Liselotte Ronte
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Liselotte Ronte, geborene Davisson (1914–2004) war eine deutsche Romanistin und Übersetzerin, die vor allem literarische Werke aus dem Französischen ins Deutsche übertrug.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Liselotte Ronte war die Tochter des Violinisten und Dirigenten Walther Davisson und der Pianistin und Komponistin Anna Yvonne Röthlisberger. Sie hatte zwei jüngere Schwestern: die Violinistin und Sprachlehrerin Anne-Marie Dobschütz (1918–1977) und Christel Hetty von Huetz (1928–1984). 1939 heiratete sie den Kulturdezernenten Heinz Ronte.[1] In den 1960er Jahren veröffentlichte sie erste Übersetzungen. Ihre bedeutendsten Übersetzungen (von Alphonse Daudet, George Sand und Voltaire) erschienen in den 1980er Jahren.
Ihr Sohn Dieter Ronte (* 1943) ist Kunsthistoriker.
Werke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Übersetzungen aus dem Französischen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Pierre-Henri Simon: Portrait eines Offiziers. Wunderlich, Tübingen 1960.
- H.-L. Montaigut: Der rote Stier. Roman. Wunderlich, Tübingen 1960.
- Jacques Fauvet: Von de Gaulle bis de Gaulle. Frankreichs Vierte Republik. Wunderlich, Tübingen 1961.
- Marcel Niedergang: Sturm über dem Kongo. Aus dem Französischen übertragen von Liselotte Ronte und Hans Roesch. Wunderlich, Tübingen 1961.
- Jean-Paul Serbet: Der Mensch im Gefängnis. Ein Bericht. Kiepenheuer & Witsch, Köln / Berlin 1963.
- Françoise Linarès: Sophie, mon coeur. Roman. Deutscher Bücherbund, Stuttgart / Hamburg 1964. Amadis Verlag, Karlsruhe 1964.
- Armand Lanoux: Wenn das Meer zurückweicht. Roman. Hoffmann und Campe, Hamburg 1965. Aufbau-Verlag, Berlin 1967.
- Alphonse Daudet: Montagsgeschichten. Winkler, München 1981.
- George Sand: Sie und Er. Winkler, München 1982. Dtv, München 1992. Eder & Bach, München 2015.
- Voltaire: Sämtliche Romane und Erzählungen. Aus dem Französischen übertragen von Liselotte Ronte und Walter Widmer. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1984.
- Alphonse Daudet: Briefe aus meiner Mühle. Ill. u. Buchschmuck von André E. Marty. Winkler, München 1986. 2. Aufl. 1987. 3. Aufl. 1990.
- Jules Renard: Nicht so laut, bitte! Aus dem Tagebuch. Illustriert von Nikolaus Heidelbach. Gatsby, Zürich 2022.
Übersetzungen aus weiteren Sprachen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Teresa Casuso: Cuba und Castro. Kiepenheuer & Witsch, Köln / Berlin 1962.
- Walter Adolf Jöhr / Hans Wolfgang Singer: Die Nationalökonomie im Dienste der Wirtschaft. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1964.
Übersetzungen in Hörspielproduktionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2004: George Sand: Sie & Er (2 Teile) – Regie: Angeli Backhausen (Hörspielbearbeitung – WDR)[2]
- 2013: Jules Renard: Ideen in Tinte getaucht. Aus dem "Journal" 1887–1910 – Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen (Hörspielbearbeitung – HR)[3]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Davisson, Adolph Walther. In: Hessische Biografie. 15. Dezember 2024, abgerufen am 7. Februar 2025.
- ↑ ARD-Hörspieldatenbank (Sie & Er (2. Teil), WDR 2004)
- ↑ ARD-Hörspieldatenbank (Ideen in Tinte getaucht, HR 2013)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ronte, Liselotte |
| ALTERNATIVNAMEN | Davisson, Liselotte (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Romanistin und Übersetzerin |
| GEBURTSDATUM | 1914 |
| STERBEDATUM | 2004 |