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Weitere Stimmen zum Aufreger Teufelsrad auf der Wiesn

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Leserbriefe
Leserbriefe © mm

Stefan Sessler:
Am Teufelsrad dreht die
Stadt durch; Kommentar,
Marie-Theres Wandinger:
Das ist der Stadt zu schlüpfrig;
München 28. August

Da wird in München von einer Gleichstellungsstelle, die für ungleiche Bezahlung von Mann und Frau bei gleicher Leistung zuständig sein sollte, einem Traditionsgeschäft wie dem Teufelsrad vorgeschrieben, dass deren Figuren, die viele Münchner von Kind auf kennen und die lieb geworden sind, vorgeworfen, sie seien rassistisch und sexistisch. Miniröcke, größere Dirndlausschnitte und fliegende Röcke tragen wir Frauen immer mal wieder, je nach Mode. Zudem sind fehlende Schuhe auf einem Teufelsrad ganz logisch, denn Pumps musste man einst ausziehen, damit sie anderen nicht um die Ohren fliegen. Seit wann sind unsere westliche Mode und nackte Frauenfüße sexistisch? Was war an den Figuren des Teufelsrades rassistisch? Es waren nur bayerische Frauenfiguren zu sehen.

Ich frage mich, ob es zur Aufgabe von Gleichstellungsbeauftragten gehört, uns Bürgern eine Kleiderordnung vorzuschreiben, oder gar Traditionsgeschäfte zu begutachten. Ich selbst verbitte es mir. Und Traditionsgeschäfte sollten von Fachleuten beurteilt werden, die historisch, kulturell und kunstgebildet sind. Ich bin richtig verärgert über diese Bevormundung.
Romana Bigl
München

Das ist der Stadt zu schlüpfrig? Wenn die Stadtverwaltung inklusive der Gleichstellungsstelle nichts Wichtigeres zu entscheiden hat, als die seit 80 Jahren nicht reklamierte Rocklänge und den fehlenden Mann auf dem Teufelsrad zu reklamieren – nein Veränderung zu verlangen –, dann muss man sagen dürfen: Mei, wir haben wirklich einen Knall, und wenn wir tatsächlich nichts Wichtigeres zu entscheiden haben, sollte man dringend diese Verwaltungsabteilung ersatzlos schließen. Ja, dann könnten diese Mitarbeiter vielleicht sinnvoller bei der Vergabe und Terminierung der massenhaften und endlos dauernden Straßenbaustellen eingesetzt werden. Da könnte man wirkliche Qualifikation beweisen.
Horst Werthmanns
München

Ja, geht’s noch? Haben die Damen und Herren der Gleichstellungsstelle keine anderen Probleme, als dieses Traditionsgeschäft zu gängeln? Falls es keine anderen Sorgen gibt, kann man die Stelle ersatzlos streichen. Die Stelle ist dem Oberbürgermeister unterstellt. Wäre interessant, wie er dazu denkt. Eine Schande für die Stadt München.
Anton Eschbaumer
Stammham

Ist das der 1. April-Scherz oder haben Sie noch alle Tassen im Schrank? Da muss die Betreiberin vom Teufelsrad – 80 Jahre war das o. k. – und plötzlich, im woken Zeitalter, geht das plötzlich nicht mehr – ihre Figuren übermalen lassen und ich hoffe, dass sie die Rechnung an die Stadt München stellt – alles nicht mehr auszuhalten. Ich frage mich sowieso, warum sie nicht gesagt hat, die Frau Elisabeth Polaczy, dann lasse ich es bleiben mit dem Teufelsrad – ihr könnt mir den Buckel herunterrutschen!

Barbara Renz
Otterfing

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