Brezen-Schlüssel und zwei Ferkel: Witzige Geschenke bei Feuerwehrhaus-Einweihung
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Das neue Feuerwehrhaus Fischbachau ist eingeweiht – mit zwei lebenden Ferkeln als Geschenk und einem Schlüssel aus Brezenteig. Über 300 Bürger kamen zum Tag der offenen Tür.
Fischbachau – Auch wenn das Fassungsvermögen nicht mit einem Tanklöschfahrzeug vergleichbar ist: Der Weihwasserkessel von Pfarrer Josef Spitzhirn war offenbar gut gefüllt, als sich der Geistliche an die Segnung des neuen Fischbachauer Feuerwehrhauses machte. Denn Spitzhirn beließ es nicht bei ein paar symbolischen Spritzern an die Garagentore. Raum für Raum klapperte der Pfarrer ab und sparte dabei laut Kommandant Marinus Gasteiger nicht mit Weihwasser: „Er hat alles einmal sauber ausgewaschen“, erzählt Gasteiger schmunzelnd. „Da hat es richtig getropft.“
Auch sonst war das neue Gerätehaus beim Tag der offenen Tür zur offiziellen Einweihung den ganzen Tag über mit Leuten bevölkert. 200 Ehrengäste hatte die Feuerwehr eingeladen und mit 50 interessierten Besuchern aus der Bevölkerung gerechnet. Damit hatte sie die brennende Neugier der Fischbachauer aber deutlich unterschätzt: Mehr als 300 Bürger kamen den Tag über verteilt vorbei, um einen Blick in den Neubau zu werfen und sich technische Finessen wie die vollautomatische Schlauchwaschanlage aus der Nähe anzuschauen. Bei den Führungen durch die Aktiven der Feuerwehr kamen sie voll auf ihre Kosten.
Kreative Gastgeschenke für neues Feuerwehrhaus
Den offiziellen Teil der Ansprachen teilte sich Gasteiger mit Feuerwehrvorsitzendem Franz Gruber und Fischbachaus Bürgermeister Stefan Deingruber. Im Beisein von Landrat Jens Zangenfeind und Landtagsabgeordnetem Martin Rosenberger wurde die Feuerwehr dann auch noch reich beschenkt. Die Patenfeuerwehr Elbach überreichte den Fischbachauern ein schönes Kreuz fürs neue Stüberl. Mit einem Viehanhänger hinter einem Einsatzfahrzeug waren hingegen die Truppen aus Hausham und Schliersee angereist. Der Inhalt: zwei (lebende) Ferkel. Ein Geschenk nicht ohne Hintergedanken, wie Gasteiger mit Blick auf ein noch anstehendes Grillfest verrät. Während die Ferkel vorerst noch auf dem Hof eines Feuerwehrlers unterkommen, hat der von Deingruber überreichte symbolische Haustürschlüssel die Einweihung nicht überlebt: Er war aus Brezenteig gebacken.