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Wierschem

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Wappen Deutschlandkarte
Image
Wierschem
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Wierschem hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 14′ N, 7° 21′ OKoordinaten: 50° 14′ N, 7° 21′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Mayen-Koblenz
Verbandsgemeinde: Maifeld
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 8,34 km²
Einwohner: 337 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 56294,
56754 (Rotherhof)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 02605
Kfz-Kennzeichen: MYK, MY
Gemeindeschlüssel: 07 1 37 114
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 4
56751 Polch
Website: www.wierschem.de
Ortsbürgermeister: Michael Kopp
Lage der Ortsgemeinde Wierschem im Landkreis Mayen-Koblenz
KarteKirchwaldOberfellAndernachMülheim-KärlichWeißenthurmKettigUrmitzKaltenengersSankt SebastianBendorfWeitersburgVallendarUrbarNiederwerthBassenheimMayenMünstermaifeldOchtendungMendigPolchKruftNickenichPlaidtKobern-GondorfRhensWinningenWaldeschWolkenDieblichLonnigMertlochBellThürRiedenLehmenLöfNörtershausenNiederfellSpayBreyKottenheimKehrigSaffigWellingTrimbsSankt JohannEttringen (Eifel)BurgenBrodenbachBaar (Eifel)KretzRüberLangenfeldMonrealAlkenHatzenportVolkesfeldEinigGappenachGeringGierschnachKaltKerbenKolligNaunheimPilligWierschemMackenAchtAnschauArftBermelEifelDitscheidHaustenHerresbachHirtenLangscheidLindLuxemMünkNachtsheimReudelsterzSiebenbachVirneburgWeilerWelschenbach
Karte
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Der Raiffeisenplatz mit Linde und gusseiserner Schwengelpumpe ist der Dorfmittelpunkt

Wierschem ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen-Koblenz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Maifeld an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Polch hat.

Wierschem liegt zweieinhalb Kilometer südwestlich der Stadt Münstermaifeld sowie drei Kilometer nordwestlich der Mosel. Die Ortschaft erstreckt sich auf einem von Osten nach Westen abfallenden Gelände und umfasst Höhenlagen zwischen 235 m ü. NHN und 265 m ü. NHN. Östlich erhebt sich die Wierschemer Höhe, westlich beginnt der zum Elzbach entwässernde Wierschemer Bach. Naturräumlich lässt sich der Norden des Gemeindegebiets mit dem Hauptort der weitgehend waldfreien Niedermaifelder Terrasse zuordnen, der südliche Abschnitt hingegen dem Elztal mit dem Gräflich Elzschen Wald. Dort erreicht es mit etwa 105 m ü. NHN seinen tiefsten Bodenpunkt, seinen höchsten mit 300 m ü. NHN östlich des Hauptortes. Zu Wierschem gehören die Wohnplätze Burg Eltz, Forsthaus Rotherhof, Neuhof und Sannenhof.[2]

Als wigersheim taucht Wierschem im Jahr 1100 im Güterverzeichnis des Stiftes Karden auf. Im 15. Jahrhundert war die Ortschaft ein Lehen der Herren zu Eltz.

Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Wierschem, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

JahrEinwohner
1815275
1835363
1871373
1905300
1939303
1950350
1961293
JahrEinwohner
1970310
1987300
1997309
2005329
2011340
2017314
2022 328

Der Gemeinderat in Wierschem besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Michael Kopp wurde 2009 Ortsbürgermeister von Wierschem. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 92,49 %[5] und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 91,2 % jeweils für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[6]

Wappen von Wierschem
Wappen von Wierschem
Blasonierung: „Schild geteilt, oben in Rot ein wachsender goldener Löwe, unten in Silber ein roter Pflug.“[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Burgen Eltz und Trutzeltz

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Die Burgen Eltz und Trutzeltz liegen südwestlich der Ortslage in der Gemarkung der Gemeinde Wierschem.

Die katholische Filialkirche St. Apollonia in Wierschem, erhöht auf dem Friedhof gelegen
Die katholische Filialkirche St. Apollonia in Wierschem

Die katholische Filialkirche St. Apollonia liegt erhöht über dem Dorf inmitten des historischen, ummauerten Friedhofs.[8] Der im Kern spätromanische Ostchor besitzt ein Kreuzrippengewölbe des 14. Jahrhunderts sowie original erhaltene gotische Wandfresken aus der Erbauungszeit.[9] Aufgrund des 1735 eingeführten Apollonia-Patroziniums zog die Kirche als regional bedeutender Wallfahrtsort für von Zahnschmerzen geplagte Pilger zeitweise hunderte Gläubige an, weshalb das Langhaus um 1738 als barocke Saalkirche erweitert werden musste.[10] Im Chor befindet sich unter anderem die Grablege von Martha Wilhelmine zu Eltz.[9]

Die barocke Innenausstattung ist weitgehend im Original erhalten. Das Prunkstück bildet der monumentale Altaraufsatz mit einer Darstellung der Himmelfahrt Mariä. Die spätgotische Kanzel aus dem frühen 16. Jahrhundert stammt ursprünglich aus der Stiftskirche St. Martin und St. Severus in Münstermaifeld. Sie zeigt neben dem herrschaftlichen Wappen derer von Eltz das Familienwappen des ritterlichen Adelsgeschlechts Hagen – eine heraldische Allianz, die unter anderem auf die Ehe von Johann Wilhelm von Hagen mit Maria Anna Charlotte von Eltz-Rodendorf zurückgeht.[9] Im Glockenturm befindet sich eine Bronzeglocke, die im Jahr 1752 von dem kurpfälzischen Glockengießer Anselm Franz Speck in Heidelberg gegossen wurde und eine Reliefabbildung der Kirchenpatronin mit ihren Attributen (Märtyrerpalme und Zahnzange) trägt.[10]

Die enge Tradition der Verwaltung und personellen Bindung zur nahegelegenen Burg Eltz spiegelt sich bis heute auf dem Friedhof wider. Hier befindet sich die letzte Ruhestätte von Inge Ritzenhofen (* 1942 † 2024), welche die Burg als Kastellanin in der Epoche von 1970 bis 2005 administrativ und touristisch maßgeblich prägte und dort gemeinsam mit ihrem Ehemann Dieter Ritzenhofen lebte und wirkte.

Persönlichkeiten

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Im ÖPNV verkehrt die VRM-Linie 365 (Burg Eltz – Münstermaifeld – Hatzenport), betrieben durch die Verkehrsbetriebe Mittelrhein (VMR).

Commons: Wierschem – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2026 liegt vor.]. S. 38 (PDF; 3,3 MB).
  3. ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. ↑ Michael Kopp (Ortsbürgermeister und Wahlleiter): Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Gemeinderat Wierschem am 9. Juni 2024. In: Maifelder Nachrichten – Wochenzeitung der Verbandsgemeinde Maifeld, Ausgabe 24/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, 11. Juni 2024, abgerufen am 7. Juni 2025.
  5. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Maifeld, Verbandsgemeinde, 18. Ergebniszeile. Abgerufen am 2. Februar 2020.
  6. ↑ Wierschem, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Wierschem. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 7. Juni 2025.
  7. ↑ Wappen der Ortsgemeinde Wierschem auf den Seiten der Verbandsgemeinde Maifeld
  8. ↑ Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Mayen-Koblenz. Mainz 2026, S. 104 (PDF; 5,4 MB).
  9. 1 2 3 Hanna Adenauer, Josef Busley, Heinrich Neu: Die Kunstdenkmäler des Kreises Mayen. Die Kunstdenkmäler der Ämter Mayen-Stadt und Mayen-Land, Münstermaifeld, Niedermendig und Polch. (= Paul Clemen (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Band 17, II. Abteilung, 2. Halbband). L. Schwann, Düsseldorf 1943 (Nachdruck/Rekonstruktion 1985, ISBN 3-590-32144-X).
  10. 1 2 Pfarrei Maifeld: Filialkirche St. Apollonia, Wierschem. Abgerufen am 2. September 2026.
  11. ↑ Artikel Paul Frost auf Marjorie-Wiki