Östliche Wei-Dynastie

Die Östliche Wei-Dynastie (chinesisch 東魏 / 东魏, Pinyin Dong Wei; 534–550), eine der Nördlichen Dynastien aus der Zeit der Nord- und Süd-Dynastien, folgte der Auflösung der Nördlichen Wei-Dynastie und herrschte über das nördliche China von 534 bis 550.
Im Jahr 534 setzte Gao Huan (高歡), der Potentat der östlichen Hälfte von dem, was einst das Gebiet der Nördlichen Wei gewesen war, nach der Auflösung der Nördlichen Wei-Dynastie Yuan Shanjian als Herrscher der Östlichen Wei ein. Die Hauptstadt des kurzlebigen Reichs war Ye im heutigen Süd-Hebei. 539 wurde Ye mit einer Befestigungsmauer umgeben. Yuan Shanjian war eine Marionette, da die wirkliche Macht in den Händen von Gao Huan lag. Dessen Militär war vor allem nomadischer Herkunft und dem chinesischen Einfluss abhold. Mehrere Feldzüge gegen die benachbarten Westlichen Wei wurden unternommen, in der Bemühung, das Gebiet, das einst von der Nördlichen Wei gehalten wurde, wiederzuvereinen. Diese Feldzüge waren jedoch nicht erfolgreich. 543 wurden Verteidigungsmauern gegen die Türken errichtet. Nach dem Tod von Gao Huan (547) waren seine Söhne Gao Cheng (高澄) und Gao Yang (高洋) in der Lage, seine Politik der Kontrolle des Kaisers fortzusetzen, aber 550 setzte Gao Yang Yuan Shanjian ab und gründete seine eigene Dynastie, die Nördliche Qi-Dynastie.[1]
Buddhistische Kunst
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die buddhistische Kunst der Östlichen Wei zeigt eine Kombination aus graeco-buddhistischen Kunsteinflüssen von Gandhara und Zentralasien (Darstellungen von farbige Bänder haltenden fliegenden Figuren, Falten der Draperie im griechischen Stil), zusammen mit chinesischen künstlerischen Einflüssen.
Herrscher der Östlichen Wei-Dynastie 534–550
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Postumer Name (Shi Hao 諡號) | Personenname | Dauer der Regentschaft | Äranamen (Nian Hao 年號) und jeweilige Zeitspanne |
|---|---|---|---|
| Nördliche Dynastie | |||
| chinesische Konvention: Östliche Wei + postumer Name | |||
| Xiao Jing Di (孝靜帝 xiào jìng dì) | Yuan Shanjian (元善見 yuán shàn jiàn) | 534-550 | Tianping (天平 tiān píng) 534-537
Yuanxiang (元象 yuán xiàng) 538-539 Xinghe (興和 xīng hé) 539-542 Wuding (武定 wǔ dìng) 543-550 |
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Jacques Gernet: Die chinesische Welt. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1988 (französische Originalausgabe Paris 1972), ISBN 3-518-38005-2, S. 167 und 590.