Es bestehe für 96 Prozent der Korallenriffe in den Weltmeeren „ein extrem erhöhtes Risiko“, dass sie bis 2075 absterben, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten IUCN-Analyse. Es ist die erste weltweite Untersuchung dieser Art.
Die IUCN schätzte für ihre Prognose den Zustand und die Entwicklung von Korallenriffen vor den Küsten von mehr als 80 Ländern und Gebieten ein. Dabei stufte sie 96 Prozent in die Kategorie „vom Aussterben bedroht“ ein – das ist die höchste von der Organisation definierte Gefährdungsstufe.
Korallen bilden natürliche Barrieren gegen Erosion, sind Reservoirs der Artenvielfalt und Kohlenstoffspeicher. Sie bleichen unter Hitzeeinwirkung aus und sind besonders anfällig für die Auswirkungen der globalen Erwärmung: In wärmeren Ozeanen sterben die Mikroorganismen, die ihnen ihre leuchtenden Farben verleihen und sie mit Nahrung versorgen – die Korallen werden bleich und „verhungern“ schließlich.