München gewinnt Olympia-Votum: Was das für Bad Wiessee bedeutet
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München geht für Deutschland ins Rennen um die Olympischen Sommerspiele. Davon könnte auch Bad Wiessee profitieren: Am Sonnenbichl sind die Mountainbike-Wettbewerbe vorgesehen. Bürgermeister Robert Kühn und TTT-Chef Christian Kausch sehen darin große Chancen für die Region.
Bad Wiessee/München – Es ist entschieden: München vertritt Deutschland im internationalen Rennen um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Bei der Abstimmung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Samstag setzte sich die bayerische Landeshauptstadt gegen die Bewerbung aus Köln und der Rhein-Ruhr-Region durch. Der Jubel darüber reicht bis ins Tegernseer Tal. Denn Bad Wiessee ist Teil des Münchner Olympia-Konzepts: Am Sonnenbichl sollen im Falle eines Zuschlags die Mountainbike-Wettbewerbe im Cross-Country ausgetragen werden.
Für Bürgermeister Robert Kühn (SPD) hatte das Votum daher eine besondere Bedeutung. Er verfolgte die Bekanntgabe im Alten Rathaus in München – gemeinsam mit Münchens Dritter Bürgermeisterin und Sportbürgermeisterin Verena Dietl (SPD) sowie weiteren Vertretern aus Politik und Sport. „Man hat schon eine gewisse Anspannung gespürt“, sagt Kühn auf Nachfrage. Schließlich hätten „viele Beteiligte mit Herzblut“ an der Bewerbung gearbeitet. „Als feststand, dass München als deutscher Bewerber ins Rennen geht, war die Freude umso größer.“
Was ein Zuschlag eines Tages für Bad Wiessee bedeuten könnte, lässt Kühn schon jetzt ins Schwärmen geraten: „Die Vorstellung, dass bei Olympischen Spielen die besten Athletinnen und Athleten der Welt bei uns zu Gast sind, ist etwas ganz Besonderes.“ Die Gemeinde sei bereit, „Teil dieses großen deutschen Gemeinschaftsprojekts zu sein“.
Dabei hat der Bürgermeister nicht nur die internationale Aufmerksamkeit für den Ort im Blick. Er erhofft sich auch positive Impulse für den Sport insgesamt. „Wenn der Leistungssport gefördert wird, fördert man automatisch auch den Breitensport“, sagt Kühn.
Christian Kausch sieht abseits des Sports hauptsächlich Chancen für den Tourismus. Der Geschäftsführer der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) verfolgte das Votum im Münchner Olympiapark. „Ich habe mitgefiebert und mich sehr gefreut“, sagt er. Von einem möglichen Zuschlag würde aus seiner Sicht nicht allein die Landeshauptstadt profitieren: „Die Entscheidung hat nicht nur in der großen Stadt etwas Gutes, sondern auch für die Umgebung und damit rund um den Tegernsee.“
Bis Olympia tatsächlich nach Bayern kommt, ist es noch ein weiter Weg. München geht nun als deutscher Kandidat in das Auswahlverfahren des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Eine endgültige Entscheidung fällt erst in den kommenden Jahren.