Trotz angespannter Finanzlage: 30 000 Euro für Stadträte-ipads - Rathaus will so Geld sparen
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Der Olchinger Stadtrat arbeitet seit Juli mit dienstlichen iPads statt Papierunterlagen. Kostenpunkt: rund 30 000 Euro. Trotz angespannter Finanzlage hält die Verwaltung diese Investition für sinnvoll.
Olching – Jeder Olchinger Stadtrat besitzt seit Juli ein eigenes, dienstliches iPad für die digitale Gremienarbeit. Hintergrund der rund 30.000 Euro teuren Anschaffung sind in erster Linie die Digitalisierung und Effizienzsteigerung der Gremienarbeit, heißt es auf Tagblatt-Nachfrage aus dem Rathaus.
iPads für Stadträte: Unterlagen sollen so sicherer verteilt werden
Davor wurden die Sitzungsunterlagen für die Stadtratsmitglieder in Papierform per Boten zugestellt – ein großer organisatorischer und finanzieller Aufwand. Allein schon, wenn man an die telefonbuchdicken Haushaltspläne denkt. Auf digitalem Weg sollen solche Unterlagen künftig deutlich schneller und sicherer verteilt werden.
Abgesehen vom Papier-Sparen bringen die iPads noch weitere Vorteile, betont die Stadtverwaltung. „Digitale Gremienarbeit eröffnet zusätzliche Möglichkeiten der Zusammenarbeit und der Aufbereitung von Sitzungsunterlagen“, heißt es in der Stellungnahme.
Digitale Pläne und nachträglich ergänzte Unterlagen könnten nun etwa auf den Geräten bereitgestellt und per Zoom detaillierter angeschaut werden.
Auch Datensicherheit ein Pluspunkt
Auch die Datensicherheit führt die Stadt als Argument für die Anschaffung an. Bei der Zustellung auf Papier bestehe etwa das Risiko, dass Unterlagen verloren gehen oder von Unbefugten gelesen werden. Die iPads hingegen werden zentral verwaltet und abgesichert.
Gerade mit Blick auf die angespannte finanzielle Situation vieler Kommunen seien die 30.000 Euro für die Geräte samt Zubehör in Relation zu den bisherigen Kosten der analogen Gremienarbeit zu setzen.
Für Druck, Papier, Personalaufwand und Zustellung seien bisher pro Jahr circa 17.000 Euro angefallen, teilt die Verwaltung mit. Die Anschaffung sei daher „eine Investition in eine zeitgemäße und perspektivisch deutlich effizientere Form der Gremienarbeit“.
Zur Arbeit mit ipads: Schulungen für Stadträte
Die Ausstattung der Ratsmitglieder mit iPads ist eine erstmalige Anschaffung. Vom Gremium wurde diese einstimmig beschlossen.
Und wie läuft’s bislang mit der Umstellung? „Natürlich bringen die Mitglieder des Stadtrats unterschiedliche Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit digitalen Geräten mit“, wird in dem Schreiben berichtet.
Die Stadt begleitet die Einführung deshalb mit Hilfestellungen und Schulungen. Für die Umstellung habe es eine „großzügige Übergangsphase“ gegeben, in der sich die Gremiumsmitglieder mit den Geräten und der neuen Arbeitsweise vertraut machen konnten.
iPads im Stadtrat: Olching ist keine Ausnahme
Unterm Strich sei Digitalisierung der Gremienarbeit ein „Teil der digitalen Transformation der Stadtverwaltung“. Politik und Verwaltung müssten diesen Prozess gemeinsam gestalten, betont die Stadt.
„Wenn kommunale Mandatsträger selbst mit digitalen Arbeitsweisen vertraut sind und deren Vorteile unmittelbar erfahren, kann dies auch dazu beitragen, die Digitalisierung innerhalb der Stadt weiter voranzubringen.“
Olching ist keine Ausnahme: Auch in anderen Kommunen, zum Beispiel Maisach, nutzen Gremiumsmitglieder bereits iPads für die Stadtratsunterlagen. kof