Hildegard / Bingen, Äbtissin, Heilige / 1098-1179

Varianter NameHildegard / Heilige, 1098-1179 / 1098-1179 | Hildegard / Sankt / 1098-1179 | Hildegardis / Sancta / 1098-1179 | Hildegardis / Abbatissa / 1098-1179 | Hildegarde / Sainte / 1098-1179 |
Geburtsdatum16.09.1098
GeburtsortBermersheim vor der Höhe 
Sterbedatum17.09.1179
SterbeortBingen am Rhein, große kreisangehörige Stadt 
WirkungsortKloster Bingerbrück | Kloster Disibodenberg | Eibingen
GND-Sachgruppe | Personen zu...Kirche 
In Beziehung stehende PersonElisabeth, von Schönau, Heilige  | Jutta, von Sponheim  | Tenxwindis, Magistra 
Werke in AuswahlLiber Scivias, 1141-51 | Liber vitae meritorum, 1148-63 | Liber divinorum operum, 1163-73/74 | Vita Sancti Ruperti, 1168 | Physica |
QuellenHandschr. Konvolut Büchereistelle Koblenz, Irene Wiesner | Handschr. Konvolut Büchereistelle Koblenz, Henner Grube | Landkreis Mayen-Koblenz: Heimatbuch. - 2013, S. 50-55
GND-Nummer118550993
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LiteraturLiteratur von Hildegard / Bingen, Äbtissin, Heilige in der RPB | Literatur über Hildegard / Bingen, Äbtissin, Heilige in der RPB | Literatur von Hildegard / Bingen, Äbtissin, Heilige in BiblioVino | Literatur über Hildegard / Bingen, Äbtissin, Heilige in BiblioVino

Datum der letzten inhaltlichen Bearbeitung: 12.12.2006

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Biogramm

Sie stammte aus einem alten, edelfreien Geschlecht; der Geburtort ist nicht geklärt, neben Bermersheim wurde auch Niederhosenbach angenommen; sie wurde 1106 in einem, dem Benediktinerkloster angegliederten Frauenkonvent auf dem Disibodenberg von der Nonne Jutta von Sponheim erzogen, deren Nachfolge als Äbtissin sie 1136 antrat; sie hatte seit der Kindheit Visionen und begann 1141 mit deren Niederschrift, wobei der Mönch Volmar und die Nonne Richardis ihr mit der Abfassung in lateinischer Sprache behilflich waren; ausgelöst durch eine Vision erreichte sie 1147 bei Erzbischof Heinrich I. von Mainz eine Verlegung des Frauenklosters auf den Rupertsberg, von wo aus ab 1150 eine weit verbreitete Wirksamkeit Hildegards ausging; die Anerkennung ihrer Sehergabe auf der Synode von Trier 1147-48 nach einer Prüfung durch Papst Eugen III. löste ein positives Echo aus: sie unternahm Predigerreisen nach Frankreich, an den Niederrhein und nach Süddeutschland; sie stand in Briefwechsel mit den Großen des Reichs quer durch Europa; Päpste, Bischöfe, Könige und der Kaiser baten um ihren Rat; sie trat energisch für die Reform des damals vom Verfall bedrohten, kirchlichen Lebens ein; 1158 erkannte der Mainzer Erzbischof die Selbstständigkeit der Rupertsberger Abtei an; 1163 stellte Kaiser Friedrich I. Barbarossa der Abtei einen Schutzbrief aus; 1165 gründete Hildegard ein Tochterkloster in Eibingen; dank bedeutender Schenkungen und Stiftungen wurde sie in die Lage versetzt, für die Armen und Kranken der Region segensreich zu wirken; seit ihrem Tod wird sie als Heilige verehrt; sie war eine der ersten Mystikerinnen, schriftstellernde Ärztin und Naturforscherin; sie verfasste mystische Schriften und theologische Abhandlungen; etwa 70 geistige Lieder, ein Singspiel, ca. 300 Briefe, darunter ein Briefwechsel mit Texwindis von Andernach, und naturwissenschaftliche und medizinische Schriften; Heiligsprechung 2012