Helene Fischer singt nicht nur, sondern ist auch Musical-Darstellerin und Mutter. Ein Überblick zu Karriere und Familie des Schlagerstars.
Helene Fischer ist seit über einem Jahrzehnt einer der größten Stars des deutschen Schlagers. Mit ihren Hits bringt das Multitalent bei ihrer „Helene Fischer Show“ ganze Hallen zum Mitsingen und zieht regelmäßig Millionen von Zuschauern an.
| Name | Helene Fischer |
| Geboren | 5. August 1984 in Krasnojarsk, Russland |
| Größe | 1,58 Meter |
Kindheit und Familie von Helene Fischer
Helene Fischer wurde am 5. August 1984 im sibirischen Krasnojarsk geboren – als Kind des russlanddeutschen Paares Peter und Maria Fischer, einem Sportlehrer und einer Ingenieurin. Ihre Großeltern waren während des Zweiten Weltkriegs nach Sibirien verschleppt worden. 1988 war es, als die Familie gemeinsam mit Helenes älterer Schwester nach Deutschland zog. Dort fanden sie eine neue Heimat in Wöllstein, Nordrhein-Westfalen.
Schon während ihrer Schulzeit entdeckte Fischer ihre Leidenschaft für Musik und Theater. Daher lag für sie die Entscheidung nach dem Abschluss der Fachoberschule nicht weit, in Frankfurt am Main eine Ausbildung an der Stage & Musical School zu beginnen. Bereits in dieser Zeit sammelte sie Bühnenerfahrung in der Region: So spielte sie ihre ersten Rollen am Staatstheater Darmstadt in der „Rocky Horror Show“ oder im Musical „Anatevka“ im Volkstheater Frankfurt.
Erste Karriereschritte und Begegnung mit Florian Silbereisen
Schon früh erkannte Helenes Mutter Maria das Gesangstalent und legte nach dem Abschluss 2003 den ersten Grundstein für eine professionelle Karriere ihrer Tochter. Sie schickten ein Demo-Tape an den Manager Uwe Kanthak. Der war von den Songs und ihrer Stimme gleich überzeugt und kurze Zeit später unterschrieb Fischer ihren ersten Plattenvertrag.
Mit dieser Unterschrift folgte kurze Zeit später ihr erster Auftritt im Fernsehen. In der Show „Hochzeitsfest der Volksmusik“ trat Helene Fischer, mit damals jungen 21 Jahren, im Mai 2005 gemeinsam mit Moderator Florian Silbereisen auf und sang ein Duett. Schon bald darauf machte sich Fischer an die Aufnahme ihres Debütalbums „Von hier bis unendlich“, das im Februar 2006 erschien und in Deutschland bis auf Platz 19 der Charts kletterte.
Ab diesem Moment nahm ihre Karriere richtig Fahrt auf: Es folgten weitere TV-Auftritte in beliebten Schlagersendungen wie der „MDR-Hitsommernacht“ oder der „MDR Hitparade“. Auch ihr zweites Album „So nah wie du“ wurde direkt zum Erfolg. So ging Fischer 2007 zum ersten Mal auf große Tournee.
Im Jahr darauf brachte Helene Fischer mit „Zaubermond“ ihr drittes Album heraus, das in den deutschen Charts bis auf Platz zwei kletterte. Bei diesem Erfolg sollten die ersten Auszeichnungen nun nicht mehr lange auf sich warten: Mit 24 Jahren wurde der junge Schlagerstar mit der Goldenen Henne in der Kategorie „Musik“ geehrt und 2009 erhielt Fischer ihre ersten beiden ECHO-Preise. Damit war die gebürtige Russin endgültig im deutschen Schlager etabliert.
Helene Fischer erstmals an der Spitze der Charts
Im Oktober 2009 war es dann so weit: Helene Fischer gelang erstmals der Sprung an die Spitze der Charts. Ihr viertes Album „So wie ich bin“ erreichte Platz eins in Österreich. In Deutschland stand Fischer schließlich zwei Jahre und ein weiteres Album später zum ersten Mal ganz oben. Bereits nach zwei Wochen erhielt „Für einen Tag“ im Herbst 2011 Gold und wurde kurz später zudem mit Platin ausgezeichnet.
Schon bald war Fischer nicht mehr nur in Deutschland oder Österreich erfolgreich, sondern bekam wachsende Aufmerksamkeit in Belgien, den Niederlanden oder Dänemark. Dazu kamen weitere Auszeichnungen, wie die Krone der Volksmusik, die Goldene Kamera und ein weiterer ECHO.
Helene Fischer war sehr präsent im Fernsehen und das eröffnete dem Multitalent weitere Türen neben der Musik. In der Dokumentation „Allein im Licht“ bekamen ihre Fans 2012 Einblicke in ihren Tour-Alltag und kurz darauf bot das ZDF ihr eine Rolle in der beliebten Filmreihe „Das Traumschiff“ an. Auf dem Kreuzfahrtschiff spielte Fischer zur Musik von James Last einmalig die Reiseleiterin Franziska Stein.
Erfolgssendung mit hohen Quoten: Die „Helene Fischer Show“
Nach diesem kurzen Ausflug als Schauspielerin blieb der Schlagerstar im Fernsehen vor allem mit seiner Musik und dem Moderationstalent bekannt. Ein Erfolg wurde so über die Jahre ihre Sendung, die „Helene Fischer Show“. Ab 2011 lud Fischer hier jedes Jahr am ersten Weihnachtstag zahlreiche Gäste. Robbie Williams, Leona Lewis, Sunrise Avenue, Bryan Adams, Backstreet Boy Nick Carter, Rea Garvey oder Kiefer Sutherland – die größten Stars aus nah und fern standen in ihrer Sendung auf der Bühne und sangen mit Fischer ein Duett.
Während der Corona-Pandemie musste die Show 2020 abgesagt werden. Stattdessen wurde ein Best-of mit den schönsten Momenten der vergangenen Jahre ausgestrahlt. Zudem erschien die CD-Kollektion „Die Helene Fischer Show – Meine schönsten Momente Vol. 1“. Nach drei Jahren Pause wurde die Sendung an Weihnachten 2023 fortgesetzt. Allerdings musste die „Helene Fischer Show“ 2025 wieder ausfallen, da Fischer zum zweiten Mal Mutter geworden war und sich nun eine Auszeit nahm.
Helene Fischer steigt mit Album „Farbenspiel“ zum Superstar des Schlagers auf
Schließlich war es 2013 so weit, Helene Fischer gelang „Farbenspiel“ der Durchbruch zum Schlager-Superstar. Ihr sechstes Studioalbum eroberte in Deutschland, Österreich und der Schweiz innerhalb weniger Tage die Spitze der Charts. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Singleauskopplung „Atemlos durch die Nacht“ zum ultimativen Party-Hit, der Fischer auch außerhalb der Schlagerwelt in ganz Deutschland bekannt machte. Bei der ECHO-Verleihung 2015 hätte Fischer beinahe den Rekord der Toten Hosen eingestellt, die 2013 vier Auszeichnungen an einem Abend erhalten hatten. Doch nur zwei Jahre später gelang ihr dasselbe Kunststück.
Doch damit im Jahr 2015 nicht genug. Auch mit der „Farbenspiel“-Stadiontour stellte Helene Fischer einen neuen Rekord auf. Dabei stand die Sängerin insgesamt auf 22 Bühnen und legte mit zwölf Tänzern und 17 Musikern atemberaubende Shows hin. Über 800.000 Fans erlebten die Konzertreihe live, und der Auftritt im Berliner Olympiastadion wurde für eine DVD festgehalten. Ein Jahr später bekam Fischer für diese Performances den Live-Entertainment-Award.
Die Charterfolge ging für Helene Fischer auch mit den darauffolgenden Alben „Weihnachten“ und „Helene Fischer“ weiter, die beide erneut Platz eins der deutschen Charts erreichten und zu Publikumslieblingen wurden. Auf ihrem Weihnachtsalbum arbeitete Fischer mit dem renommierten Royal Philharmonic Orchestra in London sowie Produzent Alex Christensen zusammen. Der große Erfolg zeigte sich auch darin, dass das Album ein Jahr nach der ersten Veröffentlichung mit acht neuen Titeln wieder auf den Markt kam und direkt die Chartspitze erklomm.
Auf Tour mit dem Cirque du Soleil und eine besondere Zusammenarbeit während der Corona-Pandemie
Nach dem Charterfolg ihres siebten Studioalbums erwies sich auch die dazugehörige „Helene Fischer“-Tour als voller Erfolg. Auf dieser Konzertreihe spielte der deutsch-russische Schlager-Superstar, der in Sibirien geboren wurde, 63 Auftritte in den größten Stadien Europas. Die aufwendige Show entwickelte Fischer zusammen mit einer Tochterfirma des berühmten Cirque du Soleil. Dafür wurde sie erneut mit dem Live-Entertainment-Award ausgezeichnet.
2018 brachte Fischer zusammen mit Schlagerkollegin Kerstin Ott die Single „Regenbogenfarben“ heraus und brachte 2020 ein „Best of“-Album heraus, das sich lange Zeit in den Charts hielt. Mitten in der Corona-Pandemie im Februar 2021 begeisterte Fischer dann ihre Fans mit einer ganz besonderen Zusammenarbeit. Dafür tat sie sich mit dem US-Sänger Josh Groban zusammen und nahm in einer Zoom-Session den The Pretenders-Hit „I‘ll Stand By You“ neu auf. Noch im selben Jahr erschien dann ihr achts Studioalbum mit dem Titel „Rausch“.
Rekord Konzert von Helene Fischer vor 130.000 Zuschauern und ein Kinderalbum
Ein einziges Konzert gab Helene Fischer 2022 in Deutschland am 20. August in München und der Ansturm war groß. Auf dem Gelände der Münchner Messe trat die Schlager-Ikone vor rund 130.000 Zuschauern auf. Für das bisher größte Konzert ihrer Karriere gingen die Tickets im Vorverkauf rasend schnell weg: Innerhalb von nur 24 Stunden verkauften sich 100.000 Tickets.
Im folgenden Jahr spielte Fischer auf der Live-Tour mit den Tänzern und Akrobaten des Cirque du Soleil 71 Konzerte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Erstmals eine Nummer-eins-Single hatte der Schlagerstar dann zusammen mit Shirin David. Zum 10-jährigen Jubiläum ihres Megahits „Atemlos durch die Nacht“ nahm Fischer mit der Rapperin eine Remixversion auf, die direkt an die Chartspitze kletterte.
Nach acht erfolgreichen Alben voller Schlager probierte Fischer dann Ende 2024 was Neues aus. Das Multitalent sang auf dem Kinderalbum „Die schönsten Kinderlieder“ bekannte Titel wie „Alle meine Entchen“ oder „A Ram Sam Sam“ und hatte auch damit direkt Erfolg in den Charts. Außerdem sang die Deutsch-Russin zusammen mit ihrem Ex-Partner Florian Silbereisen mit „Schau mal herein“ ein Cover des Liedes „Stumblin‘ In“ von Suzi Quatro und Chris Norman.
Privatleben von Helene Fischer: Silbereisen-Trennung, neuer Freund Thomas Seitel und zweites Kind
Neben dem Erfolg als Schlagerstar war über viele Jahre auch das Privatleben von Helene Fischer sehr beständig. Seit Mai 2008 war sie mit ihrem Kollegen Florian Silbereisen zusammen. Die Beziehung hielt zehn Jahre und im Dezember 2018 gaben die beiden jedoch ihre Trennung bekannt, die in den Medien für großes Aufsehen sorgte. Doch auch nach dem Aus ihrer Beziehung blieb Fischer mit Silbereisen weiterhin befreundet. Schon als sie die Trennung öffentlich machte, kam hervor, dass der Schlagerstar bereits einen neuen Partner an seiner Seite hat. Der Luftakrobat Thomas Seitel ist seitdem ihre große Liebe. Doch die beiden treten nur selten zusammen in der Öffentlichkeit auf.
Ihr Privatleben hält Helene Fischer meist sehr strikt aus der Öffentlichkeit raus, doch hin und wieder gibt die Sängerin Informationen daraus preis. So wurde sie 2021 erstmals Mutter und brachte im Dezember ihre Tochter Nala auf die Welt. Rund vier Jahre später verkündete Helene Fischer dann auf Instagram die Geburt ihrer zweiten Tochter. In einem Interview mit der Schweizer Zeitung „20 Minuten“ sagte Fischer einst: „Die Familie ist das Heiligste, das ich habe.“ Zusammen mit ihren zwei Kindern und ihrem Partner Seitel lebt Fischer seit ein paar Jahren in der Nähe von München.
Helene Fischer: Engagierte Schlagerqueen heimste so manchen Rekord ein
Doch Helene Fischer trieb nicht nur ihre eigene Kariere voran, sondern nutzte ihre Bekanntheit immer wieder, um sich für gesellschaftliche Themen einzusetzen. So appellierte sie nach den rechtsextremen Ausschreitungen bei den Demonstrationen in Chemnitz 2018 an ihre Fans, ihre Stimmen „gegen Gewalt, gegen Frauenfeindlichkeit“ zu erheben. Nach dem Treffen von Rechtsextremisten in Potsdam 2023 beteiligte sich der Schlagerstar, wie viele weitere Promis, an einem öffentlichen Aufruf zum Kampf gegen Rechtsextremismus. Außerdem liegen Fischer der Tierschutz und der Kampf gegen Prostitution von Minderjährigen sehr am Herzen und sie spendet immer wieder große Summen an wohltätige Organisationen.
Es sind vor allem ihre enormen Ticketverkäufe, die Fischer zu einer der erfolgreichsten nicht-englischsprachigen Sängerinnen weltweit machten. Im Jahr 2018 führte die „New York Times“ die Schlagersängerin auf Platz acht der international erfolgreichsten weiblichen Künstlerinnen. Auch im „Forbes“-Ranking im selben Jahr erreichte sie Rang acht – mit einem geschätzten Einkommen von 32 Millionen US-Dollar. Damit ließ Fischer sogar Stars wie Céline Dion und Britney Spears hinter sich.
Wie alt ist Helene Fischer?
Helene Fischer wurde am 5. August 1984 geboren.
Wie heißen die Töchter von Helene Fischer?
Die erste Tochter von Helene Fischer und ihrem Lebensgefährten Thomas Seitel heißt Nala. Der Name der zweiten Tochter ist noch nicht bekannt.
Wie groß ist Helene Fischer?
Die Sängerin ist 1,58 Meter groß.
Mit wem ist Helen Fischer zusammen?
Helene Fischer ist seit 2018 mit dem Luftakrobaten Thomas Seitel zusammen.
Rubriklistenbild: © Monika Skolimowska/dpa






