Rodder
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 24′ N, 6° 52′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Ahrweiler | |
| Verbandsgemeinde: | Adenau | |
| Höhe: | 440 m ü. NHN | |
| Fläche: | 6,38 km² | |
| Einwohner: | 230 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 36 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 53520 | |
| Vorwahl: | 02693 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 31 072 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Kirchstraße 15 53518 Adenau | |
| Website: | rodder-eifel.de | |
| Ortsbürgermeister: | Thomas Jüngling | |
| Lage der Ortsgemeinde Rodder im Landkreis Ahrweiler | ||


Rodder ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Adenau an.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Rodder liegt bei Adenau in der Eifel abseits größerer Durchgangsstraßen und relativ abgelegen in der Vulkaneifel. Nachbargemeinden sind Reifferscheid im Nordwesten, Honerath im Südwesten, Wirft im Süden, Müsch im Südwesten sowie Antweiler im Nordwesten. Die Bebauung liegt inmitten von Feldern, die wiederum von ausgedehnten Waldgebieten umschlossen sind.
Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Jahresniederschlag beträgt 719 mm.[3]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erstmals urkundlich erwähnt wurde Rodder im Jahr 975, als der Ort im Besitz der Trierer Abtei St. Maximin war. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte er zum kurkölnischen Amt Nürburg und zum Schultheißenamt Reifferscheid. Bei der Pestepidemie 1667 starb fast die ganze Bevölkerung des Ortes.
Unter der französischen Verwaltung gehörte Rodder zum Kanton Adenau im Rhein-Mosel-Département. Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress wurde 1815 das linke Rheinufer, damit auch Rodder, dem Königreich Preußen zugeordnet. Nach der von Preußen neu geschaffenen Verwaltungsstruktur gehörte Rodder von 1816 an zur Bürgermeisterei Adenau im Kreis Adenau, der dem Regierungsbezirk Koblenz in der Rheinprovinz (1822) zugeordnet war. Seit 1946 ist Rodder Teil des Landes Rheinland-Pfalz.
Der Brandkatastrophe 1857 fielen 13 Gebäude einschließlich ihrer Stallungen zum Opfer.
- Statistik zur Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Rodder, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]
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Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat in Rodder besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Thomas Jüngling wurde am 12. Juli 2019 Ortsbürgermeister von Rodder. Da bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die anstehende Neuwahl des Bürgermeisters gemäß rheinland-pfälzischer Gemeindeordnung dem Rat, der sich für Jüngling entschied[6] Zur folgenden Direktwahl am 9. Juni 2024 gab es erneut keine Bewerbungen.[7] Daher erfolgte die Wahl bei der konstituierenden Sitzung am 15. Juli 2024 wie bereits 2019 durch den Rat.[8]
Jünglings Vorgänger als Ortsbürgermeister war Peter Meyer.[9]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Im roten Schildhaupt ein Schwarz-Silber geschachtetes Kreuz. Im linken oberen Schildteil ein silberner Löwenkopf und im rechten unteren Schildteil ein silbernes Eichenblatt.“[10] | |
| Wappenbegründung: Bis 1290 besaßen die Nürburger Grafen als Landesherren die Oberhoheit über das Dorf. Bei dem im Wappen abgebildeten Löwenkopf handelt es sich also um den silbernen Löwen der Grafen von Nürburg. Danach ab 1356 waren es die Kölner Erzbischöfe, die die Kurfürstenwürde innehatten. Diese schufen aus der Nürburger Grafschaft das gleichnamige kurkölnische Amt. Hierfür leisteten die Rodderer auch ihre Fuhrdienste und zahlten Abgaben aus den Einnahmen des Holzeinschlages. Innerhalb des Amtes gehörte Rodder zum Schultheißenamt Reifferscheid. Das Kreuz im Wappen ist also das schwarze Kreuz des Kurfürstentums Köln. Mit dem Einmarsch der französischen Revolutionstruppen wurde Kurköln aufgehoben. Rodder gehörte jetzt zur Mairie (Bürgermeisterei) Adenau, im Arrondissement Bonn, Rhein - Mosel Departement Koblenz. Seit jeher war neben der Landwirtschaft der Wald die wirtschaftliche Grundlage des Dorfes. Hier ist besonders die Eiche zu nennen, aus deren Holz die Fachwerkhäuser gebaut wurden, die die Jahrhunderte überdauert haben. |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Kapelle St. Rochus von 1903
- Jährliches Kirmes- bzw. Kirchweihfest wird am Sonntag vor dem 16. August (Rochus) gefeiert.
- Alte Fachwerkhäuser
Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Rodder
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur über Rodder in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2026. S. 7 (PDF; 1,9 MB).
- ↑ Niederschlagsmittelwerte von Deutschland für den Zeitraum von 1961 bis 1990, Quelle: DWD
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
- ↑ Thomas Jüngling (Ortsbürgermeister und Wahlleiter): Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Gemeinderat der Ortsgemeinde Rodder am 09.06.2024. In: Adenauer Nachrichten, Ausgabe 24/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 11. Juni 2024, abgerufen am 21. Oktober 2026.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Adenau, Verbandsgemeinde, 27. Ergebniszeile. Abgerufen am 9. August 2020.
- ↑ Rodder, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Rodder. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 21. Oktober 2026.
- ↑ Konstituierende Sitzung vom 15.07.2024. In: Adenauer Nachrichten, Ausgabe 29/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 21. Oktober 2026.
- ↑ Peter Meyer: Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Ortsgemeinderat der Ortsgemeinde Rodder am 26. Mai 2019. (PDF; 8,1 KB) Verbandsgemeinde Adenau, 3. Juni 2019, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 9. August 2020. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
- ↑ Wappenbeschreibung-/begründung. Ortsgemeinde Rodder, abgerufen am 1. August 2017.

