Glasfasernetz Neuried: 2100 Haushalte sollen angeschlossen werden
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Die ersten Meter des neuen Neurieder Glasfasernetzes sind bereits verlegt. Beim offiziellen Spatenstich am Montag gaben die beteiligten Unternehmen nun bekannt, welche Teile des Ortsgebietes wann mit einem Anschluss rechnen können.
Neuried – In Neuried hat der Ausbau des Glasfasernetzes begonnen. Nachdem sich die Deutsche Glasfaser im September offiziell aus dem Würmtal zurückgezogen hatte (wir berichteten), hat nun die OXG Glasfaser GmbH wie angekündigt die ersten Leitungen verlegt. Am Montag wurde am Haderner Winkel der symbolische erste Spatenstich gesetzt.
Die OXG, ein Joint Venture von Vodafone und dem multinationalen Telekommunikations- und Medienkonzern Altice, plant den Breitbandausbau in Neuried für circa 2100 Haushalte. Zu Beginn des Jahres, nachdem eine Markterkundung der Deutschen Glasfaser für Neuried nach Unternehmensangaben ein eher geringes Kundeninteresse gezeigt hatte, vermeldete die Gemeinde den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung mit OXG. Zu Beginn der vergangenen Woche, nach dem endgültigen Rückzug der Deutschen Glasfaser aus dem Würmtal, erklärte Bürgermeister Robert Hrasky dann auf Nachfrage, dass die Arbeiten zum Netzausbau durch OXG unmittelbar bevorstünden (wir berichteten). Das Versorgungsgebiet umfasst den Bereich nördlich der Staatsstraße 2344 bis zur Ammerseestraße sowie einen kleinen Abschnitt zwischen Forstenrieder Straße und M4. Im Haderner Winkel haben die Arbeiten in der Vorwoche begonnen, die Kabel sind bereits verlegt.
Ziel des Unternehmens sei es, in den nächsten Jahren sieben Millionen Haushalte in Deutschland mit Glasfaseranschlüssen zu versorgen, sagte Alexandra Sitter, Kommunalmanagerin und Ansprechpartnerin für Städte und Gemeinden in Bayern, am Montag beim offiziellen Startschuss des Projekts in Neuried. Dafür stünden insgesamt sieben Milliarden Euro zur Verfügung. Sitter lobte die gute Zusammenarbeit mit der Neurieder Gemeindeverwaltung und der Wirtschaftsförderung. „Das haben wir noch nie erlebt, wie schnell hier Genehmigungen laufen.“
Mit dem Glasfaserausbau legt die Gemeinde nach Auffassung von Bürgermeister Robert Hrasky einen wichtigen Grundstein für das Neuried von morgen. Eine leistungsfähige Infrastruktur sei die wichtigste Voraussetzung dafür, dass sich die Gemeinde positiv weiterentwickeln könne, heißt es in einer Pressemitteilung. In Neuried gibt es bis dato Glasfaseranschlüsse nur im Gewerbegebiet und am Campus.
Als Zeitrahmen für den Ausbau sind laut Vegim Nuhaj je nach Witterung bis zu zwölf Monate vorgesehen. Er ist Geschäftsführer der Nuhaj Tiefbau Gesellschaft (NTG), die als Generalunternehmer fungiert. Vor Ort werden die Arbeiten von der Gräfelfinger Partnerfirma Nuhaj Leitungsbau GmbH (NLB) durchgeführt. In Bayern gibt es derzeit mehr als zehn Ausbaugebiete der OXG, im Landkreis München sind dies neben Neuried auch Pullach, Unterhaching und Unterschleißheim.
Der Ausbau in Neuried erfolgt unabhängig vom Erreichen einer Vorvermarktungsquote. Die Glasfaserleitungen werden laut OXG nicht nur bis zum Netzverteiler oder bis in den Keller, sondern bis in die heimischen Wände verlegt. Die neue Glasfasertechnologie soll Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu einem Gigabit pro Sekunde ermöglichen. Das Verteilnetz, das im öffentlichen Raum im Geh- und Radwegbereich verlegt wird, hat eine Länge von rund 8,3 Kilometern. Informationen über den Ausbau in Neuried sind unter www.oxg.de/ausbaugebiete/neuried zu finden.
Voraussetzung für den kostenlosen Anschluss einzelner Gebäude und Wohnungen ist die Zustimmung der Eigentümer. Diese können sie auch noch während der Bauphase erteilen. Den Endkunden bleibt die Wahl des Providers für einen Glasfaser-Tarif überlassen, OXG stellt lediglich das Netz zur Verfügung. Derzeit hat das Unternehmen unter anderem Partnerschaften mit 1&1, der schwedischen Bahnhof Nätwerk GmbH und natürlich mit Vodafone.