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Erdbeben der Stärke 5,4 in der Türkei – Experten warnen vor gefährlicher Verwerfung

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Ein Erdbeben der Stärke 5,4 hat eine Region in der Türkei erschüttert. Experten warnen: Die Bozova-Verwerfung könnte Beben bis Magnitude 7 auslösen.

Şanlıurfa – Am Mittwochmorgen um 10.40 Uhr bebte in der türkischen Provinz Şanlıurfa die Erde mit einer Magnitude von 5,4. Das Epizentrum lag im Bezirk Karaköprü in nur 7,39 Kilometern Tiefe. Die Erschütterungen waren in zwölf Provinzen spürbar, darunter Diyarbakır, Mardin, Gaziantep und Adıyaman. Menschen flohen aus Gebäuden auf die Straßen. Schulen blieben geschlossen, wie hurriyet.com.tr berichtet.

Istanbul
Ein Erdbeben der Stärke 5,4 hat die türkische Provinz Şanlıurfa erschüttert. Experten sorgen sich insbesondere um ein mögliches schweres Erdbeben im Raum Istanbul.(Symbolbild) © Emrah Gurel/AP/dpa

Nach ersten Erkenntnissen gab es weder Todesopfer noch Verletzte. Im ländlichen Stadtteil Pınarbaşı erlitten mehrere Häuser und Stallgebäude Risse und Schäden. Ein Bewohner berichtete von vier bis fünf beschädigten Wohnhäusern, teils mit eingestürzten Ecken und tiefen Wandrissen. Inspektionsteams der städtischen Baubehörde begannen umgehend mit der Schadensbewertung vor Ort, berichtete hurriyet.com.tr.

Erdbeben-Experte warnt: Aktive Verwerfung könnte Beben der Stärke 7 auslösen

Der Seismologe Prof. Dr. Hasan Sözbilir von der Universität Izmir ordnet das Beben als Folge der katastrophalen Kahramanmaraş-Erdbeben vom Februar 2023 ein. Die Bozova-Verwerfung ist eine aktive, rechtsseitige Störungszone von 55 Kilometern Länge, die seit langem keine größere Aktivität zeigte. „[Das Beben] ist keine Überraschung. Unsere Daten zeigen, dass die Bozova-Verwerfung das Potenzial hat, Erdbeben bis zur Magnitude 7 zu erzeugen, und dass es sich um eine seit langem ruhende, aber aktive Verwerfung handelt“, zitiert hurriyet.com.tr den Experten.

Sözbilir fordert dringende Untersuchungen zu möglichen Auswirkungen auf den Atatürk-Staudamm, sollte die Verwerfung tatsächlich ein Beben der Stärke 7 freisetzen. Auch andere Forscher sehen die Entwicklung mit Sorge: Seismische Aktivität entlang der Marmara-Verwerfung bewegt sich schrittweise auf die Millionenmetropole Istanbul zu, wo hunderttausende Menschenleben bedroht sind.

Gouverneur Hasan Şıldak gab über soziale Medien bekannt, dass es keine eingestürzten Gebäude gebe. Auch die Minister für Umwelt sowie Verkehr und Infrastruktur meldeten, dass weder die Verkehrswege noch die Kommunikationsnetze beschädigt wurden. Die Behörden bleiben in erhöhter Alarmbereitschaft. (Quellen: hurriyet.com.tr, Ege Telgraf)

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