„Hey, wir haben es geschafft“: Millionen-Förderung für wichtiges Rad-Projekt in Freising
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Die Stadt Freising wurde von einer Jury für ein bundesweites Fahrrad-Förderprogramm ausgewählt. Vor allem Schulkinder dürfen auf Verbesserungen hoffen.
Freising – Ein Förderaufruf sorgte kürzlich für Trubel in der Stadt. Das berichtete Sachbearbeiter Dominik Fuchs mit einem Schmunzeln in der jüngsten Planungs- und Bauausschusssitzung. Er war gerade auf Hochzeitsreise in Japan, als um vier Uhr morgens die Nachricht kam: „Hey, wir haben es geschafft!“ Oberbürgermeisterin Monika Schwind stellte lachend klar, dass es nicht üblich sei, die Mitarbeitenden auf ihren Hochzeitsreisen zu stören. Aber hier handelt es sich um ein besonderes Projekt.
Mit dem Förderaufruf „Junge Generation Fahrrad – aktiv mobil“ will das Bundesministerium für Verkehr die Mobilität junger Menschen unterstützen. Dabei handelt es sich bei der ersten Förderlinie um ein großes Wettbewerbsverfahren mit ausgewählter Fachjury. Gesucht werden bis zu 30 Modellprojekte, die sichere und selbstständige Mobilität für Kinder und junge Menschen fördern, erklärte Fuchs. Präsentiert werden sollen beispielhafte und übertragbare Lösungsansätze. Das Projekt, das der Stadt im Sinn steht, ist die Wippenhauser Straße. Hier gibt es „sehr viele Bausteine“, erklärte Fuchs. Dort setzt der Landkreis aktuell das größte Hochbauprojekt des Landkreises um, nämlich den Bau des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums. Und auch an dem Förderprojekt wird sich der Landkreis beteiligen.

Projekt soll „auf höheres Niveau“ gehoben werden
Bei einer Zusage wartet ein Fördersatz von bis zu 70 Prozent. Bis zu sechs Millionen Euro Förderung sind zu holen. Unter die förderfähigen Kosten fallen Maßnahmen wie die Verringerung von Unfallgefahren und Verkehrskonflikten, sichere Querungshilfen und Verkehrsberuhigung. Auch eine barrierefreie Umgestaltung, Verknüpfung mit dem ÖPNV und Abstellmöglichkeiten können gefördert werden, wie Fuchs ausführte.
Weiter sind förderfähige Begleitmaßnahmen ausgeschrieben. So zum Beispiel Bildungskampagnen, zielgruppenspezifische Angebote für einen besseren Zugang zu Fahrrädern oder auch eine Konzeptentwicklung und Grundlagenforschung. Um die Anforderungen möglichst gut zu erfüllen, hat sich die Stadt neben dem Landkreis auch die Technische Universität München (TUM) ins Boot geholt. So soll das Projekt „auf ein höheres Niveau“ gehoben werden, bekräftigte der Sachbearbeiter.
Zusage für 1,4 Millionen Euro steht noch aus
Der Landkreis übernimmt die Projektführung. Konkret geplant sind seitens des Landkreises die Erhöhung der Abstellanlage am Schulcampus, die Neugestaltung des Boulevards entlang der Schule, Aufenthalts- und Sportflächen sowie schulübergreifende Mobilitätstage. Die TUM übernimmt die wissenschaftliche Begleitung, die Evaluation der Wirkung sowie die Formulierung der Übertragbarkeit auf andere Schulen. Die Stadt ist ihrerseits für die Umgestaltung der Wippenhauser Straße als Straßenbaulastträger, für die Planungsleistungen und die Neubauten zuständig.
Grund zur Freude gab es bereits: Das Projekt wurde als eines der 30 möglichen von einer Jury ausgewählt. Auch wurden die Beteiligten aufgefordert, einen Antrag einzureichen. Eine offizielle Zusage sei aber noch nicht eingegangen. Die Fördersumme für die Stadt Freising belaufe sich auf rund 1,4 Millionen Euro. Bis Ende des Jahres hofft Fuchs auf eine Förderzusage. Auch Oberbürgermeisterin Monika Schwind freute sich über das Projekt. „Ich finde das super“, bekräftigte sie.
Dass Verkehrsverbesserungen im Freisinger Schulviertel dringend notwendig sind, findet FT-Redaktionsleiter Manuel Eser. Seinen Kommentar finden Sie hier.