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Valenser Schiene

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Valenser Schiene mit Feder und Gelenk (Orthopädietechnik)

Die Valenser-Schiene oder Valenser Orthese ist ein orthopädisches Hilfsmittel bei Teil- oder Totalausfall der fußhebenden Muskeln im Unterschenkel mit Varus-Fehlstellung, insbesondere kommt sie bei spastischer Parese zum Einsatz.[1]

Die Valenser Schiene ist eine Maßanfertigung vom Orthopädieschuhmacher oder -mechaniker, die in Stiefeln oder an Schuhen angebracht wird. Die Montage erfolgt mit Feder, Gelenk und einer Beinmanschette.

Der Name stammt aus der Schweiz, wo in der noch heute existierenden Rehabilitationsklinik in Valens die Schiene erstmals ihre Verwendung fand. Durch die Engländerin Louise La Pitz, eine Physiotherapeutin, wurde diese Orthese 1982 gefördert. Die historische Form in lateraler Ausführung wurde von La Pitz nun als mediale Spezifikation verwendet und als Gelenkteil kam ein Klenzak-System mit Federdruck zur Anwendung.[2] Durch die mediale Schienenführung mit unter dem Schuh fest montiertem Bügel wird der Fuß in der Schwungphase in korrekter Stellung geführt. Der im Gelenk untergebrachte Fußhebermechanismus verhindert weitgehend ein Stolpern über die Fußspitze. Die betroffenen Patienten laufen schneller und symmetrischer mit einem besseren Bodenkontakt und einer größeren Vorverlagerung während der Standbeinphase.[3]

Commons: Valenser Schiene – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Peter Frommelt, Hubert Lösslein: NeuroRehabilitation – Ein Praxisbuch für interdisziplinäre Teams. Springer Berlin Heidelberg, 2010, ISBN 978-3-642-12915-5, S. 286 (google.de).
  2. ↑ René Ruepp, Eugen Nachbaur: Orthopädie-Technik in der Schweiz – Chronik eines medizinischen Handwerks. 2002, ISBN 978-3-260-05457-0, S. 208 (Auszugsansicht) (google.de).
  3. ↑ B. Hauptmann, Horst Hummelsheim: Neurologische Rehabilitation Neurologische Grundlagen — Motorische Störungen — Behandlungsstrategien — Sozialmedizin. Springer Berlin Heidelberg, 2013, ISBN 978-3-642-58936-2, S. 122 (google.de).