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Koty (Tworóg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Koty
Kottenlust
Wappen
KotyKottenlust (Polen)
Koty
Kottenlust (Polen)
Image
Koty
Kottenlust
Basisdaten
Staat: PolenImage Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Powiat: Tarnowskie Góry
Gmina: Tworóg
Geographische Lage: 50° 33′ N, 18° 42′ OKoordinaten: 50° 33′ 4″ N, 18° 41′ 58″ O
Einwohner:
Postleitzahl: 42-690
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: STA
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Katowice
Verwaltung
Webpräsenz: www.tworog.pl/samorzad/solectwa/
Image
Eine Eiche als Naturdenkmal in Wesoła

Koty bis 12. Januar 1993 Kot (deutsch Koten, Kotten, Kottenlust,) ist eine Ortschaft in Oberschlesien. Sie liegt in der Gemeinde Tworóg (Tworog) im Powiat Tarnogórski (Kreis Tarnowitz) in der Woiwodschaft Schlesien.

Koty liegt zwei Kilometer nördlich vom Gemeindesitz Tworóg, 17 Kilometer nordwestlich von der Kreisstadt Tarnowskie Góry (Tarnowitz) und 40 Kilometer nordwestlich von der Woiwodschaftshauptstadt Katowice (Kattowitz), umgeben von einem Kiefernwald an der Kreisstraße von Tworog nach Krupski Młyn. Durch die Stadt fließt der kleine Fluss Stoła, in den Bielawa, Blaszynówka und Dębnica münden.

Zu Koty gehört der Weiler Wesoła (Wessolla).

Der Ort entstand im 16. Jahrhundert an einem Eisenhammer. 1687 wurde die zu Langendorf gehörige Filialkirche zur Parochialkirche erhoben. 1714 wurde durch die Grafen Leopold und Siegfried von Verdugo eine massive Kirche errichtet. 1818 wurde der Ort als Kothen erwähnt.[1] 1865 hatte Kotten zwei Bauernstellen, 27 Gärtnerstellen, 49 Privatwohnhäuser, einen Kretscham (Gaststätte) und eine Mühle. Ferner war der Ort nach Potempa eingeschult. Wessolla hatte sieben Dominialhäuser, zwei Freigärtnerstellen, vier Gärtnerstellen, eine Häuslerstelle und drei Frischfeuer.[2] Durch die Zusammenlegung beider Orte zu einer Gemeinde wurde Kotten in Kottenlust umbenannt, der Name Kotten blieb jedoch als Name eines dazugehörigen Weilers erhalten.

Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 60 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 209 für Polen.[3] Kottenlust verblieb beim Deutschen Reich. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Tost-Gleiwitz.

1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Koty umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Kattowitz. 1999 kam der Ort zum wiedergegründeten Powiat Tarnogórski und zur neuen Woiwodschaft Schlesien.

Sehenswürdigkeiten

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Unter Denkmalschutz steht die katholische Pfarrkirche St. Petrus und Paulus errichtet 1714 gestiftet von Leopold und Siegfried von Verdugo. 1945 wurde die barocke Saalkirche teilweise zerstört, dann wiederaufgebaut. Die spätbarocke Ausstattung stammt von etwa 1720. Die Kanzel hat Evangelistenfiguren an der Brüstung.[4]

Das Wappen zeigt eine nach rechts gewendete Katze mit einem Halsband.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Geographisch-statistisches Handbuch über Schlesien und die Grafschaft Glatz, Band 2:
  2. ↑ Vgl. Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien, Breslau 1865
  3. ↑ Ergebnisse der Volksabstimmung in Oberschlesien von 1921: Literatur, Tabelle in digitaler Form (Memento vom 21. Januar 2017 im Internet Archive)
  4. ↑ Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 480f.