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Leonie Kluwig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Leonie Kluwig Image Image
Image
Nation DeutschlandImage Deutschland
Geburtstag 30. November 1998 (27 Jahre)
Geburtsort Bochum, Deutschland
Größe 170 cm
Gewicht 64 kg
Beruf Landespolizistin
Karriere
Disziplin Bobsport
Leichtathletik
Verein TSV Eintracht Hittfeld, Track & Field Club Hamburg,
SC Charlottenburg, BSC Sachsen Oberbärenburg,
SC Potsdam
Trainer Kevin Kuske
Nationalkader seit 2022
Status aktiv
Medaillenspiegel
Deutsche Leichtathletikmeisterschaften 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Deutsche Hallen-Leichtathletikmeisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Bob-Europameisterschaften 1 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Bob-Juniorenweltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Teilnehmer in der Image Leichtathletik
Logo des DLV
 Deutsche Meisterschaften
Gold Kassel 2023 4 × 100 m
Logo des DLV
 Deutsche Hallenmeisterschaften
Silber Dortmund 2023 4 × 200 m
Teilnehmer im Image Bobsport
Image
 Bob-Europameisterschaften
Gold 2025 Lillehammer Zweierbob
Silber 2026 St. Moritz Zweierbob
Image
 Bob-Junioren-WM
Silber 2023 Winterberg Zweierbob
letzte Änderung: 14. Dezember 2025

Leonie Kluwig (* 30. November 1998 in Bochum) ist eine deutsche Bobfahrerin. Sie begann ihre sportliche Laufbahn als Leichtathletin und wurde 2023 Deutsche Meisterin in der 4-mal-100-Meter-Staffel. Bereits ab 2022 trainierte sie auch im Bobsport. Als Anschieberin von Laura Nolte gewann sie im Dezember 2024 ihr erstes Weltcuprennen und gewann 2025 mit Nolte den Europameistertitel im Zweierbob.

Karriere als Leichtathletin

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Kluwig wuchs im niedersächsischen Eckel am Rand der Lüneburger Heide auf. Leichtathletik betrieb Kluwig bis 2017 zunächst beim TSV Eintracht Hittfeld. Nachdem ihr langjähriger Trainer den Verein verließ und Kluwig zudem eine Polizeiausbildung in Hamburg anstrebte, wechselte sie zum Track & Field Club Hamburg.[1] Zwischen 2018 und 2020 erreichte Kluwig einige Erfolge auf Landesebene. Sie wurde 2018 U-18 Landesmeisterin für Hamburg und Schleswig-Holstein über 100 und 200 Meter. 2019 wurde Kluwig U-20 Landes-Hallenmeisterin für Hamburg und Schleswig Holstein über 60 und 200 Meter. Darüber hinaus belegte sie bei den Norddeutschen Hallenmeisterschaften 2019 den dritten Platz über 60 Meter und den zweiten Platz über 200 Meter. 2020 wurde Kluwig Landesmeisterin bei den Frauen über 100 Meter und Vizemeisterin über 200 Meter. Nachdem sie die Abschlussprüfung bei der Hamburger Polizei nicht bestanden hatte, nahm sie in Berlin einen neuen Anlauf. Gleichzeitig wechselte sie zum 1. Januar 2021 zum SC Charlottenburg und begann eine Ausbildung bei der Polizei Brandenburg. Kluwig blieb weiter im Leichtathletiktraining, nahm auch schon an ersten Bobanschubwettkämpfen teil, ließ aber den Bobsport zunächst nach eigener Aussage schleifen.[1] 2023 nahm Kluwig etwas überraschend bei den Deutschen Hallenmeisterschaften als Mitglied der 4-mal-200-Meter-Staffel teil. Die Staffel mit Skadi Schier, Michelle Janiak und Alica Schmidt gewann die Silbermedaille. Im Sommer 2023 besann sich der SCC erneut auf Kluwig und nominierte sie für die 4-mal-100-Meter-Staffel bei den Deutschen Meisterschaften. Die Staffel wurde in der Besetzung mit Leonie Kluwig, Michelle Janiak, Nadine Reetz und Schlussläuferin Gina Lückenkemper Deutscher Meister.

Erfolge

Deutsche Meisterschaften 2023

  • Gold über 4 × 100 m

Deutsche Hallenmeisterschaften 2023

  • Silber über 4 × 100 m

Norddeutsche Hallenmeisterschaften 2023

  • Gold über 4 × 100 m
  • Bronze über 60 m

Norddeutsche Meisterschaften 2022

  • Bronze über 100 m

Landesmeisterschaften für Berlin-Brandenburg 2022

  • Gold über 100 m
  • Gold über 4 × 100 m
  • Gold über 4 × 200 m Mixed
  • Silber über 200 m

Landesmeisterschaften für Berlin-Brandenburg 2021

  • Gold über 4 × 100 m
  • Silber über 100 m

Landesmeisterschaften für Hamburg und Schleswig-Holstein 2020

  • Gold über 100 m
  • Silber über 200 m

Norddeutsche Hallenmeisterschaften 2019

  • Bronze über 60 m
  • Silber über 200 m

U-20 Landeshallenmeisterschaften für Hamburg und Schleswig-Holstein 2019

  • 2019 Gold über 60 m
  • 2019 Gold über 200 m

U-18 Landesmeisterschaften für Hamburg und Schleswig-Holstein 2018

  • Gold über 100 m
  • Gold über 100 m

Karriere als Bobfahrerin

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2022 wurde Kluwig, die nie ganz den Anschluss zum Leichtathletiknationalkader schaffte, durch Lutz Buggel, Bruder ihres Leichtathletiktrainers in Charlottenburg und ehemaliger Bobfahrer nochmals ernsthaft für eine Bobkarriere angesprochen,[1] zumal sie bereits seit 2021 auch Mitglied beim BSC Sachsen Oberbärenburg war. Daraufhin wurde sie im Herbst 2022 der Bobpilotin Lena Böhmer als Anschieberin zugeteilt. Nach wenigen Einsätzen wurde sie eher überraschend für die Junioren-Weltmeisterschaften 2023 in Winterberg nominiert, wo das Duo Böhmer/Kluwig die Silbermedaille gewann. Nach dieser Leistung und der abgeschlossenen Ausbildung bei der Polizei wurde Kluwig zum 1. Juni 2023 in die Sportfördergruppe der Landespolizei Brandenburg in Potsdam übernommen[1] und wechselte von Oberbärenburg zum SC Potsdam in die Anschieberschule von Olympiasieger Kevin Kuske. In der Saison 2023/24 fuhr sie zunächst bei Maureen Zimmer, hatte aber gegen Cynthia Kwofie und Lauryn Siebert das Nachsehen. Erst in der Saison 2024/25, nach einem Wechsel zum Team von Olympiasiegerin Laura Nolte, kam Kluwig neben Stammanschieberin und Mannschaftskollegin Deborah Levi zu Einsätzen. Seit ihrem Weltcupdebüt am 15. Dezember 2024 in Sigulda, den das Duo Nolte/Kluwig gewann, bestritt Kluwig bisher vier Weltcuprennen. Zwei davon gewann sie mit Pilotin Laura Nolte, zweimal belegte das Duo den dritten Platz. Da innerhalb dieser Weltcuprennen auch die Bob-Europameisterschaften ausgetragen werden wurde Kluwig 2025 Zweierbob-Europameisterin und gewann 2026 Silber bei den Europameisterschaften in St. Moritz. Bereits im September 2025 wurde Kluwig von der Sporthilfe Bandenburg e.V. gemeinsam mit dem Landessportbund Brandenburg in das Team Milano Cortina – Land Brandenburg für potentielle Olympiakader für die Olympischen Winterspiele 2026 berufen. Dies Berufung war auch mit finanzieller Unterstützung verbunden.[2] Am 20. Januar 2026 wurde Kluwig zusammen mit Kira Lipperheide vom DOSB als Ersatzathletin für die Olympischen Winterspiele 2026 nominiert.[3]

Europameisterschaften

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  • 2025: Goldmedaille Zweierbob mit Pilotin Laura Nolte
  • 2026: Silbermedaille Zweierbob mit Pilotin Laura Nolte
Nr. Datum Ort Bahn Pilotin
1. 15. Dez. 2024 Image Sigulda Rennrodel- und Bobbahn Sigulda Laura Nolte
2. 9. Feb. 2025 Image Lillehammer Olympiske Bob- og Akebane
Commons: Leonie Kluwig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 Leonie Kluwig Deutsche Meisterin in einer Staffel mit Gina Lückenkemper Hittfeld/Potsdam. Leichtathletin aus Hittfeld fand ihr Glück in Potsdam. Heute ist sie Vizeweltmeisterin im Zweierbob und träumt von Olympia. Ihr langer Weg. in Hamburger Abendblatt vom 19. August 2023
  2. ↑ Sechs märkische Aktive für Olympia 2026 ins TEAM BRANDENBURG berufen in News vom 17. September 2025 auf lsb-brandenburg.de
  3. ↑ Das Team Deutschland für die Olympischen Winterspiele 2026 in Aktuelles vom 20. Januar 2026 auf dosb.de