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Rettung für 31 Supermarkt-Filialen in Bayern: Edeka darf tegut-Märkte schlucken – Liste zeigt, welche

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 Grünes Licht für die Übernahme von 178 tegut-Filialen durch Edeka: Auch in Bayern haben Dutzende Supermärkte eine Zukunft.

München – Nach dem angekündigten Aus für die Supermarktkette tegut herrscht nun Klarheit über die Zukunft zahlreicher Standorte: Der Handelsriese Edeka darf bundesweit 178 Filialen übernehmen. Für den Freistaat Bayern bedeutet der Beschluss des Bundeskartellamts das Fortbestehen von 31 Märkten. Laut Edeka werden durch den Deal insgesamt mehr als 3.700 Arbeitsplätze gesichert. Komplett ohne Auflagen ging das Verfahren allerdings nicht über die Bühne: Bei 24 Filialen untersagte die Bonner Behörde den Kauf.

Edeka darf 178 Filialen der Supermarktkette tegut übernehmen. (Archivbild)
Edeka darf 178 Filialen der Supermarktkette tegut übernehmen. (Archivbild) © IMAGO / Sämmer

Insgesamt hatte Edeka ein Auge auf 202 der rund 300 tegut-Märkte geworfen, um diese weiterzuführen. Während die Wettbewerbshüter für die meisten Standorte die Freigabe erteilten, sahen sie bei zwei Dutzend Märkten die Gefahr einer marktbeherrschenden Stellung von Edeka. Ein Sprecher des Bundeskartellamts begründete den Schritt damit, dass man verhindern wolle, „dass es in den betroffenen Regionen durch die Übernahme zu Verschlechterungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher kommt.“ Edeka hat sich im Gegenzug dazu verpflichtet, diese 24 Standorte in den kommenden vier Jahren nicht zu kaufen.

31 tegut-Filialen in Bayern wechseln zu Edeka

Die vom Bundeskartellamt veröffentlichte Übersicht zeigt die genaue Verteilung der 178 genehmigten Märkte auf sechs Bundesländer. Die meisten davon (100) befinden sich in Hessen. Daneben übernimmt Edeka 31 Märkte in Bayern, 25 in Thüringen, elf in Baden-Württemberg, sechs in Niedersachsen und fünf in Rheinland-Pfalz.

Merkur.de zeigt die Liste aller 31 tegut-Filialen in Bayern, die Edeka übernehmen darf:

  • Abenberg, Im Gewerbegebiet 1, PLZ 91183
  • Ansbach, Rettistraße 3, PLZ 91522
  • Bad Neustadt Brendlorenzen, Thomas-Mann-Straße 1, PLZ 97616
  • Bamberg, Ludwigstraße 25, PLZ 96052
  • Erlangen, Lange Zeile 61, PLZ 91054
  • Erlangen, Wladimirstraße 1-3, PLZ 91058
  • Fürth, Gustav-Schickedanz-Straße 2, PLZ 90762
  • Fürth, Herrnstraße 26, PLZ 90763
  • Herzogenaurach, Beethovenstr., PLZ 91074
  • Hirschaid, Bamberger Straße 18, PLZ 96114
  • Höchberg, Waldstraße 4, PLZ 97204
  • Ingolstadt, Eriagstraße 11a, PLZ 85053
  • München, Agnes-Bernauer-Straße 73, PLZ 80687
  • München, Amalienburgstraße 2-6, PLZ 81247
  • München, Aubinger Allee 120, PLZ 81248
  • München, Belgrad-Straße 59, PLZ 80796
  • München, Gottfried-Keller-Str. 39, PLZ 81245
  • München, Luitpoldstraße 3, PLZ 80335
  • München, Müllerstraße 45, PLZ 80469
  • München, Nymphenburger Straße 82, PLZ 80636
  • München, Passauerstraße 183, PLZ 81369
  • München, Pelkovenstraße 154, PLZ 80992
  • München, Rheinstraße 1, PLZ 80803
  • München, Richard-Strauss-Straße 48, PLZ 81677
  • München, Schleißheimer Straße 158-162, PLZ 80797
  • München, Thomas-Dehler-Straße 15, PLZ 81737
  • München, Waldfriedhofstr. 92-94, PLZ 81377
  • München, Westenriederstraße 35, PLZ 80331
  • München, Wolfratshauser Straße 90, PLZ 81379
  • Würzburg Frauenland, Zeppelinstraße 122, PLZ 97074
  • Würzburg, Virchowstraße 2, PLZ 97072

Edeka freut sich über tegut-Entscheidung des Kartellamts: „Gute Nachricht“

Bei Edeka stieß die Kartellamtsentscheidung auf Erleichterung: Man sprach von einer „guten Nachricht für die Beschäftigten und die Menschen in den betroffenen Regionen“, da knapp 3.700 Angestellten nun eine berufliche Perspektive geboten werde. Die Eingliederung der Märkte in den Edeka-Konzern soll schrittweise erfolgen. Vorgesehen ist unter anderem, einen Teil der Filialen künftig als Netto Marken-Discount weiterzubetreiben.

Das Bundeskartellamt hatte die Übernahmepläne seit März eingehend unter die Lupe genommen. Anlass war die bereits hohe Konzentration im deutschen Lebensmitteleinzelhandel: Auf die vier Schwergewichte Edeka, Rewe, Schwarz-Gruppe (Lidl/Kaufland) und Aldi (Nord/Süd) entfielen 2025 zusammen über 90 Prozent des gesamten Branchenumsatzes im Bundesgebiet. Eine marktübergreifende, gemeinsame marktbeherrschende Stellung dieser führenden Händler ließ sich laut Behörde jedoch nicht nachweisen.

Neben Edeka greifen auch andere Ketten nach den verbleibenden tegut-Märkten:

  • Tante Enso: Die Kette für Smart Stores bekam bereits im Juni die behördliche Zustimmung zur Übernahme von 36 Filialen.
  • Rewe: Die Kölner Gruppe plant den Erwerb von bis zu 40 Märkten. Weil das Kartellamt auch hier Vorbehalte äußerte, legte Rewe ein entsprechendes Zusagenangebot vor. Die Prüffrist für dieses Verfahren läuft noch bis Ende Oktober.

Wie es mit den Standorten weitergeht, die bislang keinen Abnehmer gefunden haben, bleibt vorerst offen. Auf Anfrage erklärte Migros Zürich lediglich, dass noch nicht vergebene Filialen in einem derzeit laufenden Bieterverfahren angeboten würden. Weitere Details nannte der Schweizer Konzern nicht. (Quellen: Bundeskartellamt, dpa) (rjs)

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