Breloh (Munster)
Breloh Stadt Munster | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 53° 0′ N, 10° 5′ O | |
| Fläche: | 28,81 km²[1] | |
| Einwohner: | 2770[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 96 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |
| Postleitzahl: | 29633 | |
| Vorwahl: | 05192 | |
Lage von Breloh in Niedersachsen | ||
Breloh ist eine Ortschaft und eine Gemarkung der Stadt Munster im Heidekreis in Niedersachsen. Bis 1972 bildete Breloh eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Soltau.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Dorf Breloh liegt in der Lüneburger Heide an der Örtze direkt nördlich der Kernstadt von Munster und ist außerhalb der Kernstadt der bevölkerungsreichste Ortsteil von Munster. Der größte Teil des ehemaligen Gemeindegebiets gehört zum Truppenübungsplatz Munster Nord.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Breloh gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Ebstorf des Kurfürstentums Hannover.[2] Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zum französischen Satellitenstaat Königreich Westphalen und dort zum Kanton Ebstorf im Departement der Aller.[3] 1814 fiel Breloh an Hannover zurück und gehörte dort zunächst wieder zum Amt Ebstorf. Die Gemeinde Breloh gehörte seit 1852 zum Amt Soltau.[4] 1867 fiel Breloh mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Soltau.
Im Waldgebiet um das Dorf Breloh entstand ab 1917 der sogenannte Gasplatz Breloh mit mehreren Werken für die Herstellung von chemischen Kampfstoffen und zur Fertigung von entsprechender Munition.[5] Im Zweiten Weltkrieg wurde auf dem Gelände die Heeresversuchsstelle Raubkammer betrieben. Heute ist das Gelände Teil des Truppenübungsplatzes Munster Nord.
Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Breloh am 1. Juli 1972 Teil der Stadt Munster.[6]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1812 | 103 | [3] |
| 1845 | 135 | [7] |
| 1871 | 145 | [8] |
| 1885 | 122 | [9] |
| 1895 | 128 | [10] |
| 1910 | 175 | [11] |
| 1925 | 248 | [12] |
| 1939 | 795 | [12] |
| 1950 | 2802 | [13] |
| 1961 | 2333 | [13] |
| 1970 | 2833 | [13] |

Baudenkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Wohnwirtschaftsgebäude des Krusenhofs an der Gustav-Meyer-Straße 101 steht unter Denkmalschutz.
Öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Breloh hat eine eigene Ortsfeuerwehr mit einem Gerätehaus am Birkenweg.[14]
Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Schützengilde Breloh betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des Schützenbrauchtums.[15]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Daten und Karte der Gemarkung Breloh
- ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777, S. 23 (google.de).
- 1 2 Georg Hassel: Statistisches Repertorium über das Königreich Westphalen. Vieweg, Braunschweig 1813 (uni-muenster.de).
- ↑ Verordnung, die Bildung der Amtsgerichte und untern Verwaltungsbehörden betr., vom 7. August 1852
- ↑ Michael Grube: Kampfstoff in Munster-Nord – Heeresversuchsstelle Raubkammer. In: geschichtsspuren.de. Abgerufen am 16. August 2018.
- ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1972
- ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 90 (google.de).
- ↑ Volkszählung 1871
- ↑ Volkszählung 1885
- ↑ Volkszählung 1895
- ↑ Der Kreis Soltau im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2023.
- 1 2 Michael Rademacher: Soltau. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- 1 2 3 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
- ↑ Website der Ortsfeuerwehr Breloh
- ↑ Webauftritt der Schützengilde Breloh
