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Hans Schmotzer

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Hans Schmotzer (* 1. Mai 1883 in Breitenau (Obernzenn); † 1962) war ein deutscher Unternehmer und Bürgermeister.

Schmotzer wurde als Sohn eines Ziegeleibesitzers geboren. Nach Ausbildung und Militärdienst gründete er 1905 in Windsheim eine Fahrradhandlung, der er einen Vertrieb von landwirtschaftlichen Maschinen und eine Werkstatt anschloss. Seine Maschinenfabrik Schmotzer entwickelte er aus kleinsten Anfängen zu einem der bedeutendsten und bekanntesten Unternehmen der bayerischen Landmaschinenindustrie. Ab 1910 stellte er erste eigene Vorderwagen für Mähmaschinen und Schrotmühlen her. 1922 nahm er die Produktion von Hackmaschinen auf, 1926 die Herstellung von Kartoffelrodern, die er in alle Welt exportierte. Für die Belegschaft schuf er soziale Einrichtungen und unterstützte den Bau von Wohnungen. 1937 heiratete er Christine Schmotzer geborene Freiin von Nesselrode-Hugenpoet. Nachdem seine Frau am 12. April 1945 vor dem Rathaus an der Demonstration von 200 bis 300 Windsheimer Frauen, dem so genannten „Windsheimer Weibersturm“ teilgenommen hatte, die eine friedliche Übergabe der Stadt forderten, wurde sie am nächsten Tag vom SS-Sturmbannführer Karl Schmid vor seinen Augen vor dem Kantinengebäude der Fabrik als „Verräterin“ erschossen.

Von 1952 war er ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Windsheim. Während seiner Amtszeit wurden große Fortschritte im Straßenbau, in der Wasserversorgung, der Abwasserbeseitigung und im Schulhausbau erzielt. Außerdem war er Mitglied des Kreistags und des Kreisausschusses des Landkreises Uffenheim sowie Vorsitzender der Zweigstelle Windsheim der IHK für Mittelfranken.

  • Karl Ritter von Klimesch (Hrsg.): Köpfe der Politik, Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft. Naumann, Augsburg 1953.
  • Günther Franz (Hrsg.): Geschichte der Landtechnik im 20. Jahrhundert. DLG-Verlags-GmbH, 1969, S. 212.