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Ukraine-Krieg aktuell: Kiew erneut hart getroffen – Merz will Hilfen „noch einmal verbessern“

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Aktuelle News zum Ukrainer-Krieg im Ticker: Kiew kommt in der Nacht nicht zur Ruhe. Russlands Verluste steigen. Neue Mobilmachung?

Moskau/Kiew – Seit Februar 2022 wehrt sich die Ukraine gegen eine Invasion der russischen Armee. Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg in unserem Live-Ticker:

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Russland erleidet hohe Verluste im Ukraine-Krieg

Die Lage im Ukraine-Krieg ist verfahren: Trotz massiver Verluste konnte das russische Militär in der Ukraine seit vielen Monaten keine großen Gebietsgewinne melden. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass sich die russische Führung um Kremlchef Wladimir Putin von ihrem Kriegskurs abbringen lässt. Darauf hatte auch Alexander Stubb Ende August in einem Interview mit der Bild explizit hingewiesen. Der finnische Präsident zeigte sich überzeugt, dass Russland trotz wirtschaftlicher Probleme und seiner Verluste nicht nachgeben wird. 

Wladimir Putin
Wladimir Putin verneinte mögliche Angriffspläne gegen Europa zuletzt. © ZUMA Pres/Imago

Dabei sind die russischen Verluste im Ukraine-Krieg in der Tat immens hoch. In einer aktuellen Bestandsaufnahme hat das unabhängige russische Medium Mediazona in Zusammenarbeit mit dem russischsprachigen Dienst der BBC die Namen von 258.989 gefallenen russischen Militärangehörigen verifizieren können. Die Erhebung umfasst den Zeitraum vom 24. Februar 2022 bis zum 21. September 2026.

Verluste Russlands im Ukraine-Krieg: Analyse geht noch von sehr viel höheren Zahlen aus

Für die Liste werden öffentlich zugängliche Quellen ausgewertet. Dazu gehören Traueranzeigen, Beiträge von Angehörigen in sozialen Netzwerken, regionale Medienberichte sowie offizielle Mitteilungen lokaler Behörden. Allein in den vergangenen zehn Tagen wurden 10.145 neue Namen in die Liste aufgenommen. Das Nachrichtenportal berichtete, der Anstieg sei größtenteils auf eine durchgesickerte Liste von Leichen zurückzuführen, die zwischen Russland und der Ukraine ausgetauscht wurden. Die Namen seien erst dann hinzugefügt worden, nachdem ihre Identität unabhängig über offizielle Register bestätigt werden konnte.

In rund 241.600 Fällen ist das genaue Todesdatum der Gefallenen bekannt. Da aber nicht jeder Todesfall an der Front öffentlich genannt wird, dürften die tatsächlichen Verluste erheblich höher liegen. Eine Schätzung auf Basis russischer Nachlassregisterdaten, die Mediazona gemeinsam mit dem Exilmedium Meduza entwickelt hat, geht von rund 352.000 Toten bis Ende 2025 aus.

Hohe Verluste im Ukraine-Krieg: Freiwillige tragen die Hauptlast in Russland

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am 27. September unter Berufung auf einen Bericht des Oberbefehlshabers Mychajlo Drapatij bekannt gegeben, dass ukrainische Streitkräfte in der Vorwoche 10.660 russische Soldaten getötet oder schwer verwundet hätten. Hintergrund waren demnach die fortgesetzten Offensivoperationen ukrainischer Streitkräfte im Lyman-Sektor der Oblast Donezk.

Am 31. Juli hatte Selenskyj die Verluste Russlands auf rund 1,6 Millionen geschätzt, darunter etwa 700.000 Tote. Zum Vergleich: Selenskyj nannte für die ukrainische Seite rund 50.000 gefallene Soldaten und etwa 400.000 Verwundete. Genaue Zahlen gibt Kiew nicht bekannt. Westliche Geheimdienstkreise bestätigen jedoch grundsätzlich, dass die russischen Verluste die ukrainischen deutlich übersteigen. Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) schätzt das Verhältnis auf etwa 2,5:1 oder 2:1.

Geschätzte Verluste von Russland im Ukraine-Krieg – ein Überblick

Russlands VerlusteQuelle
258.989 Tote (verifiziert)Mediazona (Stand: 21. September)
352.000 Tote (geschätzt)Mediazona u. Meduza (21.September)
1.531.060 Tote und VerwundeteGeneralstab in Kiew (28. September)
459.342 bis 559.251 ToteBBC (21 August)
1,4 Millionen Tote und VerwundeteCSIS (1. Juli)
1,3 bis 1,45 Millionen Tote und VerwundeteNATO (17. Juni)

Angriffe im Ukraine-Krieg dauern an – Verluste dürften weiter deutlich steigen

Angesichts festgefahrener Frontlinien greift Russland mit seiner Luftwaffe, Kampfdrohnen und ballistischen Raketen verstärkt die Städte des Nachbarlandes an. Die Militärführung in Kiew wehrt sich mit Drohnenangriffen gegen Objekte der Erdöl- und Rüstungsindustrie auf russischem Staatsgebiet. (Quellen: Mediazona, BBC, Meduza, ukrainischer Generalstab, CSIS, NATO) (red)

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