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U-Bahnhof Sesto Marelli

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sesto Marelli
Image
U-Bahnhof in Mailand
Sesto Marelli
Basisdaten
Eröffnet 1. November 1964
Gleise (Bahnsteig) 2 (Seitenbahnsteige)
Koordinaten 45° 31′ 25″ N, 9° 13′ 41″ OKoordinaten: 45° 31′ 25″ N, 9° 13′ 41″ O
Nutzung
Linie(n) Image

Der U-Bahnhof Sesto Marelli (anfangs auch einfach Marelli) ist ein unterirdischer Bahnhof der U-Bahn Mailand. Er befindet sich an der Grenze zwischen Mailand und Sesto San Giovanni und wurde nach den örtlichen Marelli-Werken benannt.

Erste Pläne für ein U-Bahn-Netz in Mailand gab es bereits im frühen 20. Jahrhundert; ihre Umsetzung scheiterte zunächst an den Weltkriegen und an fehlenden Mitteln.[1] Zur Errichtung und zum Betrieb der Strecken gründete die Stadt 1955 die Gesellschaft Metropolitana Milanese.[1] Die Finanzierung erfolgte zu großen Teilen über eine an die Bürger gerichtete Anleihe.[1]

Ende der 1950er Jahre wurde mit dem Bau des ersten Streckenabschnitts der U-Bahn Mailand begonnen, die vom U-Bahnhof Sesto Marelli zum U-Bahnhof Lotto fahren sollte.[2] Die Arbeiten an der Linie 1 wurden im Mai 1957 in der Viale Monte Rosa aufgenommen; für den Bau kam ein offenes Aushubverfahren zum Einsatz, das als „Mailänder Methode“ bekannt wurde und später auch in anderen Städten angewandt wurde.[1] Die Strecke wurde am 1. November 1964 eröffnet.[3]

Am 28. September 1986 wurde die Verlängerung nach Sesto FS im Stadtgebiet von Sesto San Giovanni in Betrieb genommen.[4][5]

Architektur und Gestaltung

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Wie die übrigen Stationen der Linie 1 wurde der Bahnhof Sesto Marelli nach einem einheitlichen Gestaltungskonzept errichtet, das das Architekturbüro von Franco Albini und Franca Helg in Zusammenarbeit mit Antonio Piva entwarf; die Beschriftung und das Leitsystem stammten vom Grafiker Bob Noorda.[1][6] Das Konzept verband Architektur, Ausstattung, Beleuchtung und Grafik zu einem zusammenhängenden System und verwendete für die damalige Zeit neuartige Materialien wie Silipol, eine Mischung aus Zement und Marmormehl.[6] Charakteristisch sind die rot gestrichenen, gebogenen Handläufe sowie farbige Verkleidungsplatten und Beschriftungsbänder mit den Stationsnamen in einer eigens überarbeiteten Schrift.[6][1] Für die Gestaltung und Beschriftung der neuen Stationen erhielten Albini, Helg und Noorda 1964 den Designpreis Compasso d’Oro.[7][6]

Wie jeder Bahnhof der Linie 1 hat der Bahnhof Sesto Marelli zwei Gleise mit Seitenbahnsteig. Über dem Gleisniveau befindet sich ein Zwischengeschoss mit Zutrittskontrolle.[8]

Linie Verlauf
Image Sesto 1º Maggio FS – Sesto Rondò – Sesto Marelli – Villa San Giovanni – Precotto – Gorla – Turro – Rovereto – Pasteur – Loreto – Lima – Porta Venezia – Palestro – San Babila – Duomo – Cordusio – Cairoli – Cadorna FN – Conciliazione – Pagano – Buonarroti – Amendola – Lotto – QT8 – Lampugnano – Uruguay – Bonola – San Leonardo – Molino Dorino – Pero – Rho Fiera – Wagner – De Angeli – Gambara – Bande Nere – Primaticcio – Inganni – Bisceglie
Commons: U-Bahnhof Sesto Marelli – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 6 Metropolitana milanese. La linea rossa. Fondazione Adolfo Pini – Storie Milanesi, abgerufen am 9. Juni 2026.
  2. ↑ Giovanni Alferini, Matteo Cirenei: L’attivazione della linea 1 della metropolitana di Milano. In: „Ingegneria Ferroviaria“, Juli–August 1964, S. 588.
  3. ↑ Giorgio Meregalli: Gli impianti ferroviari della linea 2 della Metropolitana di Milano. In: „Ingegneria Ferroviaria“, Mai 1971, S. 469.
  4. ↑ Giuseppe Severi, Roberto Vasini: Metropolitana a Milano, Azienda Trasporti Milanesi, Mailand 1989, S. 130.
  5. ↑ Notizie flash. In: „I Treni Oggi“ Nr. 65 (November 1986), S. 7.
  6. 1 2 3 4 The design that changed Milan: the 1964 metro system. Domus, 28. August 2024, abgerufen am 9. Juni 2026.
  7. ↑ Bob Noorda and modern graphics for Pirelli and for the Milan Metro. Fondazione Pirelli, abgerufen am 9. Juni 2026.
  8. ↑ Giovanni Alferini, Matteo Cirenei: L’attivazione della linea 1 della metropolitana di Milano. In: „Ingegneria Ferroviaria“, Juli–August 1964, S. 589–590.