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Wolfgang Raufelder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Wolfgang Raufelder (2013)

Wolfgang Raufelder (* 16. Juli 1957 in Mannheim-Friedrichsfeld; † 28. November 2016 bei Brühl) war ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 2011 bis zu seinem Tod Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg.

Raufelder studierte nach dem Fachabitur in Mannheim Architektur und Biologie in Darmstadt und Frankfurt. Beruflich war er tätig beim Staatlichen Hochbauamt Mannheim/Heidelberg, beim Regierungspräsidium Darmstadt und bei der Stadt Viernheim. Bekannt wurde er seit den 1980er Jahren insbesondere durch sein Engagement für Umweltschutz und Naturschutz in der Rhein-Neckar-Region. Raufelder war beim Bund für Naturschutz (BUND) aktiv.

1999 wurde Raufelder für die Grünen in den Gemeinderat der Stadt Mannheim gewählt. 2001 wurde er Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen in der Verbandsversammlung vom Verband Region Rhein-Neckar. 2004 wurde er auch zum Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Mannheimer Gemeinderat gewählt.

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2006 kandidierte er, wurde aber mit 14,6 Prozent nicht gewählt. Bei der Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Mannheim im Jahr 2007 erzielte er 13,4 Prozent. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg 2011 kandidierte er erneut und gewann mit 29,6 Prozent das Direktmandat im Wahlkreis Mannheim II, das er 2016 verteidigte. Er war zuletzt Mitglied des Verkehrs- und des Finanzausschusses und Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehr der Fraktion.

Raufelder lebte in Mannheim-Seckenheim. Er war evangelisch, verheiratet mit Gabriele Herrwerth und hatte zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter.[1]

In den Jahren vor seinem Tod hatte er mit gesundheitlichen Problemen als Folge einer Knieoperation zu kämpfen.[2][3] Am Morgen des 28. November 2016 wurde seine brennende Leiche am Rheinufer bei Brühl aufgefunden;[4][5] die Polizei ging von einem Suizid durch Selbstverbrennung aus.[6] Für ihn rückte Elke Zimmer in den Landtag nach.

Zu Lebzeiten

2015 wurde Raufelder vom Bewohnerverein Jungbusch mit der Verleihung des Sackträgerpreises für sein Engagement als „Brückenretter und Brückenbauer“ ausgezeichnet. Als Stadtrat und Landtagsabgeordneter hatte er sich stark dafür eingesetzt, dass die Teufelsbrücke – die älteste noch erhaltene Brücke Mannheims und ein einzigartiges Zeugnis der Ingenieurskunst aus dem Jahr 1878 – erhalten bleibt.[7]

Postum

Im Gedenken an Wolfgang Raufelder wurde im Jahr 2018 der Verein Wolfgang Raufelder – Umweltschutz gegründet.[8] Der Verein vergibt den mit 5000 Euro dotierten Wolfgang-Raufelder-Preis für Projekte aus den Bereichen Natur- und Umweltschutz, Stadtökologie, Mobilität und Energie, die vorbildlich im Sinne von Ökologie und Nachhaltigkeit sind.[9]

Im Mai 2022 benannte die Stadt Mannheim einen Abschnitt des südlichen Neckarufers zwischen Fernmeldeturm und Riedbahnbrücke-Ost in „Wolfgang-Raufelder-Ufer“.[10]

Commons: Wolfgang Raufelder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Mannheim: Große Trauer um Grünen-Politiker Wolfgang Raufelder. Rhein-Neckar Fernsehen, 28. November 2016, abgerufen am 30. November 2016.
  2. ↑ Der Tod des Grünen Abgeordneten Raufelder wirft viele Fragen auf. Abgerufen am 8. März 2021.
  3. ↑ Wie am Altneckar-Ufer ein „wunderbarer Erinnerungsort“ an Wolfgang Raufelder entstand. 24. April 2023, abgerufen am 30. Juli 2023.
  4. ↑ Grünen-Politiker tot am Rheinufer aufgefunden stern.de, 29. November 2016.
  5. ↑ Wolfgang Raufelder: Mannheimer Grünen-Politiker tot am Rheinufer gefunden. In: Focus, 29. November 2016.
  6. ↑ Berichte: Leiche hat gebrannt. Abgeordneter wird tot am Rhein gefunden. In: n-tv.de. 28. November 2016, abgerufen am 10. Februar 2024.
  7. ↑ Engagierter Brückenretter und Brückenbauer. Stadtrat und Landtagsabgeordneter der Grünen Wolfgang Raufelder erhält Sackträgerpreis 2015 jungbuschzentrum.de, 27. April 2015 (archivierte Webseite).
  8. ↑ Homepage des Vereins Wolfgang Raufelder – Umweltschutz.
  9. ↑ Wolfgang-Raufelder-Preis auf wolfgang-raufelder-umweltschutz.de.
  10. ↑ Mannheimer Neckarufer nach Wolfgang Raufelder benannt mannheimer-morgen.de, 1. Juni 2022.