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Blinde Passagiere im Blumentopf: So ziehen Ihre Kübelpflanzen schädlingsfrei ins Winterquartier

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Nahaufnahme von grünen Blattläusen am Stiel einer Pflanze
Vergessen Sie bei der Schädlingskontrolle die Blattunterseiten und Stiele der Pflanzen nicht. © imagebroker/Imago

Wenn Kübelpflanzen ins Winterquartier umziehen, reisen Blattläuse und Spinnmilben oft unbemerkt mit. Mit dieser Checkliste sorgen Sie dafür, dass die Pflanzen schädlingsfrei ins Haus kommen.

Sobald die Temperaturen im Herbst sinken, wird es Zeit, frostempfindliche Kübelpflanzen ins Winterquartier zu holen. Doch mit den Pflanzen, Erde und Blättern, ziehen oft auch unerwünschte Gäste wie Blattläuse, Spinnmilben oder die Weiße Fliege mit ins Haus. Ein Befall mit Schädlingen kann die Pflanzen während der Überwinterung empfindlich schwächen. Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich das aber leicht verhindern.

Pflanzen mit dieser Checkliste auf das Überwintern vorbereiten 

Bevor Ihre Pflanzen ins Haus umziehen, ist eine gründliche Kontrolle unerlässlich. Mit einer systematischen Vorgehensweise stellen Sie sicher, dass keine blinden Passagiere mitkommen. Dabei ist es besonders wichtig, auf den richtigen Zeitpunkt zu achten. Folgen Sie dieser Checkliste, um Ihre Pflanzen schädlingsfrei zu überwintern:

  • Der richtige Zeitpunkt: Holen Sie die Pflanzen im Spätsommer oder frühen Herbst an einem trockenen Tag ins Haus. Warten Sie nicht bis zum ersten Frost. Der Kältestress schwächt das natürliche Abwehrsystem der Pflanze, wodurch sie zu einer leichteren Beute für Schädlinge wird, die bei fallenden Temperaturen ohnehin nach einem warmen Winterquartier suchen.
  • Gründliche Inspektion: Untersuchen Sie jede Pflanze sorgfältig auf Schädlinge. Kontrollieren Sie die Blattunterseiten, die Blattachseln und die Stängel. Auch klebrige Stellen und Netze sind verdächtig.

Papier-Trick

Schütteln Sie die Pflanze über einem weißen Blatt Papier, um herabfallende kleine Tiere sichtbar zu machen.

  • Pflanze abduschen: Brausen Sie die gesamte Pflanze kräftig mit einem Wasserstrahl ab. Das entfernt bereits viele lose sitzende Schädlinge wie Blattläuse oder Spinnmilben.
  • Natürliches Insektenspray: Das Einsprühen mit einer selbst gemachten Lösung aus Spülmittel, Wasser und Neemöl bekämpft die Schädlinge, bevor die Pflanze ins Haus kommt.
  • Hartnäckige Schädlinge manuell entfernen: Tupfen Sie festsitzende Schädlinge wie Schild- oder Wollläuse mit einem in Alkohol getränkten Wattestäbchen ab. Schneiden Sie befallene Blätter ab und entsorgen Sie diese im Hausmüll.
  • Erde behandeln: Entfernen Sie die oberste Erdschicht (etwa 2 bis 3 cm) und ersetzen Sie sie durch frische Erde, um Eier und Larven zu beseitigen. Wer Schädlinge findet und auf Nummer sicher gehen möchte, sollte den Topf gründlich reinigen und die Pflanze umtopfen.

Laden Sie sich hier die Checkliste „Kübelpflanzen überwintern“ kostenlos als PDF herunter und vermeiden Sie häufige Fehler.

Nach der Reinigung: Die wichtige Quarantäne-Phase

Selbst nach der sorgfältigsten Reinigung sollten die Pflanzen für zwei bis vier Wochen in Quarantäne. Ein heller, kühler Raum wie ein Treppenhaus oder ein unbeheiztes Zimmer ist ideal. So können Sie sicher sein, dass keine Schädlinge auf andere Zimmerpflanzen übergreifen. Kontrollieren Sie die Pflanzen auch während dieser Zeit weiterhin regelmäßig auf einen späten Befall und verwenden Sie im Notfall erneut eine Seifenlösung zum Besprühen.
Gießen Sie beim Überwintern nur so viel, dass der Wurzelballen nicht komplett austrocknet. So kommen Ihre Pflanzen gut durch den Winter und starten im nächsten Jahr wieder kräftig durch.

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