1. Startseite
  2. Lokales
  3. Würmtal
  4. Planegg

23 Südkoreaner besuchen VHS Würmtal

Kommentare

Uns auf Google folgen
Koreanische Delegation zu Besuch in der VHS Würmtal in Planegg am 18.09.26.vorne mitte: Karola Albrecht / VHS, Kim yuri / Deputy Director / Local Educational Finance Division / Ministry of Education, Susanne Reicheneder/ VHS. Foto: Dagmar Rutt- Vorstand Herr Tonte kam erst später, daher nicht auf dem Foto.
Korea zu Besuch in Planegg: Karola Albers (vorne 4.v.l.) und Susanne Reicheneder (vorne 5.v.l.) mit der Delegation aus Fernost, die nicht nur die Räume sehen, sondern auch die Funktionsweise der Volkshochschule verstehen wollte. © Dagmar Rutt

Besuch aus Fernost bei der Volkshochschule im Würmtal: Eine 23-köpfige Delegation aus Südkorea informierte sich in Planegg über Erwachsenenbildung und lebenslanges Lernen. Dabei sorgte vor allem das Modell der Zusammenarbeit für großes Interesse.

Planegg – Kurz vor dem Start des Herbst- und Wintersemesters gab es für die Mitarbeiterinnen der Volkshochschule im Würmtal (VHS) einen besonderen Programmpunkt. Eine 23-köpfige Delegation aus Südkorea hatte sich angekündigt, um sich über die Erwachsenenbildung in Deutschland und speziell über die Erfolge der lokalen VHS zu informieren. Organisiert wurde die nur sechstägige Reise vom zentralen Bildungsministerium in Sejong für Bildungsmanager aus allen 17 Provinzen und Stadtprovinzen. Reiseorganisator Young-Ho Shin hatte schon im Vorfeld des Besuches erklärt, dass im Mittelpunkt des Interesses die verschiedenen Bereiche des deutschen Bildungssystems stehen. Oder konkreter: Die Delegation wollte verschiedene Bildungsinstitutionen in Bayern und deren regionale Strukturen kennenlernen. Am vergangenen Freitag schaute sie in der VHS-Zentrale am Planegger Marktplatz vorbei.

„Die Volkshochschule in Planegg ist für uns besonders interessant, weil wir uns für die Rolle der Erwachsenenbildung und die Möglichkeiten des lebenslangen Lernens interessieren“, übersetzte Dolmetscher Geo Shin die Worte der Delegationsleiterin Kim Yuri aus dem Ministerium. „Vor allem die Zusammenarbeit mit den fünf Gemeinden ist ein sehr interessantes Merkmal für uns.“ Denn Erwachsenenbildung existiere in Südkorea nur in kleinen privaten Einrichtungen oder in Form von Einzelaktionen in den Rathäusern.

Das VHS-Konzept als eigenständig geführtes kleines Unternehmen mit Kooperationen, solider Finanzierung, einem Pool an Kursleitern und dem halbjährlichen Programm stieß auf Neugier und durchweg begeisterte Reaktionen. „Die Gäste wollten wissen, wie wir es schaffen, dass wir so viele Kursleiter und vor allem Kursteilnehmer von ganz jung bis betagt haben“, resümierte Klaus Tonte, der Vorsitzende des VHS-Vereins, die vielen kleinen Gespräche beim Rundgang. „Wir machen das mit Freundlichkeit und viel Aufmerksamkeit. Die VHS ist eine Begegnungsstätte, in der man anderen, aber auch Bildung begegnen kann. Das ist unser Ansatz. Den tragen wir in die Welt hinaus.“

Höhepunkte beim Rundgang durch die VHS-Räume waren die ausgestellten Werke der Teilnehmer an den Kunstkursen, das Foto des aktuellen Taekwondo-Kurses und die gut ausgestatteten Bewegungsräume. Nachfragen gab es auch zum angebotenen Koreanisch-Kurs mit bereits fünf Anmeldungen. Auch die Werbekampagnen der VHS, die Bemühungen, Menschen mit wenig Erfahrung im digitalen Bereich für die Angebote zu interessieren, sowie der Verwaltungsaufwand stießen auf Interesse.

Apropos Verwaltung: „Wir haben ein tolles Team, auf das können wir alle stolz sein“, sagte Tonte. Mit dem Besuch der koreanischen Delegation und den vielen interessierten Nachfragen sei ihm wieder einmal bewusst geworden, „wie gut wir als VHS dastehen und was wir alles Tolles machen. Im Alltag geht dieses Gefühl verständlicherweise schnell unter. Vielleicht sollten wir generell stärker nach außen gehen und unsere guten Seiten zeigen.“

Ulrike Seiffert

Auch interessant

Kommentare

Teilen
Image