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Breakdance-Workshop: Kinder lernen Turtle und Baby-Freeze

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Bildtexte: Die Trainerin (links) zeigt, wie eine perfekte Turtle-Figur aussehen könnte, und zum Schluss formieren sich alle mit ihren jeweiligen Lieblings-Posen.
Wie eine perfekte Turtle-Figur aussieht, zeigt Trainerin Kimberly Schimmelpfennig (vorne). © FRIEDBERT HOLZ

Zwölf Kinder haben im Fraunberger Ferienprogramm erste Breakdance-Schritte gelernt. Trainerin Kimberly Schimmelpfennig tanzt seit ihrem neunten Lebensjahr und stand schon mit DJ Bobo auf der Bühne.

Maria Thalheim – Auch wenn Hip-Hop als eigene Kultur schon in den 1970er Jahren in den USA entstand, ebenso wie der energiegeladene Straßentanz Breakdance, begeistern diese Musik und die oft akrobatischen Tanzfiguren auf dem Boden die Jugend immer noch. Auch hier im Landkreis. Und so haben die Organisatoren des Fraunberger Ferienprogramms diese Themen in ihr Urlaubsangebot mit aufgenommen – sehr zur Freude der jungen Leute, die sich dabei einmal ausprobieren konnten.

Die acht Mädchen und vier Buben im Alter zwischen acht und zehn Jahren wissen noch nicht genau, was sie hier im Saal des Pfarrheims erwartet. Doch die junge Trainerin Kimberly Schimmelpfennig (23) klärt schnell auf: „Ihr könnt nun die ersten Basisschritte von Breakdance erlernen, wir proben auch Grundfiguren dieses Tanzes.“ Sie weiß, wovon sie spricht, arbeitet sie doch als professionelle Lehrerin in der Tanzwelt Erding. „Schon seit meinem neunten Lebensjahr tanze ich, nehme auch an Meisterschaften teil, bei denen es um Punkte geht, war mit Stars wie DJ Bobo auf der Bühne“, erzählt sie.

Doch bevor sie den erwartungsvoll dreinschauenden Kindern erste Breakdance-Grundkenntnisse vermittelt, geht’s ans Warmmachen. Da stehen sie, wippen mit den Füßen, knicken ihre Hüften, kneten ihre Finger, laufen im Kreis, bis die tanzwilligen Körper locker genug sind. Dann dürfen alle einen Schluck aus ihren mitgebrachten Getränken nehmen, und jetzt steht die erste Lektion an.

Sie heißt Top-Walk, quasi der erste Breakdance-Move, um in der Sprache dieser Bewegung zu bleiben. Dabei gilt es, die Füße über Kreuz auf farbige Punkte vor ihnen zu setzen, die von der Trainerin zuvor ausgelegt wurden. Die Übung wird wiederholt, es klappt schon ganz gut. Nun folgt die Bewegung mit den Armen dazu. Bouncen, ein spezielles Hüpfen, heißt Lektion Nummer zwei. Und vor der nächsten Trinkpause gibt’s noch ein Fangspiel: Zwei Kinder müssen, auf allen Vieren, die anderen fangen – wer berührt wird, muss sich ebenfalls in der niederen Gangart fortbewegen.

„Das ist ein kleiner Vorgeschmack auf jene Drehbewegungen am Boden, die ihr vielleicht aus dem Fernsehen kennt“, erklärt Schimmelpfennig. Und sie macht jene Bewegung vor, die wohl viele an diesem Nachmittag als Trainingsziel erreichen möchten: Sie heißt Turtle, also Schildkröte, und ist ein klassischer Power-Move. Dabei muss sich der Tänzer mit den Ellbogen im Bauch abstützen und rotiert – wenn er’s denn mal kann – auf seinen Händen elegant im Kreis.

Andere üben einen Kopfstand oder den Baby-Freeze, eine der grundlegendsten Posen beim Breakdance. Hier muss der Körper waagerecht bodennah abgestützt werden, ein Ellenbogen drückt in die Hüfte, der Kopf dient als zusätzliche Stütze, um eine Art Dreieck zu schaffen. Alle probieren das aus, ein paar schaffen diese Figur schon ganz gut, doch auch hier steht viel Übung vor dem gewünschten Erfolg.

Ohne die Kinder zu überfordern, zeigt die Trainerin noch weitere Schritte. Und vielleicht nimmt so mancher diesen ersten Kontakt mit einer dynamischen Tanzform als Motivation für weitere Kurse. In jedem Fall aber war‘s für die Kids ein spaßiger Nachmittag, bei flotter Musik und fetzigen Tanz-Moves, allemal gut für sportliche Bewegung und neue Eindrücke.

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