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Tänzer, Akrobat, Produzent: Dominik Halameks Plakette auf dem Walk of Fame enthüllt

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wolfratshausen walk of fame - Dominik Halamek
Dominik Halamek strahlte: Er wurde am Samstag mit einer Plakette auf dem Walk of Fame geehrt. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Das Wolfratshauser Multitalent ist der achte Bürger, der auf der Ruhmesmeile vor der Loisachhalle geehrt wird. Seine Karriere begann mit fünf Jahren im Keller desselben Gebäudes.

Wolfratshausen – Manchmal darf’s ein bisschen mehr Rock‘n‘Roll sein. Wenn ein international renommierter Tänzer, Luftakrobat, Kostümdesigner, Choreograf und Produzent geehrt wird, zum Beispiel. Dominik Halamek, das 43-jährige Multitalent aus der Loisachstadt, wurde am Samstagvormittag auf dem Walk of Fame geehrt. Er ist der achte Bürger, beziehungsweise Verein, der eine Plakette auf dem Fußweg vor der Loisachhalle erhält.

wolfratshausen walk of fame - Dominik Halamek
Der Luftakrobat über der Loisach: Die Plakette von Dominik Halamek © Sabine Hermsdorf-Hiss

Tanzpartnerin lobt den kreativen Kopf

Ein Zusammenschnitt seiner Shows auf einem großen Bildschirm stimmte die Besucher auf die Feierstunde ein. Gezeigt wurde ein Best-of des Programms „Circus of Fantasy“ mit Ballett und Breakdance, Artistik und Magie, Licht, Laser und Musik. Ernst Gröbmair, Vorsitzender des Vereins Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW), der die Ruhmesmeile 2013 zusammen mit der Stadt ins Leben gerufen hatte, begrüßte einige frühere Ausgezeichnete unter den Gästen wie die Künstlerin Katharina Lüthi oder Sybille Krafft von „Bürger fürs Badehaus Waldram-Föhrenhaus“. Bürgermeister Klaus Heilinglechner sagte, das Beispiel Halameks zeige, „dass man hier seine Wurzeln haben und trotzdem die Welt erobern kann“. Trotz seiner Erfolge sei der Geehrte „immer ein Wolfratshauser geblieben“.

Tänzer, Akrobat, Produzent: Dominik Halameks Plakette auf dem Walk of Fame enthüllt

Auf seine Herkunft ist Halamek stolz. Das wurde in der Laudatio von Melanie Renz deutlich. Sie erzählte von „dem Dominik, der sich nicht googeln lässt“. Die Bühnenschauspielerin und Regisseurin aus Stuttgart und der Wolfratshauser lernten sich als Tanzpartner bei einer Theaterproduktion vor 15 Jahren kennen. Schon damals fiel Renz auf, mit welcher Leidenschaft ihr Kollege über seinen Heimatort sprach. Aber auch die Energie, mit der er später eigene Projekte umsetzte, bewundert sie. Ein „Geht nicht“ habe der Choreograf und Tanzlehrer nicht akzeptiert – auch während der schwierigen Phase der Corona-Pandemie nicht. Der kreative Kopf fand immer Lösungen.

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Als Produzent sei Halamek ein absoluter Teamplayer, so die Laudatorin. Als Lehrer in den eigenen drei Tanzstudios in Wolfratshausen, Geretsried und Bad Tölz sowie als Chef der Truppe habe er Zutrauen in die Fähigkeiten jedes Einzelnen: „Für dich gibt es kein zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn, zu ungewöhnlich oder zu anders“. In seinen Shows sehe man deshalb die unterschiedlichsten Menschen auf der Bühne. Um sein Engagement in der Heckscher Klinik, wo er eine Workshopwoche mit Jugendlichen durchgeführt hat, oder bei den Kinderkulturtagen der Stadt, mache er kein Aufhebens. „Du hast nicht nur Ideen, du lässt sie Wirklichkeit werden. Du ziehst Menschen mit, schaffst Räume, in denen andere über sich hinauswachsen können, und bist ein ziemlich guter Botschafter deiner Heimatstadt“, fasste Melanie Renz zusammen.

Halamek dankt seinen Förderern

Der mit so viel Lob bedachte Preisträger bedankte sich wiederum bei seinen Unterstützern und Förderern. Mit fünf Jahren begann seine Karriere im Keller der Loisachhalle als Ballettschüler von Sabine Brandhuber, deren Studios er später übernahm. Nach dem Tanzstudium an der Palucca Hochschule in Dresden folgten Auftritte unter anderem in der Semperoper sowie an der Bayerischen Staatsoper. Als Luftakrobat wirkte Dominik Halamek weltweit in verschiedenen Produktionen mit, darunter in Shows von Helene Fischer. Mit seinem eigenen Varieté-Programm „Circus of Fantasy“ tourt er seit Jahren durch ganz Deutschland – und tritt immer wieder gerne in Wolfratshausen auf.

Zuletzt dankte der Alleskönner seinem Ehemann Andi Halamek-Weinert. Der Musiker, der nicht persönlich an der Feier teilnehmen konnte, hat für seinen Partner ein rockiges Lied komponiert - Refrain: „Du hast es Dir verdient“-, das begleitet von Klatschen und Jubel abgespielt wurde. Musical-Darstellerin Kitty Bloch sorgte mit der von ihr gesungenen John-Lennon-Ballade „Imagine“ ebenfalls für den passenden Glamour, bevor die Walk-of-Fame-Plakette schließlich offiziell enthüllt wurde.

Von Tanja Lühr

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