von fossilen Energieträgern loszukommen, ist seit 2015 wieder der Bau von Kernkraftwerken im Gespräch, beispielsweise am Standort des Kohlekraftwerks Moneypoint.[76][77]
Israel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Israel darf kein Kernkraftwerk betreiben, weil es eine Überwachung seiner Nuklearanlagen durch die IAEA nicht zulassen will. Von 2007 bis 2011 plante es den Bau eines 2000-Megawatt-Kernkraftwerks in der Wüste Negev.[78][79]
Italien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Italien betrieb zwischen 1964 und 1990 insgesamt vier Kernkraftwerke mit einer Gesamt-Nettoleistung von 1423 MW. Zwei weitere waren im Bau, wurden aber nicht fertiggestellt. Nach einer Volksabstimmung wurden bis 1990 alle Kernkraftwerke stillgelegt. Die Regierung Giorgia Meloni kündigte im Mai 2024 mit Verweis auf Klimaschutzziele eine Gesetzesänderung für einen Wiedereinstieg an.[80][20]
Japan
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Japan hatte vor 2011 in 17 Kernkraftwerken bis zu 30 % seines Strombedarfs erzeugt. Aufgrund der Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 wurden aus Sicherheitsgründen zeitweise alle Reaktoren heruntergefahren. Seitdem erholt sich die nukleare Stromproduktion langsam wieder, mit einem Anteil von rund 10 % im Jahr 2024. Stand 2026 waren die Reaktivierung weiterer Reaktoren und der Zubau neuer Kraftwerke geplant, um langfristig wieder einen hohen Kernenergieanteil zu ermöglichen.[81]
Jordanien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Jordanische Atomenergiekommission gab 2009 den geplanten Bau von fünf Kernreaktoren bekannt, die 2020 ans Netz gehen sollten, bis April 2025 war jedoch kein Baustart erfolgt.[82] Stattdessen wird jedoch der Einsatz kleiner modularer Reaktoren in Erwägung gezogen.
Kanada
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Kanada betreibt seit 1970 Kernkraftwerke und setzt dabei ausschließlich auf seinen selbst-entwickelten CANDU-Reaktor, der mit nicht-angereichertem Natururan und schwerem Wasser arbeitet. 17 aktive Reaktoren trugen Stand April 2026 14 % zur Stromerzeugung des Landes bei, fast alle im Bundesstaat Ontario.[83][84]
Kasachstan
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aqtau, das bisher einzige Kernkraftwerk des Landes, wurde von 1973 bis 1999 betrieben. Seit 1998 waren verschiedene Neubauprojekte in Planung, wie z. B. der Bau von bis zu sechs Reaktoren des Typs WWER-640/WPBER-600 im Norden des Staates am Balchaschsee.[85] Ein Baubeginn verzögerte sich jedoch immer wieder.[86][87]
Am 6. Oktober 2024 stimmte in einem Referendum eine Mehrheit von 71 % für den Bau eines neuen Kernkraftwerks.[88]
Kenia
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im September 2010 gab der damalige Energieminister Patrick Nyoike bekannt, Kenia wolle bis 2017 ein Atomkraftwerk mit einer Leistung von 1000 MW errichten. Dieses solle mit südkoreanischer Technologie errichtet werden und etwa 3,5 Milliarden US-Dollar kosten.[89] Mit Stand September 2016 war eine Inbetriebnahme für 2027 geplant.[90] Im Jahr 2023 wurde ein Baubeginn im Jahr 2027 angekündigt,[91] Kenia erzeugte seinen Strom 2010 zu etwa 65 % aus Wasserkraft. Trockenperioden, großflächige Abholzung von Wäldern und andere Faktoren haben den Anteil von Wasserkraft reduziert.[92]
Kroatien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kroatien betreibt gemeinsam mit Slowenien ein Kraftwerk, das Kernkraftwerk Krško. Dieses wurde Ende der 1970er Jahre, zur Zeit Jugoslawiens, errichtet und befindet sich zu jeweils 50 % im Eigentum der Energieversorger der beiden Staaten. Es befindet sich in Krško, auf slowenischem Boden. Das Kernkraftwerk deckt etwa 15 % des kroatischen und etwa 25 % des slowenischen Strombedarfs. Es gab Pläne für den gemeinsamen Bau eines weiteren Kernkraftwerks in Kooperation mit Albanien, auf albanischem Boden.[93] Auch wurden die Möglichkeiten zum Bau eines weiteren Reaktors in Krško erörtert. Jedoch lagen 2011 oder früher alle Vorhaben diesbezüglich auf Eis, da sich Kroatien vermehrt auf regenerative Energien fokussieren wollte.
Lettland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lettland verfügt über keine eigenen Kernkraftwerke, es hatte die Absicht, sich an einem geplanten Kernkraftwerks-Neubau der baltischen Staaten (Kernkraftwerk Visaginas) zu beteiligen, um sich von russischen Energie-Lieferungen unabhängig zu machen. Diese Planungen wurden nach einem Referendum, bei dem sich 2/3 der litauischen Bevölkerung gegen das Projekt entschieden, gestoppt.[94]
Litauen
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Der erste Block des Kernkraftwerks Ignalina ging 1983 in Betrieb, als Litauen noch Teil der Sowjetunion war. Block zwei folgte 1987. Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme waren die beiden Blöcke mit einer Bruttoleistung von je 1500 MW die leistungsstärksten der Welt, später wurde die Leistung auf je 1360 MW gesenkt. Zwei weitere Blöcke waren geplant, sie wurden jedoch nicht realisiert. Im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion fiel das Kernkraftwerk 1991 an den nun souveränen Staat Litauen. In der Folge besaß Litauen neben Frankreich den größten Atomstromanteil aller Staaten weltweit. Im Rahmen des EU-Beitritts 2004 beschloss das litauische Parlament im Mai 2000 die Stilllegung des Kernkraftwerks. Block eins ging daraufhin Ende 2004 von Netz, Block zwei folgte Ende 2009. Eine Volksbefragung im Oktober 2008 zur Laufzeitverlängerung des zweiten Blocks erlangte keine Gültigkeit, weil das nötige Beteiligungsquorum verfehlt wurde. Gemeinsam mit Estland und Lettland – Polen stieg im Dezember 2011 aus den Planungen aus – plante Litauen den Bau eines neuen Kernkraftwerks neben dem bisherigen, das Kernkraftwerk Visaginas.[95] Nach der Parlamentswahl im Oktober 2012, bei der die kernkraftkritischen Oppositionsparteien gewannen, und einer parallel abgehaltenen Volksbefragung, bei dem 64,8 % der Abstimmenden gegen das Kraftwerk stimmten, standen die Pläne vor dem Aus.[96] Am 12. November 2012 sagte der damalige litauische Ministerpräsident Andrius Kubilius den Bau des AKW ab.[97] Im Juli 2014 unterzeichneten Hitachi und das litauische Energieministerium eine Absichtserklärung bezüglich der Gründung eines Zwischenprojekts zur Realisierung der Anlage.[98]
Malaysia
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im November 2024 gab Wirtschaftsminister Rafizi Ramli eine Aufnahme von Kernenergie als Option für eine klimaneutrale Stromversorgung im nächsten Wirtschaftsplan bekannt. Die zuständigen Ministerien seien mit der Schaffung der notwendigen rechtlichen Rahmenbedingungen beauftragt. Als Begründung nannte Ramli die Verfolgung von Klimaschutzzielen, eine hohe Versorgungssicherheit und vorhersagbare Betriebskosten durch den geringen Brennstoffbedarf.[99]
Mexiko
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In Mexiko gibt es ein Kernkraftwerk mit zwei Reaktoren, Laguna Verde am Golf von Mexiko. Die beiden Reaktoren wurden 1990 und 1995 gegen den Protest der Bevölkerung in Betrieb genommen. 2005 wurde von der Regierung beschlossen, das Kernkraftwerk stillzulegen, ohne hierfür einen Termin bekannt zu geben.[100] 2007 wurde beschlossen, die Leistung der beiden Reaktoren bis 2010 um etwa 20 Prozent zu erhöhen.[101]
Namibia
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Namibia gab es vor 2011 (Fukushima) Pläne einzelner Politiker, mit russischer und finnischer Hilfe ein Kernkraftwerk zu errichten und zu betreiben.
Anlässe für die Planungen waren eine Knappheit an Elektrizität, die große Abhängigkeit von Nachbarstaaten sowie die großen Uranvorkommen in Namibia (viertgrößter Uranproduzent der Erde). 2009 wurde eine Atomenergiebehörde (englisch Atomic Energy Board[102]) eingerichtet. Anfang 2011 wurde erstmals das Jahr 2018 zur Inbetriebnahme genannt.[103] Die Pläne galten als kaum realisierbar.[104]
Im September 2014 erteilte das zuständige Ministerium für Bergbau und Energie den Plänen eine Absage.[105]
Neuseeland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Neuseeland betrieb einen einzigen Forschungsreaktor von 1962 bis 1981.[106] Seit 1984 dürfen keine nuklear betriebenen oder bewaffneten Schiffe in Neuseeland anlegen. 1987 verabschiedete das Parlament Neuseelands den New Zealand Nuclear Free Zone Disarmament and Arms Control Act. Dieser verbietet die Stationierung von Atomwaffen und das Befahren neuseeländischer Gewässer mit atomgetriebenen Schiffen.[107] Stationäre zivile Kernkraftwerke sind hierdurch nicht verboten, wurden aber bisher nicht errichtet.
Niederlande
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Neben dem inzwischen stillgelegten kleinen Kernkraftwerk Dodewaard betreiben die Niederlande seit 1973 das Kernkraftwerk Borssele mit einer Nettoleistung von 482 MW, das rund 3,4 % der Stromversorgung bereitstellt. Ende 2022 gab die Regierung bekannt, bis 2035 zwei weitere Kernkraftwerke in der Provinz Zeeland zu errichten, sowie mehrere Mini-KKW in der Provinz Limburg.[108][109][110] Auf der UN-Klimakonferenz in Dubai 2023 unterzeichneten die Niederlande eine Erklärung von 24 Ländern, die vorsieht, die Kernenergie bis 2050 zu verdreifachen.[111]
Nordkorea
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Nordkorea waren in der kerntechnischen Anlage Nyŏngbyŏn zwei Kernreaktoren in Betrieb. Am 27. Juni 2008 begann man durch die Sprengung des Kühlturms mit dem Abriss der Anlage. Der Kernreaktor wurde als maßgeblich für das nordkoreanische Kernwaffenprogramm gesehen.
Des Weiteren war das Kernkraftwerk Kŭmho mit zwei Druckwasserreaktoren geplant. Im August 2002 wurde mit dem Bau des ersten Reaktors begonnen, der aber im Dezember 2003 wieder abgebrochen wurde. Zuvor waren am selben Standort vier WWER-640 geplant gewesen. Anfang der 1990er Jahre wurde begonnen, die Kerntechnische Anlage T’aech’ŏn mit einem Magnox-Reaktor zu bauen, der vermutlich zur Produktion von Plutonium für Kernwaffen dienen sollte. Dieses Vorhaben wurde offiziell aufgegeben.
Norwegen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Norwegen betrieb von 1951 bis 2019 vier Forschungsreaktoren, welche aber nicht zur Stromerzeugung gedacht waren. Im Juni 2024 richtete die norwegische Regierung eine Kommission zur Prüfung des Einsatzes von Kernenergie für eine emissionsarme und stabile Stromversorgung ein. Ein Abschlussbericht vom April 2026 riet von einem sofortigen Einstieg und staatlichen Interventionen ab und empfahl stattdessen, sich durch den Aufbau von Kompetenz auf einen möglichen Einstieg ab 2050 vorzubereiten.[112] Zuvor hatte das Unternehmen Norsk Kjernekraft mit drei Gemeinden Machbarkeitsstudien für die Errichtung von Kraftwerken vereinbart. Vorausgegangen war 2023 eine mit Rolls-Royce SMR unterzeichnete Absichtserklärung über eine mögliche Zusammenarbeit beim Bau von Kraftwerken.[113] Für den Standort Vardø im Nordosten des Landes wurde 2024 ein formelles Verfahren zum Bau eines 600 MW SMR-Kraftwerks eingereicht.[114][115] Daneben untersucht Norsk Kjernekraft auch die Standorte Øygarden bei Bergen, Aure, Heim und Narvik.[116] In Norwegen wird der Einstieg in die Kernenergie seit 2021 auch von der grünen Partei MDG unterstützt.[117]
Österreich
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Österreich nahm sein einziges, in Niederösterreich errichtetes Kernkraftwerk Zwentendorf nie in Betrieb, da die Inbetriebnahme im November 1978 durch eine Volksabstimmung abgelehnt wurde. In weiterer Folge wurden noch im Dezember 1978 das Atomsperrgesetz und 1999 das Bundesverfassungsgesetz für ein atomfreies Österreich verabschiedet.[118] Am 9. Juli 1997 beschloss das österreichische Parlament einstimmig, die Anti-Atom-Politik des Landes fortzusetzen.
Heute setzt sich Österreich auch in der Außenpolitik gegen Kernkraft ein, unter anderem gegenüber der Tschechischen Republik und gegen die Europäische Atomgemeinschaft der EU. Im April 2012 kündigten die österreichischen Energieversorger an, auf den Import von Atomstrom für Privatkunden ab 2013 und für Industriekunden ab Ende 2015 verzichten zu wollen. Ab Anfang 2015 sollte in Österreich nach Berichten der taz ein gesetzliches Importverbot für Atomstrom gelten.[119] Mit Stand 2023 wird allerdings nach wie vor Atomstrom importiert.[120][121]
Pakistan
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Philippinen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf den Philippinen wurde 2004 von Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo eine neue Energieleitlinie vorgeschlagen. Diese sah eine stärkere Nutzung der heimischen Öl- und Gasreserven vor, ebenso die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien, unter anderem Kokos-Diesel. Außerdem sollten mit Saudi-Arabien, China, Russland und weiteren asiatischen Staaten Handelsgesellschaften gebildet werden. Das 1984 fertiggestellte, aber bisher (2025) nicht in Betrieb genommene Kernkraftwerk Bataan[122] sollte unter Umständen in ein Gaskraftwerk umgebaut werden.
Das KKW war ein Projekt von Präsident Ferdinand Marcos. Nach dessen Sturz im Februar 1986 stoppte seine Nachfolgerin Corazon Aquino den Bau des zu 98 Prozent fertiggestellten Atomreaktors aus Sicherheitsgründen; die Philippinen gehören (wie Java) zum pazifischen Feuerring, einer tektonisch sehr unruhigen Region mit vielen Erdbeben und Vulkanen. Die Region Bataan wird dominiert von den Vulkanen Mariveles, Natib und Pinatubo. Letzterer brach am 12. Juni 1991 nach 611 Jahren Inaktivität aus (dem vorausgegangen waren Erdbeben z. B. der Stärke 7,8). Der Standort des Kernkraftwerks liegt im möglichen Einzugsbereich eines pyroklastischen Stroms des Natibs.[122]
Im Dezember 2020 wurde eine Expertengruppe der Internationalen Atomenergiebehörde von der philippinischen Regierung eingeladen, die nukleare Infrastruktur des Landes zu überprüfen. Energieminister Alfonso Cusi wurde mit den Worten zitiert, die Mission werde dazu beitragen, die Kernenergie endlich in den Energiemix des Landes aufzunehmen.[123] Die schwachen Stromnetzverbindungen zwischen den über 1000 bewohnten Inseln des philippinischen Archipels würden eine Herausforderung für eine eventuelle Atompolitik darstellen. Die Investitionsruine Bataan liegt in der Nähe von Manila, dem Ort mit dem größten Strombedarf, und ist daher eine Option für die Wiederaufnahme oder den Neubau eines Kraftwerks.[21]
Polen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Polen wurde 1990 der Bau von zwei begonnenen und zwei geplanten Reaktoren des Kernkraftwerk Żarnowiec aufgrund von Protesten eingestellt.
Nachdem Donald Tusk im November 2007 Premierminister wurde, beschloss seine Regierung einen grundlegenden Wechsel in der Energiepolitik, hin zur Kernenergie. Hierzu sollten zunächst zwei neue Kernkraftwerke gebaut werden, als Teil eines Energie-Aktionsplans, bei dem angestrebt wurde, Polens Abhängigkeit von Kohle zu vermindern und die Abhängigkeit von Energieimporten aus Russland zu reduzieren. Auch die hohen Energiepreise 2008, als der Ölpreis vor dem Ausbrechen der Wirtschaftskrise 2008/2009 kurzzeitig 150 Dollar pro Barrel erreichte, und der russisch-belarussische Energiestreit sowie der russisch-ukrainische Gasstreit waren weitere Motivationen.[124][125]
Die polnische Regierung erstellte 2010 eine Rangliste von 27 potentiellen Standorten für Atomkraftwerke.[126] Als bester Standort wurde weiterhin Żarnowiec angesehen. Einige der Standorte liegen an der Oder, grenznah zu Deutschland. Die Inbetriebnahme der ersten beiden Kernkraftwerke, die zusammen rund 100 Milliarden Złoty (Dezember 2011: 22,2 Milliarden Euro) kosten sollten,[127] war zunächst für 2020 geplant.[128] Im Sommer 2010 gab die Regierung eine Verzögerung bei der Planung bekannt:[129] Das erste Atomkraftwerk sollte danach erst 2022 in Betrieb gehen, das zweite 2023.[130] Ende Mai 2011 stellte der Wirtschaftsminister im Hinblick auf den deutschen Atomausstieg und die Nuklearkatastrophe von Fukushima die Planung der zwei Atomreaktoren in Frage.[131] Im Juni 2013 teilte Ministerpräsident Donald Tusk mit, dass sich der Bau weiter verzögern werde. Medien berichteten von einer Inbetriebnahme des ersten Kraftwerkes in 20 Jahren, was damit dem Jahr 2033 entsprach.[132] Hauptgrund hierfür waren die mittlerweile deutlich gestiegenen Kosten in Höhe von nunmehr ca. 12,5 Mrd. Euro pro Kraftwerk.[133][134] Im Januar 2014 konkretisierte das polnische Wirtschaftsministerium die Einstiegspläne: Demnach sollte 2024 das erste Kernkraftwerk Elektrizität produzieren, der Bau eines zweiten 2035 abgeschlossen sein. Die Kosten pro Meiler wurden seinerzeit auf ca. 12 bis 14 Mrd. Euro geschätzt.[135]
Vor Fukushima lehnten laut Newsweek.pl etwa 50 Prozent der Polen den Atomeinstieg ab, kurz nach Fukushima waren es fast 60 Prozent.[136] Im August 2014 lag die Ablehnung nur noch bei 24 Prozent, während sich 64 Prozent der Befragten für die Einführung der Kernkraft aussprachen.[137] Im Jahr 2024 wünschten sich unterdessen sogar 75 Prozent der Polen den Einstieg in die Kernenergie.[138]
Im Oktober 2022 wurde der Auftrag zum Bau des ersten von drei Kernreaktoren am Standort Choczewo an der Ostseeküste an Westinghouse vergeben.[139][140] Dort soll zwischen 2036 und 2038 das Kernkraftwerk Lubiatowo-Kopalino als erstes polnisches Kernkraftwerk ans Netz gehen. Bauherr und künftiger Bereiber ist das Staatsunternehmen Polskie Elektrownie Jądrowe (PEJ). In einem Bürgerentscheid an den potentiellen Standortgemeinden Choczewo, Gniewino und Krokowa lehnten im Februar 2012 noch rund 95 Prozent den Bau ab. Die polnische Regierung hielt jedoch weiter daran fest; Im Jahr 2019 unterstützten dann 71 Prozent der Anwohner den Bau des ersten Kernkraftwerks.[141] Präsident Donald Tusk bekräftigte im Jahr 2023, dass der Einstieg in die Kernenergie der einzige Weg für Polen sei, seinen wachsenden Energiebedarf zu stillen und gleichzeitig die klimapolitischen Vorgaben der EU zu erfüllen.[138]
Unterdessen ist auch ein zweites polnisches Kernkraftwerk für den Standort Bełchatów, Konin, Kozienice oder Połaniec geplant, zeitweise war auch Pątnów vorgesehen. Dort wollen die polnischen Energiekonzerne PGE und ZE PAK mit Hilfe privater Investoren sechs große Reaktorblöcke vom Typ APR-1400 errichten.[142][143][144][138] Der koreanische Betreiber KHNP, der initial Interesse zeigte, zog sich 2025 aus dem Projekt zurück. Bis 2027 ist geplant, Standort und Technologielieferant auszuwählen. Der Baubeginn soll daraufhin 2032 stattfinden, sodass der erste Reaktor des Standortes 2040 in Betrieb genommen werden kann, und weitere Reaktoren daraufhin jährlich.[145]
Neben den zwei großen Kraftwerken zählen zur Atomwende Polens auch mehrere Projektpläne mit Small Modular Reactors (SMRs). So hat im Dezember 2023 der Unternehmenszusammenschluss Orlen Synthos Green Energy (OSGE) die Freigabe für den Bau von 24 SMR an sechs Standorten in Polen erhalten. Der erste Reaktor vom Typ BWRX-300 von GE Hitachi mit einer Leistung von 300 MW soll daraufhin bereits 2030 fertiggestellt werden.[138] Außerdem wurde eine Absichtserklärung mit Rolls-Royce zum Bau von SMRs mit einer Leistung von jeweils 470 MW unterzeichnet.[146]
Portugal
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Portugal hatte sich unter Diktator Salazar bereits ab 1948 mit der Idee der Kernenergie befasst. Es gründete 1954 eine erste Kernkraftkommission, am Instituto Superior Técnico (IST) wurden erste Planungen für ein Kernkraftwerk begonnen, und das Land wurde 1958 Gründungsmitglied der Nuclear Energy Agency. Es verfolgte danach weiter seine Pläne, installierte 1961 mit US-amerikanischer Hilfe einen ersten kleinen Probereaktor vor den Toren Lissabons, sondierte Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Spanien (1964) und stellte Schätzungen zur Finanzierung an. Verschiedene mögliche Standorte wurden ausgewählt, am Ende blieb Ferrel als erste Wahl übrig. 1972 waren die Pläne bereits konkret und sahen vier Reaktoren vor, die in mehreren Phasen zwischen 1981 und 1989 ans Netz gehen sollten.
Die Nelkenrevolution 1974 beendete das seit 1932 herrschende Estado-Novo-Regime und nahm eine tiefgreifende Demokratisierung im Land vor. Die Pläne für ein erstes Kernkraftwerk in Ferrel wurden aber zunächst unverändert fortgeführt. Nachdem am 15. März 1976 jedoch 1500 Menschen dort gegen die bekannt gewordenen Pläne demonstrierten, organisierte sich ein breiter Widerstand mit zahlreichen Aktionen und dem Musikfestival Festival Pela Vida Contra a Central Nuclear (portugiesisch für: Festival für das Leben, gegen den Kernreaktor) im Januar 1978 als einem Höhepunkt der neuen Bewegung. 1982 erteilte Portugal der Kernenergie endgültig eine Absage und wandte sich zunächst konventioneller Energieerzeugung, später immer stärker Erneuerbaren Energien zu, mit denen es heute seine Energiewende erfolgreich vorantreibt.
In Portugal wurde seither nur wissenschaftlich mit Kernenergie gearbeitet und weiter dazu geforscht, wozu es den Reaktor von 1961 im Institut für Nukleartechnik (Instituto Tecnológico e Nuclear) des IST auf dem Campus Tecnológico e Nuclear in Bobadela bei Sacavém nutzte und weiterentwickelte. Dort arbeiteten im Jahr 2011 noch 300 Menschen, davon 70 forschende Wissenschaftler.
2016 wandte das Land sich endgültig von der Kernenergie ab, als eine Inspektion durch die Internationale Atomenergie-Organisation IAEA Erneuerungsbedarf an den alternden Einrichtungen feststellte, der in der Größenordnung von 10 Mio. Euro lag. Das Land beschloss daraufhin den Ausstieg, schloss eine Vereinbarung mit den USA und der IAEA, und schaltet im Mai 2016 den Reaktor ab. Nach langen Verhandlungen und bürokratischen Vorgängen mit den USA wurden, gegen Zahlung von etwa 600.000 Dollar, im März 2019 alle radioaktiven Brennstäbe und Teile des Reaktors auf einem LKW des Portugiesischen Heeres von gesondert geschulten Militärs nach Tróia verbracht und dort einem US-Schiff übergeben, das alles Material in ihre Einrichtungen im Savannah River Site brachte. Seither wird der Rest des Nuklearforschungsinstituts in Bobadela nach und nach zurückgebaut, unter Mithilfe von Technikern der IAEA und über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren.[147][148][149]
Ruanda
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die ruandische Atomenergiebehörde RAEB schloss 2023 ein Abkommen mit dem deutsch-kanadischen Unternehmen „Dual Fluid“ zum Bau eines Dual-Fluid-Kernreaktors. In der Nähe der Hauptstadt Kigali soll ein Testreaktor von der Größe einer Waschmaschine gebaut werden, der planmäßig innerhalb von drei Jahren in Betrieb gehen soll. Das dort erprobte Reaktorkonzept soll es in der Zukunft ggf. realisierten Leistungsreaktoren ermöglichen, sowohl Natururan als auch vorhandenen Atommüll aus anderen Reaktortypen energetisch zu verwerten.[150]
Rumänien
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Stand März 2025 werden in Rumänien an einem Standort zwei Reaktorblöcke mit einer installierten Nettogesamtleistung von 1.300 MW betrieben. Der erste kommerziell genutzte Reaktorblock ging 1996 in Betrieb, Baubeginn war 1983, dazwischen lagen die Revolution und der Fall des eisernen Vorhangs.[151]
Russland
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2008 deckte Kernenergie etwa 16 % des russischen Strombedarfs.
Wladimir Putin erläuterte am 15. April 2009 die zukünftigen Energie-Pläne seines Landes: Die Erzeugung von Atomstrom sollte ausgebaut, bis ins Jahr 2030 sollten in Russland 26 Reaktoren gebaut werden. Sie sollten von einer Gemeinschaftsfirma (bestehend aus dem staatlichen Konzern Rosatom und Siemens) betrieben werden. Putin avisierte eine Staatshilfe von 1,13 Mrd. Euro für Rosatom. Siemens und Rosatom verfolgten dabei sehr ehrgeizige Ziele: Sie wollten rund ein Drittel des gesamten Weltmarkts für Atomkraftwerke erobern. Als erstes Projekt erwog man einen Meiler in der Umgebung von Kaliningrad (früher „Königsberg“); im Mai 2011 stieg Siemens aus dem Gemeinschaftsprojekt aus,[152] Ende Mai 2013 suspendierte die russische Regierung das Projekt.[153]
Laut Pressemitteilung der russischen Prüf- und Genehmigungsbehörde Glavgosexpertiza wurde Anfang 2018 die Genehmigung für das erste schwimmende Kernkraftwerk Russlands erteilt, die Akademik Lomonossow.[154] Ende April 2018 wurde die Akademik Lomonossow aus ihrem Dock in St. Petersburg geschleppt: das atomgetriebene Schiff sollte über Ost- und Nordsee und den Nordatlantik nach Murmansk jenseits des Polarkreises gebracht werden, dort liegen die größten Teile der russischen Nordflotte, auch die meisten russischen Atom-U-Boote. Die beiden schwimmenden Kernreaktoren sollten dort mit nuklearen Brennelementen bestückt werden. Das Projekt wird wegen damit verbundener Risiken für die Ozeane von Umweltschützern wie Greenpeace heftig kritisiert.[155][156][157][158]
Saudi-Arabien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Saudi-Arabien kündigte im Januar 2015 an, bis zum Jahr 2040 Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 17 GWe am Netz zu haben, unter anderem mindestens zwei südkoreanische SMART-Reaktoren. Im März 2018 hatte das Kabinett den nationalen Plan zur Atomenergie gebilligt, mit dem Atomstrom aus in den nächsten 20 Jahren zu bauenden 16 Reaktoren wollte das Land den eigenen Ölbedarf verringern und mehr Öl für den Export bereitstellen.[159] Die Pläne zum Bau von Kernkraftwerken wurden im September 2023 vom Energieminister bekräftigt. Das Land betreibt auch ein Programm, um sich Fachwissen zum Uranabbau anzueignen.[160] Bis August 2026 war kein Baubeginn erfolgt.
Schweden
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Schweden erzeugte 2007 46,1 % seines Stromes aus Kernenergie, 2022 waren es nur noch 29,4 %.[161] Stand November 2023 waren 6 Reaktorblöcke an 3 Standorten im Betrieb. Bis zum Jahr 2045 plant die Regierung einen massiven Ausbau mit etwa 10 weitere Blöcken.[162][163]
Schweiz
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Derzeit werden in der Schweiz vier Reaktorblöcke an drei Standorten mit einer Gesamtleistung von 3 GW betrieben. Die Kernenergie trug damit viele Jahre rund 35 Prozent zur Schweizer Gesamtstromerzeugung bei. 2024 lag der Anteil bei knapp 29 Prozent.[164]
Slowakei
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Die Slowakei betreibt 5 Kernkraftwerksblöcke, die zwischen 1984 und 2023 in Betrieb gingen. Diese Blöcke, zwei in Bohunice und drei in Mochovce, besitzen eine Netto-Gesamtleistung von 2151 MW(e) und decken etwa 61 % des slowakischen Strombedarfs.[1][165]
Drei Blöcke wurden bereits stillgelegt: 1979 wurde ein Block des Kernkraftwerk Bohunice stillgelegt, nachdem es zuvor zu einem Unfall der INES-Stufe 4 gekommen war. Die Slowakei trat zum 1. Mai 2004 der Europäischen Union bei. Während der Verhandlungen vor diesem Beitritt wurde die Abschaltung der zwei ältesten Blöcke vereinbart.
Verbrauchte Brennstäbe werden bei den Kernkraftwerken zwischengelagert. Ein Teil der Stäbe wurde nach Russland exportiert. Die Suche und der Bau eines Endlagers werden von der Slowakei mit etwa 775 Millionen € gefördert.
Im Kernkraftwerk Mochovce sollten die neuen Blöcke 3 und 4 mit jeweils 440 MW ursprünglich bereits 2012 und 2013 fertiggestellt werden. Deren Bau war bereits in den 1980er Jahren begonnen, zwischenzeitlich aber unterbrochen worden. Nach der Wiederaufnahme des Baus 2009 kam es zu Kostensteigerungen von 1,8 auf 3,8 Mrd. Euro sowie einer Verschiebung der Inbetriebnahme. Im August 2013 hob das oberste slowakische Gericht die Baugenehmigung in letzter Instanz auf.[166] Ungeachtet dessen erließ die slowakische Atomaufsichtsbehörde eine Verfügung, wonach ein Baustopp ausgeschlossen sei.[167] Die Inbetriebnahme von Block 3 erfolgte letztendlich 2023, die von Block 4 dann 2026.
Die Slowakei verpflichtete sich auf der UN-Klimakonferenz in Dubai 2023 zu einem weiteren Ausbau der Kernenergie.[111]
Slowenien
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In Slowenien ist ein Druckwasser-Atomreaktor am Standort Krško in Betrieb. Er gehört jeweils zur Hälfte Kroatien und Slowenien und deckt etwa 25 % des slowenischen und 15 % des kroatischen Strombedarfs.
| Name | Block |
Reaktortyp | Status | Netto- leistung in MW |
Brutto- leistung in MW |
Inbetrieb- nahme |
Abschal- tung (geplant) |
Einge- speiste Energie in GWh |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Krško | – | Druckwasserreaktor | In Betrieb | 666 | 730 | 2. Oktober 1981 | (2043) | 198.652 |
Nach dem Zerfall Jugoslawiens gab es mehrfach Konflikte um die Frage des Eigentums am KKW. Es wurde gemeinsam von den Teilrepubliken Kroatien und Slowenien errichtet, während sie Teil der Volksrepublik Jugoslawien waren, befand sich jedoch auf slowenischem Boden. Ab 2001 wurde eine Einigung erzielt und beide Staaten sind mit jeweils 50 % beteiligt. Auch wird der Strom seit 2003 wieder jeweils zur Hälfte in die jeweilige Stromwirtschaft eingespeist.
Das Kernkraftwerk Krško, das ursprünglich für den Betrieb bis 2023 geplant war, soll nach Beschluss von 2020 bis mindestens 2043 laufen.[168] Der Betreiber gab 2006 bekannt, in Krško einen weiteren Reaktor bauen zu wollen.[169] Im Jahr 2021 hat Slowenien seine Klimastrategie bis 2050 beschlossen, die sich langfristig auf die Kernenergie stützt.[170] Über den Bau des zweiten Reaktors in Krško, JEK 2, soll bis 2027 entschieden werden.[171]
Atommüll Die Petzenstollen bei Črna (nahe Kärnten) werden als ein möglicher Standort für ein geplantes Atommülllager erkundet.[172]
Spanien
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Spanien betreibt mit Stand Januar 2023 an 5 Standorten 7 Reaktorblöcke mit einer installierten Nettoleistung von insgesamt 7,123 GW. Der Anteil der Kernenergie an der Gesamtstromerzeugung blieb seit den 1990er Jahren weitestgehend konstant und betrug 21 Prozent im Jahr 2021. Seit 2019 ist geplant, alle Kraftwerke bis 2035 von Netz zu nehmen.[19]
Südafrika
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Das Kernkraftwerk Koeberg in Südafrika ist das einzige auf dem afrikanischen Kontinent. Baubeginn war 1976. Es handelt sich um zwei Reaktoren mit je 940 MW Bruttoleistung, die seit 1984 bzw. 1985 elektrischen Strom liefern. 2010 wurden rund 13 Milliarden kWh produziert, was etwa 5 % des Verbrauchs entspricht.[173]
In dem Staat gab es zudem eine Uran-Anreicherungsanlage in Pelindaba, die aber nach China verkauft wurde. Bezüglich der Kernenergie verfolgte das Land lange Zeit eine Expansionspolitik. Die Planung eines EPR wurde gestrichen, weil die Finanzierung durch den südafrikanischen Energiekonzern Eskom nicht gesichert war.[174] Der geplante Bau eines Hochtemperaturreaktors wurde Anfang 2010 aufgegeben, nachdem 1 Mrd. € investiert waren.
Im September 2014 unterzeichneten die Regierungen Russlands und Südafrikas eine Absichtserklärung zum Bau von bis zu acht Reaktorblöcken mit einer Gesamtleistung von 9,6 GW bis 2030.[175] Im Juli 2018 wurde bekanntgegeben, dass dieses Programm auf Eis gelegt wurde. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa sei das Programm zu kostspielig, um angesichts knapper Kassen realisiert zu werden. In der Zukunft wolle er aber erneut mit Russland über einen etwaigen Ausbau von Kernkraftwerken in Südafrika verhandeln.[176][177]
Südkorea
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Südkorea betreibt 24 Kernreaktoren an vier Standorten, die rund 30 % der elektrischen Energie des Landes erzeugen. Mit Stand 2023 plant die Regierung, sechs weitere Reaktoren in Betrieb zu nehmen, und damit den Kernenergieanteil auf 34,6 % zu steigern.[178]
Taiwan
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Taiwan (der Republik China) wurde die Kernenergie von den 1970er Jahren bis 2025 zur Energieerzeugung genutzt.[179] In den 1970er und 1980er Jahren wurden drei Kernkraftwerke in Betrieb genommen. Seit den 1990er Jahren gab es in Taiwan auch eine organisierte Anti-Atomkraftbewegung, die letztlich verhinderte, dass das schon weitgehend fertiggestellte vierte Kernkraftwerk in Betrieb genommen wurde. Die 2016 mehrheitlich gewählte Regierung der Demokratischen Fortschrittspartei vollendete nach einem entsprechenden Referendum im Jahr 2018 den Atomausstieg Taiwans zum 17. Mai 2025.[180][181] Eine zukünftige Nutzung der Kernenergie schließt sie explizit nicht aus.[182]
Tschechien
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Stand April 2026 wurden in Tschechien an zwei Standorten sechs Reaktorblöcke mit einer installierten Nettogesamtleistung von 3.972 MW betrieben, die rund 40 Prozent zur Stromerzeugung beitrugen, weitere waren nicht in Bau.[183] Im Jahr 2022 war beschlossen worden, drei weitere Reaktoren zu bauen.[184] Auf der UN-Klimakonferenz in Dubai 2023 verpflichtete sich das Land dazu, die Kernenergie bis 2050 zu verdreifachen.[185]
Türkei
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für das erste türkische Kernkraftwerk Akkuyu wurde 2015 der Grundstein gelegt und im April 2018 von Wladimir Putin und Recep Erdoğan der Baustart zelebriert. Der geschätzt 16,2 Mrd. Euro teure Bau wird von Rosatom geleitet. Der erste Reaktor wurde 2023 fertiggestellt. Alle vier Blöcke sollen zwischen 2026 und 2028 ans Netz gehen, und mit ihren 4800 MW elektrischer Leistung rund 10 % des türkischen Strombedarfs decken.[186][187]
Ukraine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Stand April 2026 betrieb die Ukraine 15 Druckwasserreaktoren vom Typ WWER mit einer Gesamtleistung von 13,1 Gigawatt an vier Standorten und deckte über die Hälfte ihres Strombedarfs mit Kernenergie.[188] Es gibt Absichtserklärungen für den Neubau großer Kernkraftwerke und kleiner, modularer Reaktoren (SMR). Angesichts des russischen Angriffskrieges verstärkte die Ukraine ihre Unabhängigkeitsbemühungen, insbesondere durch Kooperation mit der Westinghouse Electric Company für Brennelementlieferungen. Die sechs Blöcke des Kernkraftwerks Saporischschja sind aufgrund russischer Besatzung seit 2022 abgeschaltet. Gleichzeitig befinden sich die vier RBMKs des Kernkraftwerks Tschernobyl im Rückbau.[189]
Ungarn
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Stand März 2025 werden in Ungarn an einem Standort vier Reaktorblöcke mit einer installierten Nettogesamtleistung von 1.916 MW betrieben.[190] Die vier Druckwasserreaktoren des sowjetischen Typs WWER-440/V-213 liefern rund 42 Prozent der in Ungarn erzeugten elektrischen Energie. Im Rahmen der ungarischen Energiestrategie sollen diese langfristig durch zwei neue Reaktoren des Typs WWER-1200 ersetzt werden. Die Bauarbeiten für die beiden neuen Blöcke am Standort Paks begannen im Februar 2026. Nach den Planungen der ungarischen Regierung soll der Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung auch künftig in etwa auf dem bisherigen Niveau gehalten werden.[191]
Usbekistan
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Usbekistan plant mit russischer Hilfe ein Atomkraftwerk östlich von Buxoro zu errichten.[192]
Vereinigte Arabische Emirate
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Im Dezember 2009 beauftragten die Vereinigten Arabischen Emirate ein Konsortium, geführt vom südkoreanischen Stromversorger KEPCO, mit dem Bau eines Kernkraftwerks bestehend aus vier Druckwasserreaktoren (Typ APR-1400) mit einer Nettoleistung von jeweils 1337 MW. Der erste Reaktor wurde im Juli 2012 begonnen. Er ging August 2020 ans Netz.[193] Die übrigen Reaktoren gingen 2021, 2022 bzw. 2024 ans Netz.
Vereinigte Staaten
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Die Vereinigten Staaten verfügen weltweit über die größte installierte Kernenergiekapazität und die höchste Zahl an in Betrieb befindlichen Kernreaktoren. Der mit Abstand größte Teil der heute betriebenen Kernkraftwerkskapazität ging zwischen 1970 und 1990 in Betrieb. Bereits ab Ende der 1970er Jahre verlangsamte sich der Ausbau jedoch deutlich. Gründe waren unter anderem ein geringeres Wachstum der Stromnachfrage, hohe Investitions- und Baukosten sowie zunehmender öffentlicher Widerstand. Der Reaktorunfall im Kernkraftwerk Three Mile Island 1979 beeinflusste zusätzlich die Kosten, Bauzeiten und gesellschaftliche Akzeptanz der Kernenergie. Zwischen 1979 und 1988 wurden 67 geplante Reaktorprojekte aufgegeben. Aufgrund der langen Genehmigungs- und Bauzeiten gingen jedoch zahlreiche bereits begonnene Projekte noch bis Anfang der 1990er Jahre in Betrieb.[194]
Im Jahr 2025 erzeugten 94 Reaktoren rund 17 Prozent des US-amerikanischen Stroms, im Jahr 2001 waren es noch 21 % gewesen. Für zahlreiche Reaktoren wurden die ursprünglich auf 40 Jahre ausgelegten Betriebsgenehmigungen bereits auf 60 Jahre verlängert; unter bestimmten Voraussetzungen sind weitere Verlängerungen auf bis zu 80 Jahre möglich. Zudem wird die Wiederinbetriebnahme bereits abgeschalteter Kernkraftwerke angestrebt. So wurde das Kernkraftwerk Palisades in Michigan im August 2025 als erstes US-amerikanisches Kernkraftwerk vom Stilllegungsstatus wieder in den Betriebsstatus überführt.[195]
Mit Vogtle 3 und 4 im Bundesstaat Georgia gingen 2023 und 2024 erstmals seit Jahrzehnten wieder neu errichtete große Kernreaktoren in den kommerziellen Betrieb. Die beiden Druckwasserreaktoren des Typs AP1000 verfügen jeweils über eine elektrische Leistung von rund 1.200 MW. Darüber hinaus werden in den USA zahlreiche Konzepte für Small Modular Reactors (SMR), fortgeschrittene Reaktoren der Generation III+ und Mikroreaktoren entwickelt. Auch die Entwicklung der Kernfusion wird staatlich gefördert. Die US-Regierung verfolgt dabei das Ziel, die Kernenergiekapazität des Landes von derzeit rund 100 GW auf 400 GW bis 2050 auszubauen. Im Mai 2025 wurden mehrere Dekrete zur Beschleunigung des Ausbaus der Kernenergie, zur Vereinfachung von Genehmigungsverfahren sowie zur Stärkung der heimischen Uranproduktion und -anreicherung erlassen.[195]
Vereinigtes Königreich
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Im Vereinigten Königreich werden an vier Standorten neun Kernkraftwerksblöcke mit einer Gesamtkapazität von rund 6 GW betrieben, die 2024 etwa 14 % der Stromerzeugung bereitstellten. Die britische Regierung strebt bis 2050 eine nukleare Erzeugungskapazität von bis zu 24 GW an. Derzeit befinden sich zwei neue Reaktoren des Typs EPR am Standort Hinkley Point C im Bau, zwei weitere EPR-Reaktoren sollen am Standort Sizewell errichtet werden. Gleichzeitig soll die Laufzeit bestehender Anlagen verlängert werden, wobei die meisten der älteren AGR-Reaktoren bis Ende des Jahrzehnts stillgelegt werden sollen. Damit steht dem geplanten Ausbau ein erheblicher Rückgang der bestehenden Kapazität gegenüber.[196]
Beim seit 2016 im Bau befindlichen Kernkraftwerk Hinkley Point C kam es mehrfach zu Verzögerungen und deutlichen Kostensteigerungen; unter ungünstigen Bedingungen wurde eine Fertigstellung erst 2031 in Aussicht gestellt. Die britische Regierung setzt daher unter anderem auf staatliche Förderinstrumente, eine Reform der Regulierung und vereinfachte Genehmigungsverfahren, um Investitionen zu erleichtern und die Kosten neuer Projekte zu senken.[196]
Seit Mitte der 2010er Jahre fördert das Vereinigte Königreich zudem die Entwicklung von Small Modular Reactors (SMR). 2025 wurde der britische Hersteller Rolls-Royce als bevorzugter Anbieter für den Bau des ersten britischen SMR ausgewählt. Die ersten drei Anlagen sollen am walisischen Standort Wylfa errichtet werden. Insgesamt sieht die britische „Civil Nuclear Roadmap“ den Bau von bis zu elf neuen Kernkraftwerksblöcken bis 2050 vor.[196]
Vietnam
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Oktober 2024 teilte der Minister für Industrie und Handel der Nationalversammlung mit, dass der aktuelle Energieentwicklungsplan um Optionen für Kernkraft und Wasserstoff erweitert werden soll. Mit Ländern wie Kanada, Südkorea und Russland seien bereits Gespräche über den Bau von SMRs geführt worden.[197]
Bereits 2009 hatte es eine Bewilligung für den Bau von zwei Anlagen gegeben, die 2016 nach dem Unglück von Fukushima und aufgrund von Budgetbeschränkungen aber wieder aufgegeben wurden.[197]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kernenergie weltweit. (Dossier der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit).
- Gesamtverzeichnis der Atomkraftwerke. World Nuclear Association (englisch).
- Quellen radioaktiver Strahlung, weltweit. Google Maps.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 6 Power Reactor Information System (PRIS). der internationalen Atomenergieorganisation IAEA
- ↑ https://www.taipeitimes.com/News/front/archives/2025/05/18/2003837074
- ↑ Ember Data Center, abgerufen am 23. Juli 2026
- ↑ PRIS – Country Statistics. Abgerufen am 29. Juni 2015.
- ↑ Atom-Euphorie in den 1950ern
- ↑ Number of Operating Reactors by Age. auf: iaea.org
- ↑ Auch im Jahr 2008 kein Aufstieg der Atomkraft. auf: oekonews.at, 11. Januar 2009.
- ↑ Peter Hennicke, Susanne Bodach: Energierevolution. Effizienzsteigerung und erneuerbare Energien als neue globale Herausforderung. herausgegeben vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, München 2010, S. 25.
- ↑ Romney Duffey, Igor Pioro: What Happened to the Nuclear Renaissance? The American Society of Mechanical Engineers, 11. November 2019, abgerufen am 10. August 2026.
- ↑ Christian Klöppelt: Die Zukunft der Kernenergie. Bundeszentrale für politische Bildung, 9. April 2026, abgerufen am 10. August 2026.
- 1 2 3 Pablo Fernández-Arias, Georgios Lampropoulos, Álvaro Antón-Sancho, Diego Vergara: Progress, Challenges, and Sustainable Perspectives in Nuclear Energy Strategies. In: Applied Sciences. 14. Jahrgang, Nr. 24, 19. Dezember 2024, S. 11864, doi:10.3390/app142411864 (englisch).
- ↑ 'Energierevolution': Kommission unterstützt Atomenergie. ( des vom 26. November 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf: euractiv.com, 3. Oktober 2007.
- 1 2 3 4 World Nuclear Power Reactors and Uranium Requirements, World Nuclear Association, Stand Januar 2025.
- ↑ 4 Reaktoren davon befinden sich in Status "Suspended Operation".
- ↑ 19 Reaktoren davon befinden sich in Status "Suspended Operation".
- ↑ Fertigstellung ungewiss. Im Bau seit 2007/2010.
- ↑ Im Bau seit 1987.
- ↑ tagesschau.de ( vom 27. Mai 2011 im Internet Archive)
- 1 2 Foronuclear warns of early Spanish nuclear exit. 16. September 2021, abgerufen am 5. Januar 2023.
- 1 2 Italy sees role for nuclear in hitting climate goals, says minister. In: World Nuclear News. 29. April 2024, abgerufen am 9. Mai 2024 (englisch).
- 1 2 Joseph Somsel: Nuclear power position in the Philippines. Nuclear Engineering International, 26. Mai 2022, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 26. Juli 2022 (englisch).
- ↑ Badische Zeitung Print-Ausgabe, 20. November 2015: Akw für Ägypten
- ↑ Ausland: Kurz gemeldet – Erstes Akw aus Russland. In: badische-zeitung.de. 20. November 2015, abgerufen am 30. Dezember 2016 (dpa).
- ↑ https://pris.iaea.org/PRIS/CountryStatistics/ReactorDetails.aspx?current=2127
- ↑ Ägypten: Block 1 des Kernkraftwerks El Dabaa in Bau. 22. Juli 2022, abgerufen am 27. Juli 2022.
- ↑ Argentinien und China unterzeichnen Rahmenvertrag für Atucha-3. nuklearforum.ch, 10. September 2014.
- ↑ Reactor vessel annealed in Armenia. 10. August 2021, abgerufen am 2. Februar 2023.
- ↑ https://pris.iaea.org/PRIS/CountryStatistics/CountryDetails.aspx?current=AM
- ↑ Rosatom signs agreement on possible new reactors for Armenia. 21. Januar 2022, abgerufen am 2. Februar 2023.
- ↑ Australien öffnet sich Schritt für Schritt der Atomkraft
- 1 2 Nuclear Power in Bangladesh. In: World Nuclear Association. Oktober 2022, abgerufen am 17. November 2022 (englisch).
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- ↑ Bangladesh considering two more nuclear units at Rooppur, 3. April 2024 (englisch).
- ↑ Russland plant ein weiteres Atomkraftwerk im Ausland. In: Stromvergleich mit StromBob. Abgerufen am 24. Mai 2024 (deutsch).
- ↑ https://pris.iaea.org/PRIS/CountryStatistics/CountryDetails.aspx?current=BE
- ↑ Nuclear Power in Belgium | Belgian Nuclear Energy - World Nuclear Association. Abgerufen am 31. Dezember 2022.
- 1 2 Atomkraft: Belgien stoppt Abschaltung der verbleibenden Reaktoren. In: Der Spiegel. 15. Mai 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 15. Mai 2025]): „Zusätzlich soll der Staat weitere Reaktoren in Auftrag geben.“
- ↑ Belgium reverses phase-out policy as Denmark reconsiders nuclear In: WNN, 16. Mai 2025 (englisch).
- ↑ country profiles - Nuclear Power in Belgium In: world-nuclear.org, 2. Oktober 2025 (englisch). „The government now intends to extend the operating licences of Doel 4 and Tihange 3 to 2045, and construct new reactors.“
- ↑ Belgien stoppt Rückbau: Atomreaktoren bleiben aktiv. In: Frankfurter Allgemeine. 30. April 2026, abgerufen am 30. April 2026.
- ↑ De vilã a fonte verde: Brasil retoma projeto de energia nuclear. In: CNN Brazil. 9. November 2021, abgerufen am 28. Dezember 2023 (portugiesisch).
- ↑ Governo prepara nova usina nuclear, mas ainda não retomou obras de Angra 3. In: economia.ig.com.br. 9. November 2021, abgerufen am 28. Dezember 2023 (portugiesisch).
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- ↑ Bulgaria abandons Belene, announces new reactors at Kozloduy. In: balkangreenenergynews.com. 16. Februar 2022, abgerufen am 28. Dezember 2023 (englisch).
- ↑ faz.net vom 12. April 2025: Abhängig von Russland und Amerika
- 1 2 3 4 Joe Bernardi, Ye Huang: China is building half of the world’s new nuclear power despite inland plants pause. Global Energy Monitor, August 2024, abgerufen am 13. August 2026.
- ↑ Steve Thomas: China’s Nuclear Power Plans Melting Down. In: The Diplomat. 29. Oktober 2016 (Online).
- ↑ euractiv.de: Übersicht zur Nutzung der Kernenergie in Europa (24. Februar 2015, „letztes Update 7. März 2014“)
- ↑ Atomkraft in Europa: Wer aussteigt, wer dabei bleibt. ( des vom 5. September 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. diepresse.com
- ↑ World Nuclear Association (WNA), November 2014, world-nuclear.org: Nuclear Energy in Denmark ( des vom 5. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑
- ↑ In Dänemark wackelt der Ausstieg aus der Atomenergie. In: t-online. 15. Mai 2025, abgerufen am 27. Februar 2026.
- ↑ Katina Curtis: The key lesson for Australia in Denmark’s push for nuclear. In: The Nightly. 25. Februar 2026, abgerufen am 27. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Sabine Henkel: Breiter Rückhalt für Atomausstieg. In: tagesschau.de. 9. Juni 2011, abgerufen am 13. September 2026.
- 1 2 Zur Abschaltung der letzten KKW in Deutschland: ein kurzer (sicherheits-)technischer Rückblick. Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), 6. April 2023, abgerufen am 16. August 2026.
- ↑ Atomkraft: In Estland soll Europas erstes Mini-AKW entstehen. In: heise.de. 12. Februar 2021, abgerufen am 20. Dezember 2023.
- ↑ Helen Wright: Riigikogu supports use of nuclear energy in Estonia. In: ERR News. 12. Juni 2024, abgerufen am 12. Juni 2024 (englisch).
- ↑ https://pris.iaea.org/PRIS/CountryStatistics/CountryDetails.aspx?current=FI
- ↑ Mit zwölf Jahren Verspätung - Finnland schreibt Energiegeschichte: Neuer Atomreaktor am Netz. In: srf.ch. 17. April 2023, abgerufen am 17. April 2023.
- 1 2 3 Kernenergie in Frankreich. Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), September 2025, abgerufen am 12. August 2026.
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- ↑ Steve Kidd: Nuclear in France – what did they get right? In: Nuclear Engineering International Magazine. Juni 2009, S. 15 (nonuclear.se [PDF]).
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