Zelt platzt aus allen Nähten: Hunderte Fans feiern die Peißenberg Miners bei der Teampräsentation
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Bei der Teampräsentation der Peißenberg Miners war das Zelt für die zahlreichen Fans viel zu klein. Zum Saisonauftakt gegen Ulm fehlen dem Team aber gleich mehrere Spieler.
Peißenberg – Vorfreude kann gemessen werden. Ein Blick ins Zelt genügte. Hunderte Fans drängten sich hinein. Und mancher musste sogar davor ausharren. Jeder wollte hören, was denn die Männer zu sagen haben, an denen ihre Herzen in den nächsten sechs Monaten hängen werden. Die Miners aus Peißenberg haben es geschafft, mit ihrer Vorbereitung die Euphorie weiter aufzukochen, die nach den Verpflichtungen und der Stadionübernahme ohnehin schon seit Monaten heiß vor sich hinbrodelt. Andreas Magg, der neue Torwart, beschrieb die Gemengelage bei der Teamvorstellung am vergangenen Freitag nach dem Sieg über Dingolfing treffend: „In Peiting war das Zelt nie so voll“, notierte er. Die Anhängerschaft fasste das wohlwollend als kleine Spitze gegen den Lokalrivalen auf. Auch wenn das gar nicht so gemeint war, sondern einfach nur ausdrückte, wie außergewöhnlich das alles ist, was sich in der Marktgemeinde abspielt.

Trainer Martin Schweiger sprach hinterher von einem „super gelungenen Abend“, obwohl der eine oder andere Spieler vorsichtshalber und angeschlagen daheim blieb. Das gehört – bei aller Begeisterung – auch zur Realität bei den Miners. So erfreulich die letzten beiden Testspiele gegen Dingolfing (6:2) und Schongau (7:1) auch waren: Peißenberg beendet seine Phase der Experimente mit allerlei Ausfällen.
Personalprobleme vor dem Saisonstart
Gut, bei den virusgeplagten wie Kapitän Elias Maier oder Torwart Maximilian Berger dürfte sich die Sache bis zum Wochenende wieder erledigt haben. Aber bei Florian Höfler und Valentin Hörndl steht die genaue Diagnose noch aus – und Sinan Ondörtoglu fehlt auf jeden Fall mehrere Wochen. Sperren für Dominik Ebentheuer und Leon Seelmann schrumpfen den Kader für den Bayernliga-Auftakt am kommenden Sonntag gegen Ulm/Neu-Ulm (17.30 Uhr) weiter zusammen. „Sehr, sehr harte Entscheidung. Du kannst dich immer noch streiten, ob das gerechtfertigt war“, merkte Trainer Martin Schweiger an.
Unfreiwillig rückten die ganz Jungen in größere Rollen. Nepomuk Rieger, gerade 20 Jahre alt, fand sich plötzlich neben den US-Boys wieder – und traf gleich gegen Schongau. „Er hat sich brutal reingespielt“, lobte sein Coach. Zu den neun fitten Stürmern zählte auch Niklas Kienle, ebenfalls erst 20 und auch er mit einem Torerfolg. „Manche haben schon ihren festen Platz“, kündigte Martin Schweiger an, ohne konkreter zu werden. Den einen oder anderen aus der U20 werde man auch noch mit Doppellizenzen in die Landesliga zum SC Forst ausstatten. Gerade befinden sie sich in der Feinabstimmung.
Bei der Präsentation standen sie alle gemeinsam auf der Bühne. In Grüppchen traten sie an die Mikrofone. Die Jungen. Die Arbeiter. Die Importspieler. Jeder bekam eine Frage von Moderator Simon Lipp, der Stimme der Miners auf Sprade TV, gestellt. Einer der Höhepunkte: die ersten öffentlichen Gehversuche von Ryan Murphy, was sein Deutsch betrifft. Zunächst wollte der Amerikaner mit Cowboyhut wie die Kollegen auf Englisch antworten. Aber das ließen ihm die Fans, die ja von seinem fleißigen Sprachunterricht wissen, nicht durchgehen. „Der kann’s doch auf Deutsch“, riefen sie. Und tatsächlich, wenn auch gebrochen, erklärte er den beseelten Miners-Fans, dass Peißenberg mittlerweile so etwas wie eine zweite Heimat für ihn und seine Familie ist.