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Freud‘ und Leid in bayerischem Dorf: Neue Pizzeria öffnet, Gaststätte am See schließt

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Stanislav Ochisor (hinter der Theke) und Pizzabäcker Fabio Guazzo freuen sich in Rott die Pizzeria „Ma tu volevi la pizza“ zu eröffnen.
Stanislav Ochisor (hinter der Theke) und Pizzabäcker Fabio Guazzo freuen sich, in Rott die Pizzeria „Ma tu volevi la pizza“ zu eröffnen. © Roland Halmel

Während die Rotter sich diese Woche über die Eröffnung einer neuen Pizzeria freuen dürfen, müssen sie zeitgleich von den Wirten der Gaststätte „Kri-Kri am Seehäusl“ Abschied nehmen.

Rott – Über drei Jahre standen die Räume der Pizzeria in Rott leer. Jetzt kehrt Leben in sie zurück. Am kommenden Mittwoch, 30. September, um 17 Uhr eröffnet das neue Lokal mit dem Namen „Ma tu volevi la pizza“ – was frei übersetzt bedeutet: „Aber du wolltest doch Pizza“.

Gastronomen haben „sehr viel Zeit in die Renovierung und die Einrichtung investiert“

„Wenn wir Rotter Pizzeria genannt werden, ist das auch in Ordnung“, meint Stanislav Ochisor, der die Gaststätte zusammen mit Fabio Guazzo, der für das Pizzabacken zuständig ist, führen wird. „Wir haben in den vergangenen Monaten sehr viel Zeit in die Renovierung und die Einrichtung investiert“, berichtet Ochisor. Los ging es mit einem neuen Pizzaofen, der aus Italien angeliefert wurde. Dazu wurden die Küche und die Toiletten auf Vordermann gebracht, die Holzverkleidung gestrichen und der Gastraum verschönert. Ein neuer Wandanstrich, neue Lampen und Tische sorgen jetzt für eine gemütliche Atmosphäre. Auch die Theke wurde erneuert. „Das war alles richtig viel Arbeit“, erklärt Ochisor.

Zuletzt wurde auch noch ein neues beleuchtetes Schild an der Fassade, die ebenfalls einen neuen Anstrich bekam, angebracht. „Der Biergarten bekommt neue Stühle, vielleicht spielt ja dann auch das Wetter in den nächsten Wochen mit, um draußen sitzen zu können“, meint Ochisor, der schon vor der Eröffnung den ersten Gast empfing, der die offene Tür sah und hereinschaute. „Toll, dass ihr aufmacht, wir werden bestimmt kommen“, versprach der Kunde, der um einige Tage vertröstet wurde.

Neue Pizzeria in Rott hat an zwei Tagen in der Woche auch mittags geöffnet

Auch Rotts Bürgermeister Fritz Schneider freut sich, dass das Traditionslokal in der Ortsmitte wieder öffnet. „Das ist ein wichtiger Treffpunkt in der Gemeinde, mit der ich viele schöne Jugenderinnerungen verbinde“, meint Schneider, der den neuen Betreibern viel Erfolg und gute Geschäfte wünscht.

Geöffnet hat die neue Pizzeria, die auch einen Außer-Haus-Verkauf anbietet, jeden Tag außer dienstags. „Zweimal unter der Woche auch mittags“, erklärt Ochisor, der hofft, dass die frisch renovierten Räume von den Liebhabern der italienischen Küche gut angenommen werden. „Wir freuen uns, wenn es jetzt losgeht“.

Thelma Zachariaki (rechts) und ihr Mann Miljenko Korica hören als Wirtsleute der Gaststätte „Kri-Kri am Seehäusl“ in Rott auf.
Thelma Zachariaki (rechts) und ihr Mann Miljenko Korica hören als Wirtsleute der Gaststätte „Kri-Kri am Seehäusl“ in Rott auf. © Roland Halmel

Während in die Pizzeria also bald wieder Leben einkehrt, wird es im Seehäusl am Engelsrieder See ruhig werden. Und das liegt nicht daran, dass im Herbst weniger los ist als im Sommer. Thelma Zachariaki und ihr Mann Miljenko Korica, die das Lokal „Kri-Kri“ vor knapp zwei Jahren übernommen haben, hören auf. „Das Wintergeschäft ist schwierig“, nannte Zachariaki den Hauptgrund für die Schließung am kommenden Mittwoch, 30. September. „Wir hätten weitergemacht, aber nur im Sommer, das wollte aber der Gemeinderat nicht“, ergänzte Zachariaki. Das Gebäude gehört der Gemeinde Rott.

Gemeinde sucht Nachfolger für Seehäusl-Gaststätte

„Ich bedaure, dass sie aufhören“, sagt Bürgermeister Fritz Schneider auf Nachfrage der Heimatzeitung: „Mit den Pächtern ist alles korrekt gelaufen. Sie waren auch immer freundlich.“ Seit vergangener Woche sucht die Gemeinde per Anzeige einen Nachfolger für die scheidenden Seehäusl-Wirte. „Das Gasthaus Seehäusl wartet auf Menschen, die diesen besonderen Platz mit Leben und eigenen Ideen füllen möchten“, ist in der Anzeige zu lesen.

Für Zachariaki und ihren Mann stehen nach dem Abschied vom Engelsrieder See indessen erst einmal die Familien in Kroatien und Griechenland im Mittelpunkt. „Ich muss fürs Erste auch etwas Abstand gewinnen“, erklärt die Griechin, die nach der Pause wieder einen Gastronomiebetrieb führen möchte. Wo, ist aber noch völlig offen.

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