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Umrechnung von Zahlensystemen

→ Was sind Zahlensysteme?
→ Anwendung des Hornerschemas
→ Umwandlung Bin�r ↔ Hexadezimal
→ Umwandlung von "Kommazahlen" (b-adischen Br�chen)
→ Berechnen der Periodenl�ngen von Kommazahlen

W�hle die Zahlensysteme und gib in eines der Textfelder eine Zahl im zugeh�rigen gew�hlten System ein. Im anderen Textfeld erscheint die Zahl in das andere System umgerechnet.
Bei Wahl eines anderen Zahlensystems wird das zugeh�rige Textfeld entsprechend neu berechnet, nicht die Zahl zur Berechnung des anderen Feldes uminterpretiert.

Zahlensystem Ziffernfolge

Klicke f�r eine Erl�uterung des Rechenweges der letzten Umwandlung auf diesen Button:

                  bei jeder Eingabe erkl�ren

Wollten Sie die Umwandlung eigentlich gerne in die andere Richtung erkl�rt haben?
Kein Problem: Einfach eine Ziffer der Zahl, die gegeben sein soll, neu schreiben. Damit wird die andere Zahl neuberechnet, und nach erneutem Klick auf den Button wird dieser Weg erkl�rt.

 

Anwendung des Hornerschemas

Die Umrechnung ins Dezimalsystem l��t sich in der Praxis vereinfachen durch Anwendung des sogenannten Hornerschemas. Bei der Addition der Produkte aus Stellenziffer und Potenz der Systembasis lassen sich sukzessive die Basen ausklammern, was insgesamt die Zahl der erforderlichen Rechenschritte reduziert und die Berechnung sehr schematisch macht.

Um eine Erkl�rungen zur Anwendung des Hornerschemas auf die Umwandlung ins Dezimalsystem zu sehen, wandeln Sie im obigen Formular eine Zahl aus einem beliebigen System (nat�rlich au�er dem Dezimalsystem) in das Dezimalsystem um und klicken auf den [Wie geht das?]-Button. Die Berechnung mittels des Hornerschemas wird dann in diesem Fenster erl�utert.

Das Hornerschema findet seine Verwendung vor allem beim Berechnen von Polynomen. Hierbei tritt an die Stelle der Basis der Wert der Variablen und an die Stelle der Ziffern die Koeffizienten des Polynoms, wobei man mit dem Koeffizienten der h�chsten Potenz anf�ngt. Man spart sich bei diesem Verfahren das aufwendige Berechnen der Potenzen der Variable, was viel st�rker ins Gewicht f�llt als bei Stellenwertsystemen!


 

Kleiner Mathematikerwitz

Warum k�nnen amerikanische Mathematiker Weihnachten (wird dort erst am 25. Dezember gefeiert) nicht von Halloween (31. Oktober) unterscheiden?

Antwort: Weil 31(oct) = 25(dez)



 
Was sind Zahlensysteme?

Wir rechnen im Alltag mit dem Dezimalsystem (lat. decimus, der Zehnte) und verwenden dabei die zehn Ziffern 0, 1, ... 9. Der Wert einer Ziffer in einer Zahl h�ngt von ihrer Stelle ab, die erste 3 in 373 hat z.B. einen anderen Wert als die zweite 3, n�mlich dreihundert und nicht drei. Im Dezimalsystem entspricht jeder Stelle eine Potenz der Basis 10: 100=1, 101=10, 102=100 usw.

Nach dieser Art kann man auch Zahlensysteme erzeugen, die eine andere Basis besitzen als 10. Jede Stelle steht f�r ein Vielfaches der entsprechenden Potenz der Basis, und der Ziffernvorrat ist stets 0 bis Basis-1. Das System zur Basis 2 hat damit nur die beiden Ziffern 0 und 1. Da "0 und 1" auch f�r "ja oder nein" oder "an oder aus" oder "Strom oder nicht-Strom" stehen kann, ist dies das Zahlensystem, in denen eigentlich Computer "rechnen" und Daten speichern: Die kleinste Informationseinheit, das Bit, ist gerade die Information �ber die beiden M�glichkeiten 1 oder 0.

Ebenfalls in der Computertechnik gebr�uchlich ist das Hexadezimalsystem, das Zahlensystem mit der Basis 16. Da nur 10 Zahlenzeichen zur Verf�gung stehen, verwendet man die ersten sechs Buchstaben des Alphabets f�r die Zahlen 10 bis 15.
Die Standardeinheit der Informationsgr��e ist ein Byte, das sind 8 Bit. Ein Byte ist die Information �ber eine aus 256 M�glichkeiten, denn die je zwei Zust�nde der acht Bits erm�glichen insgesamt 28=256 M�glichkeiten.
(In dezimaler Darstellung: 0, 1, 2, ... bis 255, im Bin�rsystem: 00000000, 00000001, 00000010, ... bis 11111111.)
Diese Einheit l��t sich mit dem 16er-System viel besser handhaben als mit dem Dezimalsystem, denn 256 ist gerade 162. Somit entsprechen in einer Hexadezimalzahl immer genau zwei Ziffern einem Byte.

 
Das Umrechnen erfolgt in diesem Javascript stets �ber das Dezimalsystem. d.h. die Quellzahl wird zun�chst in das Dezimalssystem und erst dann in das Zielsystem umgewandelt. Wenn die eine Basis eine Potenz der anderen darstellt, geht es auch einfacher (siehe n�chster Abschnitt)! Um Details �ber das Verfahren zu erfahren, w�hle in den Listenfelden zwei verschiedene Systeme und gib in eines der beiden Textfelder eine Zahl im entsprechendenen System ein. Dann klicke auf den Button [ Wie geht das? ], und im gro�en Textfeld wird eine genaue Erkl�rung angezeigt, wie die Zahl umgewandelt wurde.

 

Umwandeln von Bin�r- in Hexadezimalzahlen und umgekehrt
Hexa-
  dezimal  
Bin�r           Hexa-
  dezimal  
Bin�r   
0000081000
1000191001
20010A1010
30011B1011
40100C1100
50101D1101
60110E1110
70111F1111

Jeweils 4 Bin�rstellen entsprechen einer Hexadezimalstelle, denn 16 = 24. Daher lassen sich diese Systeme auch ohne Umweg direkt und stellenweise umwandeln:

Vom Bin�r- ins Hexadezimalsystem:
Unterteile die Bin�rzahl von rechts nach links in 4er-P�ckchen, und wandle jedes P�ckchen nach nebenstehender Tabelle in die entsprechende Hexadezimalziffer um.

Vom Hexadezimal- ins Bin�rsystem:
Wandle die Hexadezimalziffern der Reihe nach in die entsprechenden vierstelligen Bin�rzahlen um.

Beispiele:
49A02(16) = 0100 1001 1010 0000 0010(2) = 1001001101000000010(2)
10010110101011(2) = 0010 0101 1010 1011(2) = 25AB(16)

Hexadezimal
Bin�r

 


Noch ein Witz (?)

Es gibt 10 Gruppen von Menschen: diejenigen, die das Bin�rsystem verstehen, und die anderen.


 

 

Umwandeln von Nachkommazahlen

Das Stellenwertsystem l��t sich rechts vom Komma logisch fortsetzen: Die erste Stelle nach dem Komma repr�sentiert die Vielfachen von b-1 = 1/b zur Zahlenbasis b, die zweite Stelle die Vielfachen von b-2 = 1/b� usw.
Bei der Zahl 0,632 sitzt die 6 auf der Zehntelstelle, die 3 auf der Hunderstelstelle und die 2 auf der Tausendstelstelle. Ein Zehntel ist 10-1, ein Hundertstel 10-2 usw.

Wenn z1, z2, z3, ... die Nachkommaziffern einer Zahl zur Basis b sind, so errechnet sich der Wert durch die Summe

     z1       z2      z3            zn
    ���  +   ���  +  ���  + ... +  ���
     b1       b2      b3            bn

Der Hauptnenner aller Br�che ist bn. Durch Erweitern ergibt sich der Algorithmus, der im obigen Script zur Umrechnung ins Dezimalsystem verwendet und anhand der interaktiven Beispiele erl�utert wird:

     bn-1�z1 + bn-2�z2 + bn-3�z3 + ... + zn
 =  �����������������������������������
                    bn

Beispiel:
 
Die Bin�rzahl 0,1011 entspricht der Summe der Br�che

   1     0     1      1       8�1  +  0  +  2�1  +  1       8 + 2 + 1        11
  ��� + ��� + ��� + ����  =  �������������������������  =  �����������   =  ����  =  0,6875(10)
   2     4     8     16                  16                    16            16

Die strenge Analogie zwischen der Umwandlung von ganzzahligen und gebrochenen Teilen l��t sich gut bei den interaktiven Erl�uterungen zum Rechner oben auf dieser Seite sehen.

 

Die Umwandlung von Dezimalbr�chen in andere Zahlensysteme ("b-adische Br�che") weist ebenfalls Analogien zur Umwandlung der Ganzzahlen auf. Dem Teilen mit Rest durch die Basis bei den Ganzzahlen entspricht hier das Multiplizieren mit der Basis und das Abtrennen des ganzzahligen Teils.

Es folgt ein Zahlenbeispiel zur Umwandlung eines Dezimalbruchs in die Basis 5.
In positiven Dezimalzahlen < 1 k�nnen maximal vier F�nftel (ganz) enthalten sein; der Rest setzt sich aus maximal 4/25 plus maximal 4/125 usw. zusammen. Wieviele F�nftel in einem Dezimalbruch ganz enthalten sind, erh�lt man durch Multiplikation des Dezimalbruchs (d.h. der Nachkommastellen) mit 5.

Bei der Multiplikation des Dezimalbruchs 0,78 mit 5 erh�lt man 3,9. In 0,78 sind also drei F�nftel (=0,6) ganz enthalten. Schneidet man nun die 3 von 3,9 ab, so bleibt ein Rest kleiner 1, der sich wiederum aus Vielfachen von 1/5, 1/25, 1/125, 1/625 usw. zusammensetzt. Da die 3,9 jedoch bereits durch Multiplikation mit 5 entstanden ist und durch "Abschneiden" der 3 bereits die Vielfachen der 1/5 gestrichen wurden, ergibt der analoge n�chste Schritt, mit dem Rest 0,9 durchgef�hrt, bereits die in 0,78 enthaltenen Vielfachen von 1/25, der �bern�chste die Vielfachen von 1/125 usw.:

0,9�5 = 4,5 --> Vier F�nfundzwanzigstel, Rest 0,5
0,5�5 = 2,5 --> Zwei Einhundertf�nfundzwanzigstel, Rest 0,5
0,5�5 = 2,5 --> Zwei Sechshundertf�nfundzwanzigstel, Rest 0,5
usw. --> Periode 2.

Damit ergibt sich:

               3      4      2       2        2                 —
 0,78(10)  =  ��� + ���� + ����� + ����� + ������ + ...  =  0,342(5) 
               5     25     125     625     3125

 


Version: 28. 10. 2006
©
Arndt Br�nner
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