Der Lehrermedientag ist eine gemeinsame Aktion der bayerischen Tageszeitungen und steht am 18.11.2026 unter dem Motto: Konstruktive Debattenkultur – Impulse für den Schulalltag
Polarisierung, Empörungsdynamiken und algorithmisch verstärkte Inhalte verändern die Debattenkultur – auch im Schulalltag. Der Lehrermedientag der bayerischen Zeitungen am 18. November 2026 zeigt, wie Lehrkräfte einen Rahmen schaffen können, in dem kontroverse Themen respektvoll, offen und faktenbasiert diskutiert werden.
Im Klassenzimmer treffen unterschiedliche Meinungen, Informationsquellen und Erfahrungen aufeinander. In ihrer Keynote „Hören, was ist – Verständigung im KI-Zeitalter“ zeigt Ellen Heinrichs vom Bonn Institute, wie Lehrkräfte Debatten über kontroverse Themen im Unterricht konstruktiv begleiten können. Dabei gibt sie konkrete Anregungen, wie Zuhören, Perspektivwechsel und faktenbasierte Urteilsbildung gestärkt werden können – gerade in einer Medienwelt, in der Debatten, Informationssuche und Meinungsbildung zunehmend durch algorithmische Empfehlungen, soziale Netzwerke und KI-generierte Inhalte beeinflusst werden.
Wie diskutieren wir fair – auch wenn wir anderer Meinung sind? Dr. Ronen Steinke, Jurist und Journalist bei der Süddeutschen Zeitung, spricht beim Lehrermedientag darüber, warum freie Meinungsäußerung zur Demokratie gehört – und warum wir auch unbequeme Meinungen aushalten und diskutieren müssen. Er erklärt, warum demokratische Debattenräume geschützt, gestaltet und immer wieder neu verhandelt werden müssen.
Angesprochen sind Lehrkräfte aller Schularten und aller Jahrgangsstufen. Die Schirmherrschaft hat Kultusministerin Anna Stolz übernommen.
Der Lehrermedientag der bayerischen Zeitungen findet in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, der Mediaschool Bayern und Start Into Media statt.