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Voltigiererinnen aus Freising landen bei deutscher Meisterschaft überraschend auf Platz fünf

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 Laura Lutz (blau) und Veronica Frey bei der DM
Auf dem Rücken von Fürst Royal zeigten Laura Lutz (blau) und Veronica Frey bei der DM in Münster ihr Können. © Danner

Der RFV Freising holte bei der deutschen Meisterschaft in Münster den fünften Platz. Trainerin Angela Struck hatte zuvor ein bescheideneres Ziel ausgegeben.

Münster/Freising – Gleichgewicht, Kraft und ganz viel Körperbeherrschung: All das braucht man beim Voltigieren – also der Akrobatik auf dem Pferderücken. Während der Vierbeiner ruhig seine Runden dreht, wird auf seinem Rücken balanciert, geturnt und gesprungen. Eine besonders erfolgreiche Voltigier-Gruppe stellt der Reit- und Fahrverein (RFV) Freising. Bei der deutschen Meisterschaft in Münster übertrafen die Sportlerinnen jüngst alle Erwartungen.

Schon seit vielen Jahren stellt der RFV Freising eine Voltigier-Mannschaft, die auch bei Wettkämpfen an den Start geht. Mit Pferd Hulapalu feierte das Team um Laura Lutz, Veronica Frey, Sarah Heiber, Annalena De Pellegrini, Laura Hebting, Mariella Halfmann, Johanna Bömmel und Trainerin und Longenführerin Angela Struck einige Erfolge. „Anfang 2024 hat sich Hulapalu aber verletzt, sodass wir plötzlich ohne Wettkampf-Pferd dastanden“, erinnert sich Trainerin Struck. Ende des Jahres 2024 entschied man sich beim RFV Freising deshalb dazu, sich mit Fürst Royal ein Nachwuchspferd zu kaufen und dieses selbst auszubilden.

Das Team trainiert drei Mal pro Woche gemeinsam. „Zwei Mal davon auf dem Pferd“, erklärt Struck. „Für die anderen Einheiten nutzen wir beispielsweise unser Holzpferd.“ Zusätzlich halten sich die Sportlerinnen mit Einzeltraining fit. „Fast alle üben den Sport seit ihrer Kindheit aus“, erzählt Struck. Hinter den schwierigen Tricks auf dem Pferderücken steckt jahrelanges Training. Neben turnerischen Fähigkeiten erfordert das Voltigieren auch Mut und eine enge Verbundenheit zwischen Mensch und Tier.

Heuer lief es für das Freisinger Team nach zwei Jahren Verletzungspause besonders gut. Im Juli krönten sie sich mit Fürst Royal erst zu Oberbayerischen Meisterinnen im Gruppenvoltigieren, wenige Wochen später folgte der Vizetitel bei der bayerischen Meisterschaft. Dadurch gelang den jungen Frauen die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften, die vom 4. bis zum 6. September in Münster ausgetragen wurden.

 Johanna Bömmel (gelb), Laura Lutz (blau) und Mariella Halfmann (lila)
Trickreiches Trio: Johanna Bömmel (gelb), Laura Lutz (blau) und Mariella Halfmann (lila) in Aktion. © Andreas Danner

„Dort war es unser Ziel, unter die besten 15 Teams zu kommen“, erklärt Struck. Diese durften nach den beiden Qualifikationsrunden am Freitag und Samstag nämlich auch im großen Finale am Sonntag ihr Können zeigen. Gesagt, getan: Die Freisingerinnen schafften es nicht nur ins große Finale, sie feierten am Ende sogar einen überragenden fünften Platz. „Wir hätten niemals damit gerechnet, dass wir so weit vorne landen“, kann es die Trainerin immer noch nicht fassen. Auf die Frage, was am Ende den Ausschlag gegeben habe, hat sie eine einfache Antwort: „Wir waren wahrscheinlich einfach richtig gut.“ Vor allem die Tatsache, dass sich Nachwuchspferd Fürst Royal auch von den vielen Zuschauern nicht habe ablenken lassen, sei sehr beeindruckend gewesen.

Mit dem guten Gefühl der deutschen Meisterschaft verabschiedeten sich die RFV-Athletinnen in die späte Sommerpause – jedoch nur kurz. Während ihr Vierbeiner einen Monat Pause bekommt, startete das Team um Trainerin Struck schon nach einer Woche wieder ins Training. „Alle sind hochmotiviert und haben richtig Lust, noch besser zu werden“, erklärt sie. Man darf also gespannt sein, welche Erfolge das Freisinger Team in den nächsten Jahren noch feiern wird. Zumal auch Erfolgspferd Hulapalu wieder ins Wettkampfgeschehen einsteigen wird.

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