Hamburgische Geschichten und Sagen
Die alte Stadt Hamburg ist fast arm zu nennen an Sagen und Legenden der Vorzeit; sie mögen bei früheren häufigen Zerstörungen mit den vielen Denkmäler des Alterthums, an welche sie geknüpft waren, untergegangen sein. Sagenhafte, durch mündliche Ueberlieferung von Thatsachen gebildete Erzählungen, wohin manche Berichte der geschriebenen Chroniken zu zählen, sind weniger selten. Reich aber sind wir, durch die bedeutungsvolle Vergangenheit unsrer Stadt, an solchen historischen Momenten, welche sich füglich aus ihrem Zusammenhange nehmen und in die Form einer Geschichte bringen lassen.
Aus einer diese drei Gesichtspunkte umfassenden Sammlung, theile ich hier in einer Anzahl Geschichten und Sagen den Versuch mit: nicht nur verhallende Kunden festzuhalten, oder Denkwürdiges aufs neue zu Berichten, sondern durch eine Reihe chronologisch geordneter Geschichten einige charakteristische Zeit- und Sittenbilder zur klaren Anschauung zu bringen.
Die Vielseitigkeit des Stoffes möge der Mangelhaftigkeit im Einzelnen zur Entschuldigung dienen. Für [IV] die früheste Geschichte und die Gestaltung Hamburgs als freie Stadt, glaube ich ein vorzügliches Interesse ansprechen zu dürfen. Verschiedene Kriegsbilder und Hanseatische Erinnerungen bezeichnen nicht nur das Verhältnis zum Auslande, sondern auch die Stufe der damaligen Macht und Größe. Bei Darstellungen der inneren Ereignisse ist sowohl auf die Topographie der alten Stadt, als auf die Sitten, Gebräuche, Vorstellungen, Tugenden und Fehler ihrer derzeitigen Bewohner Bedacht genommen. Schon aus dieser Rücksicht verdienen wohl die mitgetheilten Verbrecher-Geschichten, so wie neben solchen Nachtseiten auch manche gemüthliche Züge aus dem bürgerlichen Privatleben und einige ergötzliche Schwänke der Altvordern, ihre gebührende Stelle.
In Betreff vieler Sagen, so wie der volksthümlichen Geschichten bin ich meistentheils den alten handschriftlichen Chroniken gefolgt, welche sie am ursprünglichsten bewahrt haben. Nicht ohne Absicht ist auch vielfach die Sprache und Erzählungsweise derselben beibehalten, so weit es dem Verständniß nicht schadete.
Gern lassen wir uns die Vergangenheit unsrer Eltern, ihre Handlungen und Begegnisse erzählen; selbst unerhebliche Züge aus ihrer Jugendzeit vernehmen wir mit lebhaftem Interesse. Vielleicht werden auch die folgenden Bilder aus den verschollenen Tagen unsrer Vorfahren einige Theilnahme bei den Nachkommen finden.
Hamburg, am 28. November 1853.
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| 1. | Sagen von Hamburgs Entstehung. (Um 805.) | 1 |
| Die hier mitgetheilten finden sich unter vielen anderen bei den Geschichtsschreibern Hamburgs: Cranz, Lambeccius, Adelungk, Steltzner u. s. w. | ||
| 2. | Der heilige Anscharius. (831–865.) | 4 |
| Verglichen sind die Lebensbeschreibungen des Heiligen von Reuterdahl und Klippel. Anschar’s Bild enthalten die älteren Hamb. Geschichtsschreiber: Lambeccius, Staphorst u. s. w. | ||
| 3. | Erzbischof Hoger. (909–915.) | 9 |
| 4. | Poppo der Heidenapostel. (Um 962.) | 10 |
| Adam von Bremen II. 33; auch Schol. 44 ad II daselbst. Thietmar von Merseburg II. 8. | ||
| 5. | Pabst Benedict V. in Hamburg. (965.) | 11 |
| 6. | Glindes-Moor. (Um 995.) | 15 |
| 7. | Der Fährkrug in Horn. (Um 1000.) | 17 |
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| 8. | Blutige Vorzeichen. (1012.) | 19 |
| 9. | Mistewoi der Wende und Hamburgs Zerstörung. (1012.) | 20 |
| 10. | Erzbischof Unwannus. (1013–1029.) | 23 |
| Adam von Bremen II. 45. etc. Zimmermann, I. c. S. 40. | ||
| 11. | Von Naturwundern, Wassersnoth, Leichenknäueln und Grabhügeln. (1020.) | 24 |
| 12. | Adalbert, Erzbischof von Hamburg. (1043 bis 1072.) | 27 |
| 13. | Drei Burgen in Hamburg. (Um 1060.) | 33 |
| 14. | Das Castell auf dem Süllenberge. (1063.) | 37 |
| 15. | Das große Blutbad in Hamburg. (1072.) | 40 |
| Diese Sage theilt Schlüter mit im Tractat von den Erben S. 619 aus einem Plattdeutschen Manuscript: „Passional, der Heiligen Leben und Leiden.“ Die dort genannte Jahreszahl 837 ist unrichtig, es kann nur die doppelte Zerstörung Hamburgs im Jahre 1072 unter Kruko gemeint sein. Auch der Name Baruch habe ich in Baruth geändert. – von Heß (Topographie. I. 400) erklärt sehr gezwungen blootlos für blüthenlos. | ||
| 16. | Hamburgs zweiter Gründer und getreuester Wohlthäter. (1106–1130.) | 42 |
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| 17. | Die Rüstung des Fürsten Primislav. (1138.) | 44 |
| 18. | Der Bardowiker und Zippelweiber Gerechtsame. (1189.) | 45 |
| 19. | Des Hamb. Welthandels Begründung. Graf Adolf III. und Kaiser Friedrich I. (1164–1203.) | 49 |
| 20. | Aus des Grafen Adolf IV. Jugendzeit und von Hamburgs Geschicken. (1203–1225.) | 52 |
| Nach denselben Quellen und den gedruckten Chroniken. Eben so die folgenden Erzählungen. Die Burg bei Eichholz veranlaßte den Namen Feendsbarg (Feindsberg), woraus lächerlich genug der Straßenname Venusberg entstanden ist. | ||
| 21. | Vom Spökelberg. (1225.) | 55 |
| 22. | Graf Adolf IV. begründet Hamburgs Freiheit. (1225.) | 57 |
| 23. | Der Tag von Bornhövede, Adolf’s Gelöbniß und Sieg. (1227.) | 61 |
| 24. | Vom Bau des St. Johannis-Klosters. (1220 bis 1235.) | 65 |
| 25. | Die blauen Süstern. (1233.) | 67 |
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| 26. | Graf Adolf IV. als Mönch. (1239–1261.) | 68 |
| Der Schauplatz der Geschichte mit dem Milchtopf wird nach Heimreich’s Chronik von den meisten Erzählern nach Kiel verlegt. So auch (nach dem Presbyter Brem. bei Westphalen Monum. ined. III. 49) von Müllenhoff Schlesw. Holst. Sagen 16. 17, welcher jedoch in der Anmerkung nach Hamburg hinweist. – Das erwähnte Bild ist in den älteren Hamb. Geschichtsbüchern gewöhnlich beigegeben – Unbegreiflich unrichtig ist Adolph IV. übrigens von von Heß aufgefaßt (Topographie I. 286. 87). Besser schildert ihn Zimmermann, Chronik 129–134, woselbst die Inschrift, welche E. Oberalten dem Bilde des Grafen im Klostersaale etwa 1818 beifügen ließen. | ||
| 27. | Das alte Harvestehude. (1245–1295.) | 70 |
| 28. | Von Abschaffung der Feuerprobe. (1257.) | 73 |
| 29. | Herrn Dirk Wrak’s Großmuth. (1270.) | 74 |
| Diese Sage erzählt eine handschriftl. Raths-Succession auf dem Stadt-Archiv. – Beckendorp’s handschriftl. Chronik datirt sie von 1260 und nennt Wrak Bürgermeister. Er ist aber urkundlich erst seit 1268 als Rathmann und gar nicht als Bürgermeister bekannt. | ||
| 30. | Das helle Haus und das heiße Haus. (1281.) | 76 |
| Nach Chroniken. – Die Feuersbrunst hat nach Lappenberg, Hamb. Urkundenbuch No. 818, erst 1284 stattgefunden. So auch Tratziger’s Chronik; s. a. Steltzner I. 205. Das heele Haus kann auch das ganz, unversehrt gebliebene Haus heißen. | ||
| 31. | Vom Schuljungen-Kriege. (Um 1290.) | 78 |
| 32. | Vom Schandstein-Tragen. (Um 1292.) | 80 |
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| 33. | Vom ältesten Rathhause und vom Junker Blomendal. (1292.) | 83 |
| 34. | Der Brauerknechte Heldenthum. (Etwa um 1300.) | 84 |
| 35. | Von der Hamburgischen Schuljugend im Mittelalter. (Um 1300.) | 87 |
| 36. | Vom Kinder-Bischof in Hamburg. (Nach 1305) | 90 |
| 37. | Vom Kindersegen. (1313.) | 93 |
| 38. | Isern Hinrik. (1317–1382.) | 95 |
| 39. | Till Eulenspiegel in Hamburg. (Vor 1350.) | 98 |
| 40. | Die verwünschte Linde zu Harvestehude. (Um 1350.) | 101 |
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| 41. | Das Rolandsbild in Hamburg. (1368.) | 103 |
| 42. | St. Maria to’m Schare. (1371.) | 105 |
| 43. | Die Köpfe an der St. Jacobi-Küsterei. (1390.) | 107 |
| 44. | Von Claus Störtebeker und Godeke Michels. (1394–1402.) | 109 |
| 45. | Simon von Utrecht. (1400–1437.) | 118 |
| Geschichtlich, meist denselben Quellen nacherzählt. Auch Wilckens, Hamb. Ehrentempel. S. 6. Die das Grab betreffende Notiz: aus Archival-Nachrichten. Die Inschrift das Denksteins giebt u. A. Ankelmann: Inscript. Hamb. LV. | ||
| 46. | Die Cäcilienabend-Fluth. (1412.) | 121 |
| Geschichtlich; s. Steltzner I. 366. – Hesselii herzfließende Betrachtungen über den Elbestrom. S. 126. | ||
| 47. | Hamburger Treue. (1417.) | 121 |
| 48. | Ein glückliches Kriegsjahr der Hamburger. (1420.) | 124 |
| 49. | Johann Kletze. (1427.) | 125 |
| 50. | St. Ilsabe’n-Haus. (1428.) | 128 |
| 51. | Dat lütte Rümeken. (1429.) | 130 |
| Als Sage auch von Geschichtschreibern erzählt, z. B. Schmid, histor. Beschreibung Altona’s S. 21. Urkundlich ist der |
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| 52. | Dithmarscher Fehden. Martin Swartekopp und Ralev Carsten. (1430–1434.) | 133 |
| Geschichtlich, nach den Hamb. Historikern, und Joh. Adolfi Neocori Dithmars. Chronik I. 403. | ||
| 53. | Von einem geschickten Hamburger Kröpel. (1430.) | 135 |
| Nach handschriftl. Chroniken und dem gedruckten histor. Bericht der etc. Stadt Hamburg (1770), woselbst der Kröpel ein Schüler genannt wird. | ||
| 54. | Palmsonntags-Procession. (1445.) | 137 |
| 55. | Vom Lachs-Essen. (Um 1450.) | 138 |
| 56. | König Christian I. in Hamburg. (1461.) | 139 |
| 57. | Die Hamburger mögen nicht Kreuzfahrer werden. (1464.) | 141 |
| 58. | Von einem seltenen Meisterstück. (1464.) | 142 |
| 59. | Der Hansen Krieg und Frieden mit England. (1468–1474.) | 144 |
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| 60. | Des Teufels Stiefeln. (Um 1470.) | 146 |
| 61. | Hamburger wollen keinen Schimpf leiden. (1478.) | 150 |
| 62. | Von einem vollkommenen Bürgermeister. (1466–1481.) | 152 |
| Geschichtlich. Wilckens Ehrentempel S. 8. Das Testament bei Staphorst, IV. 432. – Nach dem Murmester’schen Stammbaum auf dem Archiv hatte des Bürgermeisters Mutter, Hilleke oder Hildegundis, aus zweiter Ehe einen Sohn, Jasper Frauenengel, der leider nicht die damals lebende Jgf. Mandüwel heirathete, sondern als Vicar im Cölibat starb. | ||
| 63. | Die wunderbare Kohlwurzel. (1482.) | 155 |
| Nach einem alten fliegenden Blatt in Fol., „Naturale Abbildung“ etc., welchem Steltzner u. A. folgen, indem sie der älteren Schwester eine Mitschuld beilegen, die aus andern Berichten nicht erhellt. | ||
| 64. | Die Hand, die aus dem Grabe gewachsen. (Um 1500.) | 158 |
| Meyer, Domkirche S. 69, erzählt der Sage Kern sehr kurz; umständlicher spricht er S. 51 über den Christmarkt im Dom. Der Vers im Anfange dieser Geschichte ist ein volksthümlicher: Schütz, Holstein. Idioticon. III. 165. | ||
| 65. | Vom Cardinal Raimundus. Auch vom Hamburger Biere. (1503.) | 161 |
| Geschichtlich, s. Steltzner II. 115 u. A. Hesselii, Elbstrom S. 177. von Hövelen, Hamb. Hoheit etc. (1668). S. 125. Ueber das Bier und dessen Arten giebt Schlüter im Tractat von den Erben umständliche Nachricht. | ||
| 66. | Von Claus Schwarte, dem klugen Hauptmann. (1504.) | 163 |
| Nach. Joh. Adolfi Neocori Ditmars. Chronik I. 535, woselbst diese Geschichte Plattdeutsch mit dem Zusatz „ut der Hamborger |
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| 67. | Wahrhaftige Historia, wie Claus Kniphoff, der große Seeräuber, von den Hamburgern überwältigt und gerichtet worden ist. (1525.) I–XII | 166 |
| Durchgehends geschichtlich. Der Eingang nach verschiedenen histor. Quellen; darunter: Altmeyer, Isabelle d’Autriche et Christiern II. Brux. 1842. Der Hauptinhalt nach dem trefflichen Plattdeutschen Bericht eines Gleichzeitigen im I. Hefte der von Lappenberg herausgegebenen Hamb. Chroniken S. 22 u. s. w. – Die Lieder über Kniphoff: Zeitschrift für Hamb. Geschichte II. 118 u. 577. | ||
| 68. | Ditmar Kohl. (1525–1563.) | 194 |
| 69. | Ein Turnier auf dem Hopfenmarkt. (1525.) | 196 |
| Geschichtlich; von Heß, Topographie I. 392 u. A. Auch Plattdeutsch erzählt in den Hamb. Chroniken von Lappenberg, Heft I. S. 49. – Das Tractement kostete der Stadtcasse 510 Thal., der Pocal 162 Thal. und die Kleinodien eben so viel. | ||
| 70. | Marx Meyer, oder was aus einem Hamb. Grobschmidt werden kann. (1533.) | 198 |
| 71. | Die Synode zu Hamburg. (1535.) | 200 |
| Geschichtlich. Wilckens, Ehrentempel S. 256. – Grevii mem. Aepini p. 25. Die Gastmahls-Rechnung in Acten des Stadt-Archivs. | ||
| 72. | Der Frohn mißhauet einen Uebelthäter. (1536.) | 203 |
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| 73. | Wahrhaftige Historia von der Anwesenheit Königs Christian III. von Dänemark in Hamburg. (1538.) I–VIII | 205 |
| 74. | Der Schar-Kapelle Säcularisirung. (1538.) | 219 |
| Geschichtlich. Kiehn, das Hamb. Waisenhaus. S. 11. und 255, woselbst auch die Sage von den gespenstischen Poltergeistn. – Allgemein hat man unter Büchsenhaus ein Armenhaus verstanden, vor welchem mit einer Büchse gesammelt sei. Eine Acte des Stadt-Archivs stellt es aber außer Zweifel, daß darunter ein Arsenal zur Bewahrung von Geschützen aller Art (Büchsen) zu verstehen ist. – Ein sachkundiger Aufsatz in den Wöchentl. Nachrichten von 1808, No. 31, verlegt die Clemens-Kapelle (die man für identisch mit der Schar-Kapelle hält) vors Thor in die Gegend das Eichholzes. | ||
| 75. | Wibeke, die Putzenmakersche. (1541.) | 221 |
| Unzweifelhaft historisch, Plattdeutsch erzählt im Heft 1, S. 137 der von Lappenberg herausg. Chroniken. Die Bezeichnung „Putzenmakersche“ erklärt Richey, Idioticon Hamb. S. 197. | ||
| 76. | Der ewige Jude in Hamburg. (1547.) | 223 |
| Nach einer alten Druckschrift: „Wunderbarlicher Bericht von einem Juden Ahasvero etc. von Chrysostomo Dadalaeo Westphalo, o. J. nebst Abbildung und Anhang. Danzig 1602. Ein neuerer Abdruck davon ist das häufig vorkommende Volksbuch. Benutzt ist Grässe’s Schrift über die Sage vom ewigen Juden. | ||
| 77. | Die Schlacht bei Drakenburg. (1547.) | 227 |
| Geschichtlich, bis auf die Beinamen der beiden Penningks, S. 232. Hamburgs und der Hansestädtische Antheil an dieser denkwürdigen Schlacht ist bisher viel zu wenig hervorgehoben. – Die meisten Chroniken enthalten viel Unrichtiges, z. B. Würtzburg statt Wrisberg; aus dem Obersten von Thumbshirn haben sie einige Domherren gemacht u. s. w. Benutzt sind: Misegaes, Chronik von Bremen III. 259. Noller, Geschichte von Bremen III. 68. – Chr. Spangenberg (Chronik der Bischöfe von Verden) erzählt: die Protest. Truppen hätten mit dem Gesange: „Ein’ feste Burg ist unser Gott,“ ihren Angriff begonnen. – |
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| Ueber den Obersten Penningk: Wilkens, Ehrentempel S. 538. Anckelmann, Inscript. S. 67. – Im Bremer Sonntagsblatt von 1853, No. 43, erzählt Herr O. Klopp die Schlacht nach einer Brem. Chronik vom Bremischen Standpunkte, Hamburgs Antheil fast gänzlich übergehend. Wrisberg wird hier Writzeberg genannt. | ||
| 78. | Von einigen Ungeheuern in der Elbe. (1549 bis 1659.) | 233 |
| Diese Geschichten erzählen nach den Chroniken: Steltzner, Hesselius (Elbstrom) u. A. Vom „Düvels Boomgarden“ und Ritter Montemeduvele spricht Lappenberg, Lorich’s Elbcharte S. 46. | ||
| 79. | Was Alles im Jahre 1557 passirt ist. | 236 |
| 80. | Pestgeschrei und Schloßbrand. (1564.) | 238 |
| 81. | Bestrafter Kornwucher. (1571.) | 241 |
| 82. | Hermann Rodenborg. (Um 1586.) | 243 |
| 83. | Vom Pastor Werner und allerlei Irrlehren. (1589 und später.) | 244 |
| 84. | Der Hansen Spiele zu Bergen. (Vor 1599.) | 246 |
| Diese nur mittelbar hieher gehörige Darstellung dürfte doch Manchem unbekannt und merkenswerth erscheinen. – Handschriftliche Chroniken lassen irrig erst 1623 diese Spiele entstehen. Ich bin der Erzählung des aus Bergen gebürtigen von Holberg gefolgt in seiner Beschreibung der Stadt Bergen (1753.) II. 59 ff. – Ueber Husanus, welcher fast alle Sprachen verstand, poetisch und juristische Werke schrieb und als Syndicus zu Lüneburg sein bewegtes Leben 1587 beschloß, s. Rotermundt, das gelehrte Hannover II. 435. |
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| 85. | Von Würden und Bürden der Brauerknechte. (Um 1600.) | 252 |
| 86. | König Christian IV. in Hamburg. (1603.) | 255 |
| 87. | Der neue St. Catharinen-Thurm und eine Prophezeiung. (1603.) | 266 |
| 88. | Die Meer-Jungfer. (1610.) | 267 |
| Hesselii Elbestrom S. 62. | ||
| 89. | Lewerenz sin Kind. (1611.) | 269 |
| Den Stoff gab eine handschriftliche Chronik, die von dem zehn Fuß langen Jacob Damm erzählt. Ueber das Sprichwort: „Lewerenz sin Kind,“ berichtet Richey. Idiot. Hamb. p. 151; auch Schütz, im Holst. Idiot., und das Bremisch-Niedersächsische Wörterbuch. – Um 1750 ließ sich hier der lange Cajetanus sehen, dessen colossales Portrait noch 1711 im Baumhause gehangen hat; von Heß, Topographie II. 389. | ||
| 90. | Das Englische Ruderboot. (1611.) | 271 |
| Steltzner II. 530. Hesselii Elbestrom S. 82, woselbst eine Abbildung des Bootes und der drei Engländer. – Uffenbach, merkwürdige Reisen II. 114. | ||
| 91. | Die Hansischen Gesandten bei König Gustav Adolf von Schweden. (1620.) | 272 |
| 92. | Der Winterkönig in Hamburg. (1621.) | 273 |
| 93. | Schiffs-Auffliegung bei Neumühlen. (1622.) | 275 |
| Steltzner III. 26. 27. – Hesselii Elbestrom S. 141, wobei die Abbildung der Explosion, während die gerettete Frau landet. – Ausführliche Namen-Angabe der Verunglückten enthält eine handschriftl. Chronik. – Hardkopf’s Predigt: „Denk d’ran, Hamburg,“ hab ich nicht gesehen. | ||
| 94. | Die Fastelabend-Fluth. (1625.) | 278 |
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| 95. | Marcus Meyer und der St. Marcus-Platz. (1625.) | 280 |
| Vorzüglich nach Wortmann’s chronolog. Zusammentrag, die Kirche und das Kirchspiel St. Michaelis betreffend. 1809, S. 110 ff., wo auch die Urkunde der Juraten abgedruckt ist. – Daß der Krayenkamp seinen Namen von dem Pächter eines dortigen Platzes Kraye habe, meint Reddermeyer, Topogr. S. 266. | ||
| 96. | Nach Spandau fahren! (1631.) | 283 |
| In fast allen Chroniken und Geschichtsbüchern als Thatsache erzählt, z. B. Steltzner III. 258 ff. Zimmermann S. 515. | ||
| 97. | Von einem Wärwolfe. (1632.) | 287 |
| Die handschriftl. Beckend. Chronik erzählt den Kern dieser Geschichte. – Wärwolf, nach Adelung vom Altdeutschen War, Mann (vir); also ein Mann-Wolf. S. Tkany, Mythologie II. 183. | ||
| 98. | Vom Gesundbrunnen. (1633.) | 289 |
| Steltzner III. 260 u. s. w. In Hesselii Elbestrom, S. 14 ist auch eine Abbildung gegeben. | ||
| 99. | Von einer Entführung. (Um 1635.) | 290 |
| 100. | Die Hamburgischen Frauen. (Um 1637.) | 295 |
| Aus: Aubery du Maurier, memoires de Hambourg etc. p. 26. Herausg. von Dorvaulx du Maurier, 1737, Haag, 100 Jahre nach der Abschaffung. | ||
| 101. | Ein guter und ein schlechter Trinker. (1637.) | 297 |
| 102. | Elephant, – Neger, – Mißgeburt. (1638.) | 299 |
| 103. | Johann Körner’s Schuld und Sühne. (1639.) | 301 |
| 104. | Die Unterirdischen bei Blankenese und Herr Rist. (1650–1660.) | 307 |
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| 105. | Wie ein Physicus an einer Ohrfeige starb. (1653.) | 311 |
| In den meisten Chroniken und bei Steltzner. – Der bei der Geschichte gegenwärtige Dr. Placcius bemühte sich hernach, dieselbe als Fabel darzustellen (Moller, Cimbria lit. I. 738). Eine Latein. Archival-Notiz bestätigt sie jedoch. | ||
| 106. | Königin Christina von Schweden. (1654.) | 312 |
| 107. | Von der Kleiderordnung. (1652–1654.) | 314 |
| 108. | Vom Schweinekrieg. (1660.) | 317 |
| Geschichtlich. Steltzner III. 776. – Die Hamb. und Lüb. Ansprache auf den halben Sachsenwald deducirt Klefeker, Hamburg. Verordn. und Verfass. X. 249. – Ein Mag. Magnus Gärtner, Hamb. Candidat, ist von 1672–1684 an fünf Orten Prediger gewesen; von Hövelen, a. a. O. S. 130. lobt Hamburgs Wundärtze. | ||
| 109. | Des Gehängten Besuch. (1661.) | 320 |
| 110. | Von einem Selbstmörder. (1662.) | 322 |
| Nach einigen Chroniken. Die Formeln des Gassenrechts: aus Archival-Acten. Im Amte Ritzebüttel lautete es statt „Zeter,“ nach Friesischem Gebrauch „Jodute, Jowehe, Jowach! über den Mörder“ etc. Das Gassenrecht oder die Beschreiung ermordet gefundener Leichen wurde durch Senatsbeschluß vom 17. September 1784 der Regel nach abgestellt. | ||
| 111. | Von einem Zankteufel. (1662.) | 324 |
| 112. | Vom Christinenpförtchen. (1667.) | 328 |
| 113. | Wie ein Trunkenbold curirt wird. (1682.) | 332 |
| 114. | Eine unglückliche Liebesgeschichte. (1695.) | 334 |
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| Chronik. – Siehe auch Dr. Gesscken, die Leichenbegängnisse im siebenzehnten Jahrhundert in der Zeitschr. für Hamb. Geschichte, I. 504. | ||
| 115. | Mag. Lange’s Aergerniß. (1699.) | 338 |
| 116. | Von einem Herzoge und einem Hamburger Bürger. (Um 1700.) | 341 |
| 117. | Hans mit Gott. (Um 1700.) | 345 |
| 118. | Des Kindes Gebet. (1701.) | 346 |
| 119. | Eine wunderbare Rettung. (1710.) | 349 |
| 120. | Von einem feinen Diplomaten. (Um 1720.) | 352 |
| 121. | Abermals vom Hamburgischen Frauenzimmer. (Um 1725.) | 354 |
| 122. | Von ochsigen Dingen. (Um 1730.) | 359 |
| Eine Zusammenstellung mehrer Anekdoten, wozu das alte Hamb. Lustspiel: „die Schlachteltied,“ Schütz, Holst. Idiot. III 181–183; Richey, Hamb. Idiot. 179, und die von einem längst verstorbenen angesehenen hiesigen Bürger erzählte Liebhaberei Anlaß gegeben hat. Der Name ist natürlich fingirt. |
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| Seite | ||
| 123. | Von Herrn Stoltenbarg. (Um 1740.) | 362 |
| 124. | Von einer alten Einhüterin. (Um 1750.) | 364 |
| Desgleichen. – Ueber Zibürken giebt Richey, Idiot. Hamb. S. 349, eine umständliche Erläuterung. Die Geschichte soll, vielleicht etwas später als hier angegeben, wirklich passirt sein. | ||
| 125. | Wat man sick van Altona vertellt. (Üm 1750.) | 370 |
| Der Sage kurzen Kern erzählt Müllenhoff, Schlesw.-Holst. Sagen S. 535. Die richtigere Ableitung des Namens Altona von der alten Au kann hier nicht näher begründet werden. Ueber Altona’s historischen Anfang, s. Lappenberg, Lorich’s Elbcharte S. 69. |
[390]
| Seite | 17, Zeile 4 v. u. lese man Horn, statt Ham |
| “ | 19, in der Ueberschrift: Vorzeichen, statt Borzeichen |
| “ | 74, in der Ueberschrift-Nummer: 29, statt 20. |