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Gotteszell

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Wappen Deutschlandkarte
Image
Gotteszell
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gotteszell hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 58′ N, 12° 58′ OKoordinaten: 48° 58′ N, 12° 58′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Regen
Verwaltungs­gemeinschaft: Ruhmannsfelden
Höhe: 510 m ü. NHN
Fläche: 9,22 km²
Einwohner: 1139 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94239
Vorwahl: 09929
Kfz-Kennzeichen: REG, VIT
Gemeindeschlüssel: 09 2 76 123
Gemeindegliederung: 16 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 1
94239 Ruhmannsfelden
Website: gotteszell.info
Erster Bürgermeister: Josef Saller (CSU)
Lage der Gemeinde Gotteszell im Landkreis Regen
KarteLandkreis ChamLandkreis Straubing-BogenLandkreis DeggendorfLandkreis Freyung-GrafenauZwieselZachenbergViechtachTeisnachRuhmannsfeldenRinchnachRegen (Stadt)PrackenbachPatersdorfLindbergLangdorfKollnburgKirchdorf im WaldKirchberg im WaldGotteszellGeiersthalFrauenauDrachselsriedBöbrachBodenmaisBischofsmaisBayerisch EisensteinArnbruckAchslachTschechien
Karte

Gotteszell ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Regen.

Geografische Lage

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Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald inmitten des Bayerischen Waldes, eingebettet ins obere Teisnachtal zwischen den bewaldeten Bergen Hirschenstein (1092 m), Vogelsang (1022 m), Dreitannenriegel (1090 m) und Einödriegel (1121 m). Die Ortschaft Gotteszell liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen den Städten Viechtach, Deggendorf und der Kreisstadt Regen (jeweils 16 km entfernt), welche über die Bundesstraßen 11 und 85 erreichbar sind. Außerdem besitzt Gotteszell einen eigenen Bahnhof der Bayerischen Waldbahn mit Verbindungen im Stundentakt nach Plattling, Bayerisch Eisenstein und Viechtach.

Gemeindegliederung

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Es gibt 16 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Gotteszell kann auf eine langjährige Zeit als Klosterort zurückblicken. Gegründet wurde das Kloster Gotteszell 1286 unter dem Namen Cella Dei. Sehenswert ist auch die Asam-Kirche St. Anna mit dem berühmten Asamgemälde von Cosmas Damian Asam, sowie dem einmalig schön gelegenen Kalvarienberg mit den Kreuzwegstationen und der Lourdeskapelle, die noch lebendige Zeugen aus der Klosterzeit sind.

1999 wurde eine von Günther Kaunzinger konzipierte viermanualige Orgel von Thomas Jann (Allkofen) erbaut. Seit dieser Zeit finden regelmäßige „Konzerte internationaler Interpreten“ statt, welche auch schon viele berühmte Organisten nach Gotteszell lockten.

Image
Blick auf Gotteszell aus nördlicher Richtung. In der Mitte ist die ehemalige Klosterkirche und jetzige Pfarrkirche erkennbar.

Einwohnerentwicklung

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Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1173 auf 1222 um 49 Einwohner bzw. um 4,2 %.

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ruhmannsfelden.

Der Gemeinderat setzte sich nach den Kommunalwahlen seit 2014 wie folgt zusammen:

Partei 2026[4] 2020[5] 2014
% Sitze % Sitze % Sitze
CSU 53,5 6 58,03 7 51,85 6
SPD/FW 31,4 4 41,97 5
JU 15,1 2
SPD 25,90 3
FW 22,25 3

Erster Bürgermeister ist seit Mai 2026 Josef Saller (CSU). Er wurde am 8. März 2026 mit 92,6 % der Stimmen gewählt.

Wappen von Gotteszell
Wappen von Gotteszell
Blasonierung: „Durch eine eingeschweifte silberne Spitze, darin eine blaue Taube mit rotem Schnabel und roten Krallen, die einen grünen Zweig im Schnabel hält, gespalten; vorne in Schwarz ein rot-silbern geschachter Schrägbalken, hinten gespalten von Rot und Silber, belegt mit einem goldenen Balken.“[6]
Wappenbegründung: Für die Geschichte des Gemeindegebiets war vor allem die 1285 gegründete Zisterzienserabtei Gotteszell prägend. Darauf nimmt das Gemeindewappen Bezug. Der von Rot und Silber geschachte Schrägbalken, der sog. Zisterzienserbalken, findet sich seit dem frühen 16. Jahrhundert im Klosterwappen. Die Taube mit dem Zweig im Schnabel stammt aus dem persönlichen Wappen von Abt Wilhelm II., der von 1716 bis 1760 das Kloster führte; in dieser Zeit entstand im Wesentlichen die barocke Ausstattung der Klosterkirche. Die mit einem goldenen Balken belegte Spaltung von Rot und Silber im hinteren Feld orientiert sich an der Gestaltung des Klosterwappens, wie es erstmals im Rundsiegel von 1405 überliefert ist und in verschiedenen Varianten seit dem 17. Jahrhundert als Bestandteil des klösterlichen Dreischildwappens weiter geführt wurde.

Dieses Wappen wird seit 1986 geführt.

Bau- und Bodendenkmäler

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Zwischen September und November 2010 wurde in Gotteszell Eine ganz heiße Nummer gedreht, eine Filmkomödie von Markus Goller, die an das Niveau der Schweizer Produktion Die Herbstzeitlosen und der britischen Sozialkomödie Ganz oder gar nicht heranreicht. Der Film kam am 27. Oktober 2011 in den Kinos und hatte mehr als eine Million Kinobesucher.

Der Film wurde mit Eine ganz heiße Nummer 2.0 (2019) unter der Regie von Rainer Kaufmann fortgesetzt.

Eine besondere Bedeutung im Vereinsleben des Ortes hat der Volleyballverein Gotteszell. Die erste Damenmannschaft des Vereins spielte über mehrere Jahre in überregionalen Spielklassen. In der Saison 2014/15 wurde sie Meister der Landesliga und stieg in die Bayernliga Süd auf. Dort erreichte die Mannschaft 2017 den fünften und 2018 den dritten Platz. In der Saison 2018/19 gewann sie die Meisterschaft der Bayernliga Süd und schaffte in der folgenden Saison 2019/20 als Meister der Regionalliga Südost[7] den Aufstieg.

1923 gab die Gemeinde eigenes Notgeld heraus.[8]

Etwas außerhalb des Ortes liegt in der Nachbargemeinde Zachenberg der Bahnhof Gotteszell an der Bahnstrecke Plattling – Zwiesel – Bayerisch Eisenstein. Er wird im Stundentakt in Richtung Plattling, Viechtach und Bay. Eisenstein bedient.

Hier hat sie seit 1928 Anschluss an die private Bahnstrecke der Regentalbahn AG aus Viechtach, dem Stammsitz der Gesellschaft. Diese Bahnstrecke führte bis 1991 über Viechtach hinaus weiter nach Blaibach, wo sie Anschluss an die Strecke Cham–Bad Kötzting hatte.

Persönlichkeiten

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Commons: Gotteszell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
  2. ↑ Gemeinde Gotteszell in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2018.
  3. ↑ Gemeinde Gotteszell, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 22. Dezember 2021.
  4. ↑ Ergebnisse Wahl des Gemeinderates in Gotteszell. Abgerufen am 30. August 2026.
  5. ↑ Kommunalwahlen 2020 in der Gemeinde Gotteszell - Übersicht. Ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 19. November 2020. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  6. ↑ Wappen von Gotteszell in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  7. ↑ Gotteszeller Volleyballerinnen sind Regionalligameister (Gotteszell). Abgerufen am 6. Oktober 2026.
  8. ↑ Notgeld in Gotteszell
  9. ↑ Zweiter Weltkrieg: Der Deserteur im Bayerischen Wald. 23. September 2016, abgerufen am 31. August 2026.