Sturm-Ausrede entlarvt: Trumps bizarrer Kampf um seine Frisur
Uns auf Google folgenNur 33 Prozent Zustimmung, Iran-Krieg und Inflation: Die Republikaner stecken in der Krise. Doch US-Präsident Trump hat auch noch andere Themen.
Washington, D.C. – „Ich kann Ihnen sagen, was unter Donald Trumps Haaren ist. Nichts“: So spottet Biograf Michael Wolff über den US-Präsidenten, dem an der Glaubwürdigkeit seiner Frisur offenbar viel gelegen ist. Mit einer Geschichte über einen heftigen Sturm wollte der 80-Jährige jetzt beweisen, dass sein Haar echt ist. Doch ein Faktencheck des Portals The Daily Beast weckt Zweifel an dieser Darstellung.
Zuvor hatte ein Auftritt in Las Vegas im August für Aufsehen gesorgt: Trumps Haar wirkte dort plötzlich ungewohnt füllig und erdbeerblond. Um die aufkommenden Toupet-Gerüchte zu stoppen, kam Trump am Mittwochabend (2. September) im Rosengarten nochmals auf das Thema.

Gerüchte um das Haar von Trump: Sturm, Teleprompter und ein Kappen-Problem
In seiner insgesamt 45-minütigen Rede, berichtet Daily Beast, verwies er dabei auf eine Wahlkampfveranstaltung in Ohio. Dort habe starker Wind sogar Teleprompter 50 Yards weit weggeweht – Bedingungen, die laut Trump kein Haarteil überstanden hätte.
Ein Faktencheck des Portals zeigt jedoch: Trump trug bei besagtem Auftritt in Ohio durchgehend eine Kappe. Der Wind hätte ein mögliches Haarteil also gar nicht erst erfassen können.
US-Präsident Trump steht vor den Midterms vor historischem Umfragetief
Abseits der optischen Debatten zeigt ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters die angespannte politische Lage der Republikaner vor den Zwischenwahlen (Midterms) am 3. November. Beim selben Abendessen im Weißen Haus kündigte Trump an, massiv in den Wahlkampf einzugreifen. Das Ziel: die knappen Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat bei 35 umkämpften Sitzen verteidigen.
Die Ausgangslage dafür ist schwierig. Laut einer Reuters/Ipsos-Umfrage liegt Trumps Zustimmungsrate den dritten Monat in Folge bei 33 Prozent – dem absoluten Tiefstwert seiner Karriere.
US-Zwischenwahlen: Iran-Krieg und Inflation bestimmen den Wahlkampf
Dieses Umfragetief resultiert aus mehreren massiven Krisen:
- Krieg mit dem Iran: Der militärische Konflikt dauert bereits sieben Monate an. Jüngste Gefechte zwischen Washington und Teheran waren die schwersten seit Juli und schüren die Angst vor einer weiteren Eskalation.
- Wirtschaftlicher Druck: Der Krieg stört die weltweite Ölversorgung und treibt die US-Energiekosten massiv nach oben.
- Lebenshaltungskosten: Die anhaltende Inflation belastet die Budgets der amerikanischen Bevölkerung schwer.
Um gegen diesen Negativtrend anzukämpfen, planen die Republikaner in der kommenden Woche einen für Zwischenwahlen unüblichen Parteitag. Trumps dort geplanter Doppelauftritt soll die Parteibasis für den Endspurt mobilisieren. (Quellen: The Daily Beast, Reuters) (frs)