Prince Sultan Air Base
| قاعدة الأمير سلطان الجوية Prince Sultan Air Base Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan | ||
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| Wartungsbereich des Stützpunktes | ||
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| Kenndaten | ||
| ICAO-Code | OEPS | |
| IATA-Code | AKH | |
| Koordinaten | 24° 3′ 46″ N, 47° 34′ 50″ O | |
| Höhe über MSL | 503 m (1.650 ft) | |
| Verkehrsanbindung | ||
| Entfernung vom Stadtzentrum | 110 km südöstlich von Riad, 25 km östlich von al-Chardsch | |
| Basisdaten | ||
| Betreiber | saudi-arabische Luftwaffe, US Air Force | |
| Start- und Landebahnen | ||
| 17L/35R | 4000 m × 45 m Asphalt | |
| 17R/35L | 4000 m × 45 m Asphalt | |

Die Prince Sultan Air Base (PSAB, arabisch قاعدة الأمير سلطان الجوية, DMG Qāʿidat al-Amīr Sulṭān al-Ǧawwiyya), auch Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan[1], ist eine Militärbasis der saudi-arabischen Luftwaffe südlich der geschlossenen Stadt al-Chardsch, Saudi-Arabien.[2] Sie ist benannt nach dem früheren saudi-arabischen Verteidigungsminister und Kronprinzen Sultan bin Abd al-Aziz Al Saud.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Golfkrieg 1990/91
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Stützpunkt entstand zu Beginn der 1990er Jahre als halbfertige saudi-arabische Militäranlage in der Wüste nahe al-Chardsch. Im Herbst 1990 wurde er im Rahmen der Operation Desert Shield von US-Planern entdeckt und innerhalb weniger Wochen von November 1990 bis Januar 1991 von US-Streitkräften ausgebaut, um Kampfflugzeuge näher an die irakischen Verbände heranzubringen.[3] Die Basis war damals nur mit einer Startbahn, einem Rollweg und einem Vorfeld ausgestattet; ein RED-HORSE-Pionierverband der US Air Force baute sie mit mehr als 25 Bauprojekten im Wert von über 14,6 Millionen US-Dollar zur größten Luftwaffenbasis im Einsatztheater aus.[4] Unter dem damaligen Spitznamen "Al's Garage" diente sie als Stützpunkt für Kampfflugzeuge während der Operation Desert Storm. Nach Kriegsende wurde die Basis weitgehend aufgegeben.
Operation Southern Watch (1996–2003)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Terroranschlag auf die Khobar Towers in Dhahran am 25. Juni 1996, bei dem 19 US-Soldaten getötet und rund 500 weitere verletzt wurden, verlegte das US-Zentralkommando alle USAF-Aktivitäten aus der Region Dhahran in die abgelegene und besser gesicherte Prince Sultan Air Base.[3] Innerhalb weniger Wochen entstand eine Zeltstadt für rund 4.500 US-Soldaten, britische und französische Kräfte. Die Basis übernahm fortan die zentrale Rolle bei der Operation Southern Watch, der Überwachung der irakischen Flugverbotszone südlich des 32. Breitengrads.
Die US-Präsenz umfasste Kampfflugzeuge wie F-15, F-16 und EF-111, dazu britische Tornados und französische Mirage 2000, sowie Frühwarnflugzeuge vom Typ Boeing E-3 (AWACS), Tankflugzeuge und Aufklärungsflugzeuge.[3] Im Sommer 2001 verlegte das Combined Air Operations Center (CAOC) von Eskan Village nach PSAB, wodurch der Stützpunkt zum zentralen Gefechtsstand für alle Koalitionslufteinsätze in der Region wurde.
Afghanistankrieg und Irakkrieg (2001–2003)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 verweigerte die saudi-arabische Regierung die Nutzung der Basis für offensive Luftoperationen gegen Afghanistan, erlaubte jedoch die Koordinierung der Einsätze von dort.[4] Während der Invasion des Irak 2003 diente PSAB als wichtiger Führungsstützpunkt. Im April 2003 vereinbarten US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und der saudi-arabische Verteidigungsminister Prinz Sultan den Abzug aller US-Kampftruppen. Ab Mitte 2003 wurden die rund 4.500 US-Soldaten sowie das CAOC nach Al-Udeid in Katar verlegt.[3]
Zwischen 2003 und 2005 waren noch Tankflugzeuge vom Typ Vickers VC10 des No. 101 Squadron RAF zur Unterstützung der Operation Telic stationiert.
Rückkehr der US-Streitkräfte ab 2019
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach 15 Jahren Abwesenheit begannen die Vereinigten Staaten im Juni 2019, ihre Kräfte auf dem Stützpunkt wieder aufzubauen.[5] Anlass waren iranische Angriffe auf Öltanker im Golf von Oman sowie der Drohnen- und Raketenangriff auf Ölanlagen von Saudi Aramco in Abqaiq im September 2019. Im Oktober 2019 wurden rund 2.000 zusätzliche US-Soldaten verlegt, dazu B-1B-Bomber, F-22-Tarnkappenjäger und Patriot-Raketenabwehrsysteme.[6] Am 17. Dezember 2019 wurde der 378th Air Expeditionary Wing auf PSAB offiziell reaktiviert.
Im Zuge der Vorbereitungen auf die Israelisch-US-amerikanischen Angriffe auf den Iran 2026 wurde berichtet, dass mehrere Flugzeuge auf dem Luftwaffenstützpunkt zusammengezogen wurden. Jedoch gab Saudi-Arabien bekannt, es würde keine Operationen auf seinem Staatsgebiet erlauben, welche den Iran angreifen würden.[7]
Irankrieg 2026
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Während des Irankrieges 2026 wurde ein US-Soldat bei einem iranischen Angriff am 1. März 2026 getötet.[8] Am 2. März 2026 wurden fünf iranische Drohnen in der Nähe des Stützpunkts abgefangen und zerstört.[9] Etwa zwei Wochen später kam es zur Beschädigung von fünf KC-135 Stratotanker-Flugzeugen der US-Luftwaffe bei einem iranischen Raketenangriff.[8] Am 27. März 2026 beschädigte ein iranischer Raketen- und Drohnenangriff auf die Basis mehrere US-Tankflugzeuge und verletzte fünfzehn US-Soldaten, darunter fünf schwer.[10][11] Auch eine Boeing E-3 Sentry wurde durch den Angriff vollständig zerstört.[12][13][14] Es wurde zudem berichtet, dass bei einem Angriff zu Beginn derselben Woche 14 US-Soldaten verletzt worden seien.[15]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- PRINCE SULTAN AB. In: worldaerodata.com. Archiviert vom am 14. November 2019; abgerufen am 30. März 2026 (englisch, Daten des Luftwaffenstützpunkts).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Wo die USA ihre Soldaten stationiert haben. In: Tagesschau. 28. Februar 2026, abgerufen am 1. März 2026.
- ↑ World Aero Data: PRINCE SULTAN AB ( vom 17. Februar 2013 im Webarchiv archive.today).
- 1 2 3 4 The Short, Strange Life of PSAB. In: Air & Space Forces Magazine. 1. Juli 2012, abgerufen am 23. April 2026 (englisch).
- 1 2 Prince Sultan Air Base. In: GlobalSecurity.org. Abgerufen am 23. April 2026 (englisch).
- ↑ Courtney Kube: U.S. military has begun reestablishing air base inside Saudi Arabia. NBC, 20. Juli 2019, abgerufen am 1. März 2026 (englisch).
- ↑ US preparing to send hundreds of troops to Saudi Arabia amid Iran tensions. In: CNN. 17. Juli 2019, abgerufen am 23. April 2026 (englisch).
- ↑ Satellite images show more aircraft at Saudi airbase used by US forces. Reuters, 27. Februar 2026, abgerufen am 1. März 2026 (englisch).
- 1 2 Michael Scanlon: Iran missile strike damages five KC-135 tankers in Saudi Arabia, officials say. In: Military Times. 16. März 2026, abgerufen am 30. März 2026 (englisch).
- ↑ Huda Ata: Saudi Arabia intercepts five drones near Prince Sultan Air Base. Gulf News, 2. März 2026, abgerufen am 2. März 2026 (englisch).
- ↑ At least 12 US troops hurt in Iranian strike on Saudi base, refueling planes damaged. Abgerufen am 28. März 2026 (englisch).
- ↑ Iranian Missiles Hit USAF KC-135 Tankers in Saudi Arabia. Abgerufen am 27. März 2026 (englisch).
- ↑ Dario Leone: USAF E-3 Sentry, Multiple KC-135s damaged in Iranian attack on Prince Sultan Air Base. The Aviation Geek Club, 28. März 2026, abgerufen am 29. März 2026 (englisch).
- ↑ US AWACS aircraft hit in Iran strike: Damage to E-3 Sentry raises alarm over airpower blind spots. In: Moneycontrol. 28. März 2026, abgerufen am 29. März 2026 (englisch).
- ↑ Emma Pengelly, Shayan Sardarizadeh, Jake Horton: Photos show heavily damaged US radar jet at Saudi base. 29. März 2026, abgerufen am 29. März 2026 (englisch).
- ↑ Iran strikes US base in Saudi Arabia; Yemen’s Houthis join the war. POLITICO, 28. März 2026, abgerufen am 29. März 2026 (englisch).


