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Torflaute von Luis Diaz ist eine versteckte Topform

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In dieser Saison ist Bayern-Star Luis Diaz noch nicht vom Glück geküsst. Warum seine Leistungen deutlich besser sind, als sie aussehen.

München – Ein Tor in sieben Spielen – das klingt nach Alarm beim FC Bayern München. Nur: Die Zahlen erzählen eine komplett andere Geschichte. Luis Diaz steckt nicht in einer Krise. Er steckt in einer der besten Phasen seiner Karriere – und trifft trotzdem nicht. „Ich weiß, dass es nur die Chancenverwertung ist. Es fehlt nur der Abschluss – und dann ist es gut“, sagte der 29-jährige Kolumbianer vor dem letzten Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin bei Sky und RTL. Gebracht hat es nichts.

Luis Diaz
Bayern-Star Luis Diaz spielt bisher eine herausragende Saison – nur vorm Tor hapert es. © picture alliance/dpa | Harry Langer

Sportvorstand Max Eberl macht sich keine Sorgen und betont: „Einige wären froh, wenn sie so eine Delle hätten wie er.“ Die Daten des Statistikdienstleisters Opta geben ihm recht, denn die berechnete Qualität seiner Torchancen ist von 0,51 auf 0,64 pro Spiel gestiegen. Um diese Werte einzuordnen, werden sie in sogenannte Perzentile unterteilt, die Diaz mit über 1.000 anderen Flügelstürmern vergleichen. In diesem Fall 1128 Spieler aus den Top-5-Ligen Europas.

Nur ein Manko: Statistik gibt Bayern-Star Diaz Recht

Bei der Erarbeitung von Torchancen (Expected Goals) und den Ballaktionen im gegnerischen Strafraum liegt er jeweils im 100. Perzentil – besser geht es statistisch gesehen nicht. Zudem zeigt er mehr Mut am Ball, versucht viel häufiger, seine Gegner im Eins-gegen-Eins auszudribbeln, und hat sich in diesem Bereich massiv gesteigert. Auch in der Luft ist er präsenter geworden und gewinnt weit mehr Kopfballduelle als in der Vergangenheit.

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Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Diaz sich cleverer freiläuft als je zuvor und häufiger in torgefährlichen Zonen auftaucht. Die Spielweise des FC Bayern ist perfekt auf ihn zugeschnitten, damit er seine Stärken voll ausspielen kann – auch wenn Schüsse von Diaz aktuell einfach seltener im Netz landen.

Neun Großchancen hat Diaz in dieser Saison gehabt, Bundesliga-Höchstwert. Acht davon hat er vergeben, ebenfalls Bundesliga-Höchstwert. Die Chancenverwertung ist von 43 auf 11 Prozent eingebrochen. Die Differenz zwischen seinen Toren und seinem Expected-Goals-Wert beträgt minus 3,48 – kein anderer Bundesliga-Profi liegt so weit hinter seinem statistischen Soll. Dabei trifft er das Tor fast genauso oft wie früher: Schussgenauigkeit 67 Prozent, Vorsaison 64. Die Bälle gehen ins Toraus, nicht ins Netz.

Zu bedenken ist auch: Die Werte der vorherigen Spielzeit wurden natürlich über die gesamte Saison berechnet. Diaz kann sich nach sieben Spieltagen also noch deutlich steigern. Das Muster ist dennoch bekannt. Im Dezember 2025 schickte Trainer Vincent Kompany Diaz nach einer Sperre für einige Tage in den Urlaub.

Was folgte: eine starke Rückrunde, am Ende 26 Tore und 23 Vorlagen in 51 Pflichtspielen. Jetzt macht Kolumbiens Nationaltrainer Nestor Lorenzo dasselbe – er verzichtete in Absprache mit Diaz auf eine Nominierung für die Länderspielphase. Erholung statt Reisen. Am 10. Oktober gegen den FC Augsburg bekommt er die nächste Chance. Laut den Opta-Daten wird er sie bekommen. Die Frage ist nur, ob der Ball dieses Mal dann auch ins Netz geht. (fpt)

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