Erdbeben mitten in Deutschland registriert – „Wie als ob jemand am Haus schüttelt“
Uns auf Google folgenEin Erdbeben hat am Dienstagabend Deutschland erschüttert. Viele Anwohner bemerkten die Vibration deutlich – und das ist kein Einzelfall in der Region.
Bad Schwalbach – Erdbeben fallen hierzulande, wenn sie einmal auftreten, im Vergleich zu anderen Teilen Europas nicht besonders gravierend aus. Aber auch, wenn von der tektonischen Beschaffenheit des Bundesgebiets wenig Gefahr ausgehen mag, kann es auch hierzulande zu Erdbeben kommen.

Das mussten am Dienstagabend (18. August) auch Anwohner einer Gemeinde in Hessen erfahren. Zwar kam es infolge des Erdbebens nicht zu Verletzten oder größeren materiellen Schäden, aber einen Schock dürfte das Erdbeben dennoch bei einigen ausgelöst haben.
Erdbeben der Stärke 2,6 überrascht Bürger Bad Schwalbachs in Südhessen
In der Kreisstadt Bad Schwalbach im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreiss registrierten Seismologen am Dienstag um 21:59 Uhr ein leichtes Erdbeben. Die Stärke des Bebens wurde auf der Richterskala mit einem Wert von 2,6 gemessen, wie Vertreter des Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Wiesbaden angaben. Auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtete entsprechend über das Erdbeben in Südhessen.
Nach Angaben des Polizeipräsidiums in Wiesbaden wurden keine größeren Schäden im Zusammenhang mit dem Beben gemeldet. „Es gab vereinzelt Anrufe deswegen“, sagte ein Polizeisprecher nach Angaben der dpa. Das Erdbeben-Epizentrum lag dem HLNUG zufolge unmittelbar in Bad Schwalbach, wo es in knapp 17 Kilometern Tiefe entstanden sei.
Allein 2025 kam es in Hessen zu 130 Erdbeben – doch das ist nicht der Jahreshöchstwert
Auf der Website Erdbebennews.de schrieben zahlreiche Menschen, sie hätten durch das Erdbeben entsprechende Vibrationen wahrgenommen. Andere berichteten auch von einem Geräusch im Zusammenhang mit dem Beben. „Es gab einen lauten Knall, dann vibrierten Boden und Wände kurz“, fasste ein anonymer Nutzer die Situation zusammen. Ein anderer meldete: „Boden vibriert. Wie als ob jemand am Haus schüttelt.“
Obwohl von Erdbeben in Deutschland zunächst keine immense Gefahr für Leib und Leben ausgehen mag, werden Beben auch hierzulande in einer Zahl registriert, die nicht wenige überraschen dürfte. Wie die Hessenschau unter Berufung auf den Erdbebendienst berichtete, wurden in Hessen allein im Vorjahr 130 Erdbeben registriert. Das stärkste Erdbeben 2025 kam ebenfalls auf eine Magnitude von 2,6 auf der Richterskala. Gemessen wird es ebenfalls im Rheingau-Taunus-Kreis, wobei das Epizentrum damals in Taunusstein lag.
Laut dem HLNUG traten Erdbeben in der jüngeren Vergangenheit am häufigsten im Jahr 2024 auf. Damals registrierte das Landesamt 416 Erdbeben in Hessen, wobei allerdings zahlreiche davon so schwach ausfielen, dass sie für Menschen meist unbemerkt blieben. (Quellen: dpa, Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, Erdbebennews.de, Hessenschau) (fh)