Marc Bartl | 4. August 2020 um 14:40
stern-Chefredakteurin Anna-Beeke Gretemeier
SZ-Chefredakteurin Judith Wittwer
Unter Deutschlands Leitmedien ist der "Stern" die einzige Redaktion, in der Frauen mindestens so viel Verantwortung tragen wie Männer. Nach der jüngsten Analyse des gemeinnützigen Vereins ProQuote Medien vom Juli 2020 kommt die Gruner+Jahr-Zeitschrift auf einen Frauenmachtanteil von 52 Prozent. Damit kann der "Stern" seine Spitzenposition im ProQuote-Ranking zum dritten Mal hintereinander behaupten. Dahinter folgen der "Spiegel" (40 Prozent) und die "Zeit" (35,8 Prozent). Bei der "Süddeutschen Zeitung", die zuletzt unter die 30-Prozent-Marke gesackt war, machen sich die Berufungen von Judith Wittwer als neuer Chefredakteurin neben Wolfgang Krach und Alexandra Föderl-Schmidt als stellvertretender Chefredakteurin positiv bemerkbar. Mit 34,8 Prozent Frauenmachtanteil belegt die SZ Platz 4 des Rankings. Weiterhin männerdominiert sind hingegen die Springer-Zeitungen "Bild" und "Welt" sowie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und Schlusslicht "Focus". Keines der vier Medien kommt über einen Frauenmachtanteil von 25 Prozent, beim "Focus" sind es sogar nur 15,2 Prozent. Dazu Edith Heitkämper, Vorsitzende des Vorstands von ProQuote Medien: "Im Jahr 2020 sollte es selbstverständlich sein, auf eine ausgewogene Verteilung der redaktionellen Macht zu achten. Wer das nicht tut, sieht nicht nur alt aus, sondern drosselt die eigene Kreativitäts- und Innovationskraft." Die Rangfolge im Einzelnen: Frauenmachtanteile in deutschen Leitmedien Juli 2020

Das nächste große Ding im Nutzermarkt
Wie Medien mit Liquid Content die Bedürfnisse ihres Publikums radikal in den Mittelpunkt stellen. Wozu Top-Berater Dmitry Shishkin als Erfinder des User-Needs-Modells jetzt rät.
Als registrierter Nutzer erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu exklusiven Medien-Storys, wichtigen Personalien, spannenden Debatten, relevanten Jobs, Rankings & Cases.