Neue Freizeitstätte: Pullachs Jugend bekommt eigenes Zuhause
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In Pullach wurde Richtfest für eine neue Freizeitstätte gefeiert, die rund 13 Millionen Euro kostet. Der Einzug ist für Frühjahr 2027 geplant.
Pullach – Um die Freizeitstätte in Pullach ist lang gerungen worden. Jetzt wurde Richtfest gefeiert auf der Baustelle – in Anwesenheit einiger Gemeinderäte, Bürgermeisterin Christine Eisenmann (CSU) und deren Vorgängerin Susanna Tausendfreund (Grüne), für die der Neubau immer ein Herzensprojekt war.
Immer wieder war im Gremium über das Vorhaben diskutiert worden, vor allem der WiP, von der dann auch niemand zum Richtfest gekommen war, war das Ganze zu groß dimensioniert. Den Jugendlichen stehen im Neubau 1040 Quadratmeter zur Verfügung, die Pfadfinder und die Madln können sich auf zusammen 177 Quadratmetern ausbreiten. Dem Sportverein gehören künftig 183 Quadratmeter.
Das ist jetzt die neue Adresse für die Heranwachsenden. Der Landkreis kann Pullach zu diesem Gebäude nur gratulieren.
Die inklusive Außenanlagen rund 13 Millionen Euro teure Freizeitstätte mit einer Grundfläche von 862 Quadratmetern sei, sagte Eisenmann in ihren kurzen Ausführungen, nicht unumstritten gewesen, „nicht alle Beschlüsse waren einstimmig“. Aber der Bau sei „unfallfrei und reibungslos“ verlaufen, die Rathauschefin hob ebenfalls hervor, wie „sauber“ die Baustelle sei.
Tausendfreund, die auch als stellvertretende Landrätin gekommen war, sprach nach ihr von einem „Leuchtturmprojekt“, das einen „Quantensprung“ in der Jugendarbeit möglich mache. Nicht ohne Stolz sagte sie und schaute sich um: „Das ist jetzt die neue Adresse für die Heranwachsenden.“ Endlich habe Pullachs Jugend ein festes „Zuhause“, die Zeit der „Zwischenlösungen“ mit Treffpunkten im Pförtnerhaus der Burg Schwaneck, in Souterrains von Grund- und Musikschule ist damit endgültig vorbei. Im Neubau, der keine Wohnbebauung in der unmittelbaren Nachbarschaft hat, darf es endlich auch mal lauter werden. Vor der Haustür gibt es Sportmöglichkeiten, der Skaterpark wird hierher verlegt.

In ihrem Richtspruch sagten die Zimmermannsleute Jürgen Oelschläger und Lauro Wenger, der L-förmige Holz-Hybridbau sei „recht gelungen“. Sie wünschten allen, die hier wohl ab kommendem Frühjahr ein- und ausgehen, „Wohlstand und Glück“.
Beim Rundgang durchs Gebäude zeigte sich, dass die Verantwortlichen wirklich an jedes noch so kleine Eventuell-Bedürfnis gedacht haben. Im Keller befinden sich unter anderem zwei Band-Übungsräume, im Erdgeschoss sind vorhanden: ein Bewegungsraum, in dem der Bayerische Jugendring Programm machen wird, das Foyer, der Saal mit Bühne, eine Küche sowie die erforderlichen Nebenräume. Oben sind drei Gruppenräume untergebracht, ein Besprechungsraum für die Pädagogen vom Kreisjugendring, die in Pullach bekannt hervorragende Arbeit leisten, und ein Werkraum. Von hier geht es raus auf die Dachterrasse, die 235 Quadratmeter groß ist und zum Teil überdacht, der nicht überdachte Teil wird als Garten gestaltet. Der Nebentrakt gehört im Erdgeschoss den Pfadfindern, den Sportlern und den Madln.
Sport und Kreativität würden hier demnächst gelebt werden, hatte Eisenmann gesagt. Tausendfreund hob hervor, wie wichtig eine pädagogisch geführte Anlaufstelle für junge Leute sei in Zeiten wie diesen, in denen man so leicht auf „komische Wege“ gerät. Der Neubau in der Margarethenstraße mit Blick auf die BND-Mauer, geplant von den ebenfalls anwesenden Architekten Silke und Ingo Werner, sei „der große Wurf“. Sie sagte: „Der Landkreis kann Pullach zu diesem Gebäude nur gratulieren.“